US-Schulden übersteigen 40 Billionen US-Dollar, da Zinskosten den Bundeshaushalt belasten
Wichtige Erkenntnisse
- •Die gesamte US-Schuld hat laut den neuesten Treasury-Daten 40,05 Billionen US-Dollar erreicht.
- •Das Defizit des laufenden Haushaltsjahres ist nach einem Juli-Fehlbetrag von 432 Milliarden US-Dollar auf 1,799 Billionen US-Dollar gestiegen.
- •Die Nettozinskosten dürften bis zum Haushaltsjahr 2026 1 Billion US-Dollar übersteigen und im Haushaltsjahr 2036 2,1 Billionen US-Dollar erreichen.
- •Das Treasury hat einige Rückkäufe von Anleihen mit Laufzeiten von 10 bis 30 Jahren von 2 Milliarden US-Dollar auf mindestens 4 Milliarden US-Dollar pro Maßnahme verdoppelt.
- •Das Congressional Budget Office erwartet, dass die in öffentlicher Hand befindliche Verschuldung 2026 101% des BIP und 2036 120% erreichen wird.

Die US-Schulden haben mit 40 Billionen US-Dollar einen historischen Höchststand erreicht und verdeutlichen die Lücke zwischen den Bundesausgaben und den Staatseinnahmen, was die Schuldenlast der US-Wirtschaft erhöht.
Nach den neuesten Treasury-Daten belaufen sich die gesamten US-Schulden auf 40,05 Billionen US-Dollar. Davon entfallen 32,27 Billionen US-Dollar auf Schulden in öffentlicher Hand, während die verbleibenden 7,78 Billionen US-Dollar innerstaatliche Schulden sind – Geld, das ein Teil der Regierung einem anderen schuldet und das größtenteils in Treuhandfonds wie Social Security und bundesstaatlichen Altersvorsorgeprogrammen gehalten wird. Der öffentlich gehaltene Anteil ist der Teil, der an den Märkten gehandelt wird, wo Anleger wie Investmentfonds, Banken, Pensionskassen, ausländische Regierungen und die Federal Reserve Treasury-Wertpapiere kaufen; Japan und China zählen seit Langem zu den größten ausländischen Haltern.
Die US-Schulden haben sich in den vergangenen neun Jahren mehr als verdoppelt und sind innerhalb weniger Monate erneut um 1 Billion US-Dollar gestiegen. Die Meilensteine wurden in rascher Folge erreicht: Die Schulden überstiegen erstmals 2017 die Marke von 20 Billionen US-Dollar, überschritten Anfang 2022 30 Billionen US-Dollar und liegen nun bei 40 Billionen US-Dollar.
Das Bundesdefizit weitet sich weiter aus
Die Bundesregierung gibt weiterhin mehr aus, als sie an Einnahmen erzielt. Das Defizit für Juli wurde mit 432 Milliarden US-Dollar gemeldet und ist damit das höchste monatliche Defizit seit März 2021.
Damit steigt das Defizit für das laufende Haushaltsjahr auf 1,799 Billionen US-Dollar und liegt damit über dem gesamten Defizit des Haushaltsjahres 2025 von 1,775 Billionen US-Dollar. Da das US-Haushaltsjahr am 30. September endet, liegt das laufende Jahr bereits über dem Vorjahreswert, und die Defizite haben sich nun mehrere Jahre in Folge nahe oder über 1,7 Billionen US-Dollar gehalten, was auf ein anhaltendes Wachstum wichtiger Programme wie Social Security und Medicare neben Ausgaben für Verteidigung und Zinsen zurückzuführen ist.
Bei anhaltend hohen Defiziten wird zusätzliche Kreditaufnahme erforderlich, was die US-Schulden weiter erhöhen würde.
Steigende Zinskosten erhöhen den Druck
Der Schuldendienst wird zunehmend teurer. Höhere Treasury-Zinsen zwingen die Bundesregierung dazu, fällige Schulden zu höheren Kosten zu refinanzieren, wodurch die Zinsausgaben steigen.
Die Nettozinskosten werden bis zum Haushaltsjahr 2026 voraussichtlich 1 Billion US-Dollar übersteigen und 3,3% des BIP ausmachen. Unter den bestehenden Rahmenbedingungen werden die Nettozinskosten im Haushaltsjahr 2036 auf 2,1 Billionen US-Dollar geschätzt. Zinsen haben sich bereits zu einem der größten Einzelposten im Bundeshaushalt entwickelt, wobei die Nettozinsausgaben in den vergangenen Haushaltsjahren die Verteidigungsausgaben übertroffen haben.
Die Kombination aus hohen Defiziten und steigenden Zinskosten erzeugt einen Kreislauf, in dem höhere Kreditaufnahme zu höheren künftigen Staatsausgaben führt.
Zudem sind die langfristigen Renditen von US-Staatsanleihen angesichts von Inflationssorgen, staatlicher Kreditaufnahme und des allgemeinen fiskalischen Ausblicks gestiegen. Kürzlich kletterte die Rendite der 30-jährigen Anleihe auf 5,34% und damit auf den höchsten Stand seit 2007.
Treasury weitet Rückkäufe von US-Schulden aus
Als Reaktion auf den Marktdruck hat das Treasury einige seiner Rückkaufmaßnahmen bei Anleihen mit Laufzeiten von 10 bis 30 Jahren ausgeweitet. Das Volumen dieser Rückkäufe hat sich von 2 Milliarden US-Dollar auf mindestens 4 Milliarden US-Dollar pro Maßnahme verdoppelt.
Dieser Schritt hat die langfristigen Zinsen gesenkt, doch bleiben die Rückkäufe im Verhältnis zum gesamten Treasury-Markt klein.
Unterdessen nehmen Unternehmen weiterhin erhebliche Summen auf, um ihre KI-Infrastrukturprojekte zu finanzieren.
Laut dem Congressional Budget Office wird die in öffentlicher Hand befindliche Verschuldung 2026 101% des US-BIP ausmachen und 2036 auf 120% steigen. Das stellt eine größere Frage nach den künftigen Kreditkosten und danach, ob die erhöhten Zinszahlungen die Belastung des Bundeshaushalts weiter verstärken werden.
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