Konjunkturindikatoren: Realer Konsum ist unverändert
Wichtige Erkenntnisse
- •Der nominale Konsum stieg im Juli um 0,2 % und lag damit über der Bloomberg-Konsensschätzung von 0,1 %.
- •Das reale persönliche Einkommen ohne Transfers blieb trotz des Einkommensanstiegs unter dem jüngsten Höchststand.
- •Die Ausgaben für langlebige Güter gingen zurück, während die realen Einzelhandelsumsätze ohne Tankstellen relativ stabil waren.
- •Die Beschäftigungsindikatoren der Haushalte setzten ihren Abwärtstrend fort, obwohl die Bevölkerungsanpassungen unverändert blieben.
- •Die Daten deuten auf uneinheitliche Konjunktursignale hin: Ausgaben halten sich besser als die arbeitsmarktbezogenen Haushaltsindikatoren.

Der nominale Konsum übertraf die Erwartungen und stieg um 0,2 % gegenüber dem Vormonat, gegenüber einer Bloomberg-Konsensschätzung von 0,1 %, doch das reale persönliche Einkommen ohne Transfers liegt weiterhin unter seinem jüngsten Höchststand. Diese Kombination ist bedeutsam, weil der Konsum ein wichtiger monatlicher Indikator für die Nachfrage der Haushalte ist, während Einkommen und Beschäftigung die Einkommensseite bilden, die ihn im Zeitverlauf normalerweise stützt.
Figure 1: NFP employment (bold blue), civilian employment with smoothed population controls (bold orange), industrial production (red), personal income excluding current transfers in Ch.2017$ (bold light green), manufacturing and trade sales in Ch.2017$ (black), and monthly GDP in Ch.2017$ (pink), GDP (blue bars), GDPNow nowcast of 7/10 (light blue box), all log normalized to 2025M01=0. Source: BLS via FRED, BLS, Federal Reserve, BEA 2026Q2 2nd release, S&P Global Market Insights (nee Macroeconomic Advisers, IHS Markit) (8/3/2026 release), and author’s calculations.
Figure 2: Civilian employment adjusted to NFP concept smoothed population controls, using experimental controls for 2025 (bold orange), manufacturing production (red), ADP private nonfarm payroll employment (light green), real retail sales, CPI deflated (black), freight services indexes (brown), and coincident index in Ch.2017$ (pink), GDO (blue bars), all log normalized to 2025M01=0. Source: BLS, ADP via FRED, Philadelphia Fed, Bureau of Transportation Statistics, Federal Reserve via FRED, BEA 2026Q2 2nd release, and author’s calculations.
Dass der Konsum im Juli unverändert blieb, ist angesichts des steigenden persönlichen Einkommens ohne Transfers bemerkenswert. Der S&P 500 war ebenfalls unverändert, möglicherweise nicht zufällig. Nachfolgend ein detaillierter Vergleich von Konsum, Ausgaben für langlebige Güter und realen Einzelhandelsumsätzen ohne Tankstellen.
Figure 3: Consumption (bold black), durable consumption (blue), retail sales ex gasoline stations deflated using core CPI (red), all in real terms, in logs 2025M01=0. Source: BEA, Census, BLS and author’s calculations.
Der Rückgang beim Konsum langlebiger Güter könnte eher ein vorausschauendes Verhalten im Zusammenhang mit dem Vermögen der Haushalte widerspiegeln als ein bestimmtes zollbezogenes Problem, aber das ist unklar.
Aus meiner Sicht ist das interessanteste Merkmal der Grafiken der anhaltende Abwärtstrend bei den Beschäftigungsmaßen der Haushalte, und das in einer Phase, in der die Bevölkerungsanpassungen unverändert geblieben sind. Zusammengenommen mit den relativ stagnierenden Konsum- und Einzelhandelsreihen deuten die Grafiken darauf hin, dass sich die jüngsten Konjunktursignale nicht einheitlich bewegen: Einige Ausgabenindikatoren halten sich, während die arbeitsmarktbezogenen Indikatoren der Haushalte schwächer bleiben als die weiter oben gezeigten, breiteren Output-Indikatoren.