US-Verbrauchervertrauen sinkt über alle standardisierten Messgrößen hinweg
Wichtige Erkenntnisse
- •Das Verbrauchervertrauen sank in allen drei standardisierten Messgrößen, die im Econbrowser-Update vom 14. August 2026 verglichen wurden.
- •Die Analyse vergleicht die Umfrage der University of Michigan (mit der Cummings-Tedeschi-Korrektur gegen parteipolitisch bedingte Antwortverweigerung), den Conference Board Confidence Index und das Gallup-Vertrauen auf einer gemeinsamen Skala auf Basis des Zeitraums von Januar 2021 bis Februar 2025.
- •Die rote gestrichelte Linie in der Grafik markiert den 2. April 2025, bekannt als „Liberation Day“, an dem die Regierung Trump weitreichende Zölle ankündigte.
- •Der gleichgerichtete Rückgang über unabhängige Umfrageinstitute hinweg deutet auf eine breite Verschiebung in den Einstellungen der Haushalte hin und nicht auf eine Eigenheit einer einzelnen Umfrage.
- •Da der private Konsum rund zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung ausmacht, werden die kommenden monatlichen Veröffentlichungen der drei Umfragen zeigen, ob der Abschwung anhält.

Das aktuelle Econbrowser-Update zum Konsumklima zeigt, dass das Vertrauen über die wichtigsten standardisierten Messgrößen der US-Verbraucherstimmung hinweg sinkt.
Der Beitrag vom 14. August 2026 vergleicht drei Indikatoren auf einer gemeinsamen, standardisierten Skala:
- U. Michigan Economic Sentiment mit der Cummings-Tedeschi-Korrektur (blau)
- Conference Board Confidence Index (braun)
- Gallup Confidence (grün)
Jede Datenreihe wurde um ihren Mittelwert bereinigt und durch ihre Standardabweichung über den Zeitraum 2021M01-2025M02 geteilt, sodass sich die Bewegungen der drei Umfragen unmittelbar auf gleicher Grundlage vergleichen lassen. Da sich die drei Umfragen in Frageformulierungen, Feldansatz und Stichprobendesign unterscheiden, hilft die gemeinsame Skala dabei, breite Verschiebungen in den Einstellungen der Haushalte von Eigenheiten einer einzelnen Umfrage zu trennen. Eine rote gestrichelte Linie in der Grafik markiert den „Liberation Day“ – den 2. April 2025, den Tag, an dem die Regierung Trump weitreichende Zölle ankündigte. Quellen der Abbildung: UMichigan, Gallup, Conference Board sowie Berechnungen des Autors.
Jede der drei Reihen ist eine vielbeachtete Messgröße für die Einstellungen der US-Verbraucher. Die Surveys of Consumers der University of Michigan, die seit 1946 durchgeführt werden, verfolgen, wie Haushalte die Wirtschaft, ihre persönliche Finanzlage und die Kaufbedingungen einschätzen. Der seit 1967 monatlich veröffentlichte Consumer Confidence Index der Conference Board misst die Einschätzung der aktuellen Lage durch die Verbraucher und ihre Erwartungen für die kommenden Monate. Gallup befragt Amerikaner im Rahmen seiner laufenden Umfragen regelmäßig zu ihrer Sicht auf die Wirtschaft. Die auf die Michigan-Reihe angewandte Cummings-Tedeschi-Korrektur ist ein vorgeschlagener Ausgleich für parteipolitisch bedingte Antwortverweigerung (partisan nonresponse bias) in der Umfrage.
Solche Messgrößen werden aufmerksam verfolgt, weil die Einstellungen der Haushalte in die Erwartungen zum Konsum einfließen, der rund zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung ausmacht. Ein Rückgang, der in allen drei standardisierten Reihen auftritt, zeigt, dass unabhängige Umfrageinstitute in dieselbe Richtung messen, und nicht etwa nur eine einzelne Umfrage eine Verschiebung anzeigt. Ob der Einbruch anhält, wird in den kommenden monatlichen Runden der Michigan-Umfrage, des Conference-Board-Index und der laufenden Gallup-Erhebung sichtbar.
Der Originalbeitrag ist auf Econbrowser verfügbar.