US-Diplomaten verlassen UN-Sitzung nach Kritik an Trump, Bericht sagt
Wichtige Erkenntnisse
- •US-Diplomaten verließen eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats, nachdem Präsident Donald Trump kritisiert worden war.
- •Die Trump-Regierung geriet wegen umfassender Zölle gegen Dutzende Länder unter Druck, die angeblich Zwangsarbeit einsetzten.
- •Die Regierung lehnte auch die Wiederernennung des UN-Menschenrechtschefs Volker Türk ab.
- •Türk sagte im März, er sei zutiefst besorgt über das, was er als grundlegenden Richtungswechsel in den Vereinigten Staaten bezeichnete.
- •Frankreich kritisierte die US-Stimme gegen Türks Wiederernennung und sagte, das Land werde nicht mehr als Vorbild bei den Menschenrechten wahrgenommen.

Amerikanische Diplomaten verließen eine Sitzung der Vereinten Nationen, nachdem sie mit scharfer Kritik an Präsident Donald Trump konfrontiert worden waren, berichtete The Guardian.
Während einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats zum Krieg zwischen der Ukraine und Russland verließen US-Diplomaten den Saal, nachdem ausländische Diplomaten und UN-Vertreter monatelang Trumps Bilanz bei den Menschenrechten kritisiert hatten, so The Guardian.
Die Episode spielte sich vor dem Hintergrund angespannter Beziehungen zwischen den USA und der UNO ab, während die Trump-Regierung sowohl wegen ihrer Innenpolitik als auch ihres Umgangs mit internationalen Institutionen unter Druck stand. Die Kritik kam, nachdem die Trump-Regierung umfassende Zölle gegen Dutzende Länder verhängt hatte, die nach ihrer Darstellung "Zwangsarbeit" einsetzten, berichtete The Guardian. US-Gesetzgeber hatten Einwände gegen die Zölle erhoben. Kritiker wiesen die Vorwürfe als "bequeme" Rechtfertigung für Trumps Handelsmaßnahmen zurück, hieß es in dem Bericht.
Auch für ihre Angriffe auf das UN-Menschenrechtssystem und ihre Opposition gegen die Wiederernennung des UN-Menschenrechtschefs Volker Türk stand die Trump-Regierung laut The Guardian in der Kritik.
Türk sagte im März, er sei "deeply worried by the fundamental shift in direction" in den USA. Im Juni forderte Türk "prompt, independent, impartial and effective investigations" zu Haftbedingungen im Zusammenhang mit Einwanderung während der Trump-Regierung.
Die USA gehörten vergangene Woche zu zehn Ländern, die gegen Türks Wiederernennung stimmten. Sie stellten sich damit unter anderem an die Seite von Russland, Nordkorea, Nicaragua, Israel und Mali, was französische Diplomaten laut The Guardian zu einer Kritik in einem Social-Media-Beitrag veranlasste.
"The U.S. used to be a beacon of human rights. Not anymore," schrieben französische Diplomaten in einem Beitrag auf X. "Today, it stands alongside North Korea, Nicaragua, Mali \u0026 Russia, isolated. And the world no longer listens to it."