NachrichtenAktienIME Capitals Ashi Anand sieht Aufwärtspotenzial bei Zahlungsaktien durch mögliches UPI-MDR-Rahmenwerk und bevorzugt digitale Plattformen

IME Capitals Ashi Anand sieht Aufwärtspotenzial bei Zahlungsaktien durch mögliches UPI-MDR-Rahmenwerk und bevorzugt digitale Plattformen

Autor: CNBC-TV18 Markets·

Wichtige Erkenntnisse

  • Ashi Anand glaubt, dass ein MDR-Rahmenwerk für UPI-Transaktionen die Gewinnprognosen für indische Zahlungsunternehmen erheblich verbessern könnte.
  • Die indische Regierung hob die MDR auf UPI-Transaktionen im Januar 2020 auf, um die digitale Adoption zu beschleunigen, und verlagerte die Kostenlast auf Zahlungsvermittler.
  • UPI verarbeitet Stand 2023 monatlich über 10 Milliarden Transaktionen und ist damit die dominierende digitale Zahlungsschiene Indiens.
  • Branchenbeteiligte haben die Aufsichtsbehörden aufgefordert, eine MDR-Struktur einzuführen, und argumentieren, dass Null-MDR-Vorgaben eine unfaire finanzielle Last auf Zahlungsdienstleister legen.
  • Anand bevorzugt digitale Plattformunternehmen gegenüber Quick-Commerce-Akteuren, da er sie für attraktivere Risiko-Ertrags-Profile hält im Vergleich zu kapitalintensiven Wettbewerbern wie Blinkit, Swiggy Instamart und Zepto.
IME Capitals Ashi Anand sieht Aufwärtspotenzial bei Zahlungsaktien durch mögliches UPI-MDR-Rahmenwerk und bevorzugt digitale Plattformen

Ashi Anand, CEO und Gründer von IME Capital, erklärte, dass ein potenzielles Rahmenwerk für die Merchant Discount Rate (MDR) bei UPI-Transaktionen die Gewinnprognosen für Zahlungsunternehmen in Indien erheblich verbessern könnte. Gegenüber CNBC-TV18 wies Anand darauf hin, dass die Einführung einer MDR auf UPI-Zahlungen – die derzeit für Händler und Verbraucher gleichermaßen kostenlos sind – eine neue Einnahmequelle für Zahlungsabwickler und digitale Plattformen schaffen würde, die diese Transaktionen ermöglichen.

Anand teilte außerdem seine weiter gefassten Anlagepräferenzen mit und erklärte, dass er digitale Plattformunternehmen gegenüber traditionellen Quick-Commerce-Akteuren bevorzugt. Seine Kommentare betrafen Sektoren einschließlich digitaler Zahlungen, Essenslieferungen und Quick Commerce, mit ausdrücklicher Erwähnung von Unternehmen wie Paytm, MobiKwik und Pine Labs.

Die Debatte über die Einführung einer MDR auf UPI-Transaktionen wird in den Fintech-Politikkreisen Indiens bereits geführt. UPI, betrieben von der National Payments Corporation of India (NPCI), hat sich zur dominierenden digitalen Zahlungsschiene des Landes entwickelt und verarbeitet Stand 2023 monatlich über 10 Milliarden Transaktionen. Die Regierung hob die MDR auf UPI-Transaktionen im Januar 2020 auf, um die digitale Adoption zu beschleunigen, und verlagerte damit die Kostenlast effektiv auf Zahlungsvermittler. Das Fehlen einer MDR – einer Gebühr, die Händler üblicherweise an Zahlungsnetzwerke und herausgebende Banken entrichten – hat jedoch Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit von Geschäftsmodellen für Zahlungsunternehmen geweckt, die auf transaktionsbasierte Einnahmen angewiesen sind.

Branchenbeteiligte, darunter große Zahlungsunternehmen und Industrieverbände, haben die Aufsichtsbehörden wiederholt aufgefordert, eine MDR-Struktur für UPI zu prüfen, und argumentieren, dass Null-MDR-Vorgaben eine unfaire Last auf Zahlungsvermittler legen. Die Reserve Bank of India (RBI) und die Zentralregierung haben die Frage regelmäßig überprüft und dabei abgewogen, inwieweit die Aufrechterhaltung der Niedrigkostenattraktivität von UPI gegen die kommerzielle Tragfähigkeit von Zahlungsdienstleistern abzuwägen ist. Ein tragfähiges MDR-Rahmenwerk wird als entscheidend für die Aufrechterhaltung von Innovationen und Infrastrukturinvestitionen im Zahlungsökosystem angesehen, selbst während politische Entscheidungsträger finanzielle Inklusion durch kostengünstige digitale Schienen priorisieren.

Anands Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, da indische börsennotierte Zahlungsunternehmen von Anlegern genau auf Signale zur Umsatzdiversifikation und Profitabilität beobachtet werden. Unternehmen wie Paytm, das 2021 an die Börse ging, standen hinsichtlich ihres Wegs zur Profitabilität unter Beobachtung, da die Monetarisierungsmöglichkeiten für Kernzahlungsdienste eingeschränkt sind. Seine Präferenz für digitale Plattformen gegenüber Quick Commerce deutet auf die Sichtweise hin, dass Unternehmen mit etablierten Zahlungs- und Finanzdienstleistungsökosystemen attraktivere Risiko-Ertrags-Profile bieten könnten als das kapitalintensive und stark wettbewerbsorientierte Quick-Commerce-Segment, in dem Akteure wie das zu Zomato gehörende Blinkit, Swiggy Instamart und Zepto mit erheblichem Cash-Burn aggressiv expandieren.

Quelle: CNBC-TV18