Wichtige Markttermine heute: US-Arbeitsmarktdaten und kanadische Beschäftigungszahlen im Fokus
Wichtige Erkenntnisse
- •Ökonomen prognostizieren, dass der US-NFP-Bericht 80.000 neu geschaffene Arbeitsplätze im Juli ausweisen wird, gegenüber 57.000 im Vormonat, bei einer stabilen Arbeitslosenquote von 4,2 %.
- •Die durchschnittlichen Stundenverdienste sollen unverändert bei 3,5 % gegenüber dem Vorjahr und 0,3 % gegenüber dem Vormonat bleiben, wobei der Lohninflation möglicherweise mehr Gewicht zukommt als der Arbeitsplatz-Kopfzahl.
- •Der NFP-Bericht wird voraussichtlich den geldpolitischen Ausblick der Federal Reserve nicht wesentlich verändern, da die Zentralbank derzeit stärker auf Inflationstrends und den bevorstehenden CPI-Bericht für ihre September-Entscheidung fokussiert ist.
- •Kanadas Beschäftigungsbericht wird voraussichtlich 20.000 neu geschaffene Arbeitsplätze im Juli bei einer Arbeitslosenquote von 6,5 % ausweisen — Zahlen, die die leicht dovish Haltung der Bank of Canada kaum verändern werden.
- •Die Veröffentlichungen der europäischen Sitzung, darunter die französische Handelsbilanz und die Schweizer Konsumzuversicht, werden voraussichtlich weder den politischen Ausblick der EZB noch der SNB beeinflussen noch nennenswerte Marktreaktionen auslösen.

Europäische Sitzung
Die europäische Sitzung weist einen relativ spärlichen Wirtschaftskalender auf, wobei nur niedrig eingestufte Datenveröffentlichungen geplant sind. Dazu gehören die französische Handelsbilanz und die Schweizer Konsumzuversicht. Keine der beiden Veröffentlichungen wird voraussichtlich den politischen Ausblick der jeweiligen Zentralbanken — der Europäischen Zentralbank oder der Schweizerischen Nationalbank — beeinflussen, sodass die Marktreaktion wahrscheinlich verhalten ausfallen wird.
Amerikanische Sitzung
Die amerikanische Sitzung bringt die am aufmerksamsten verfolgten Veröffentlichungen des Tages: den US-Nicht-Landwirtschaftsbeschäftigungsbericht (NFP) und die kanadischen Beschäftigungsdaten.
Der US-NFP-Bericht, veröffentlicht vom Bureau of Labor Statistics, ist einer der am genauesten beobachteten Indikatoren für die Gesundheit des US-Arbeitsmarktes und ein wichtiger Datenpunkt für die geldpolitischen Entscheidungen der Federal Reserve. Die Fed operiert unter einem Doppelmandat aus maximaler Beschäftigung und Preisstabilität, wodurch Arbeitsmarktdaten integraler Bestandteil ihrer politischen Kalkulation sind. Ökonomen erwarten, dass der Bericht 80.000 im Juli neu geschaffene Arbeitsplätze ausweist, verglichen mit 57.000 im Vormonat. Die Arbeitslosenquote soll unverändert bei 4,2 % bleiben. Die durchschnittlichen Stundenverdienste gegenüber dem Vorjahr werden bei 3,5 % erwartet, was dem Vorwert entspricht, während die monatliche Veränderung bei 0,3 % gesehen wird, ebenfalls unverändert zum Vormonat.
NFP-Veröffentlichungen sind ein wiederkehrender Katalysator für kurzfristige Bewegungen bei Treasury-Renditen, dem US-Dollar und Aktienindex-Futures, da Marktteilnehmer ihre Erwartungen hinsichtlich Zeitpunkt und Tempo der geldpolitischen Anpassungen der Federal Reserve neu ausrichten.
Die US-Arbeitsmarktdaten waren bislang relativ solide, ohne nennenswerte Schwächezeichen. Infolgedessen wird ein leicht schwacher oder starker Bericht nicht erwartet, den kurzfristigen Ausblick der Federal Reserve wesentlich zu verändern. Die Fed konzentriert sich derzeit stärker auf Inflationstrends, wodurch der bevorstehende US-Verbraucherpreisindex (CPI)-Bericht für die September-Entscheidung an Bedeutung gewinnt. Die durchschnittlichen Stundenverdienste — ein wichtiger Indikator für Lohninflation — könnten in dem heutigen Bericht mehr Gewicht tragen als die Kopfzahl der Arbeitsplätze.
Kanadas Beschäftigungsbericht, veröffentlicht von Statistics Canada, wird voraussichtlich 20.000 im Juli neu geschaffene Arbeitsplätze ausweisen, verglichen mit 18.000 im Vormonat, wobei die Arbeitslosenquote bei 6,5 % stabil bleiben soll. Die Daten werden die geldpolitische Haltung der Bank of Canada (BoC) wahrscheinlich nicht wesentlich verändern, da der getrimmte CPI kürzlich unter die 2,0 %-Mitte der Zielgröße der Zentralbank gefallen ist. Die BoC, die unter einem Inflationsziel von 2,0 % agiert, bleibt aufmerksam gegenüber Risiken auf beiden Seiten ihres Mandats, neigt jedoch derzeit leicht zu einer eher dovishen Haltung.
Zentralbank-Redner
- 14:00 GMT / 10:00 ET — Federal Reserves Barkin, Präsident der Federal Reserve Bank of Richmond (neutrale Haltung, nicht stimmberechtigtes FOMC-Mitglied)