Italiens zweitgrößte Bank UniCredit erwägt Krypto-Verwahrung: Bericht
Wichtige Erkenntnisse
- •UniCredit prüft die Verwahrung digitaler Vermögenswerte und damit verbundene Handelsmöglichkeiten, hat jedoch noch keinen offiziellen Start angekündigt.
- •Die Bank wählt einen Technologieanbieter für den Aufbau einer Infrastruktur zur Verwahrung und Abwicklung digitaler Vermögenswerte aus.
- •Zu den möglichen Angeboten könnten tokenisierte Wertpapiere, Stablecoins und ein an Kryptowährungen gekoppeltes Engagement gehören.
- •Europäische Banken wie BBVA, Santanders Openbank und die Deutsche Bank entwickeln ebenfalls Dienstleistungen für digitale Vermögenswerte oder bieten diese bereits an.
- •UniCredit gehört zu den 37 europäischen Kreditgebern, die über Qivalis einen auf Euro lautenden Stablecoin entwickeln.

Italiens zweitgrößte Bank UniCredit erwägt laut einem am Freitag veröffentlichten Bloomberg-Bericht eine Ausweitung ihrer Dienstleistungen für digitale Vermögenswerte, einschließlich der Verwahrung von Kryptowährungen.
Die in Mailand ansässige Bank wählt derzeit einen Technologieanbieter aus, der den Aufbau der erforderlichen Infrastruktur für die Verwahrung digitaler Vermögenswerte sowie deren Kauf und Verkauf ermöglichen würde, berichtete Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Der Bericht beschreibt die Initiative als eine Prüfung. Als nächste genannte Entwicklungen gelten daher die Auswahl des Technologieanbieters und eine mögliche offizielle Ankündigung des Starts.
Das potenzielle Angebot könnte dem Bericht zufolge auch tokenisierte Anlageprodukte und festverzinsliche Wertpapiere, Stablecoins sowie ein Engagement in Kryptowährungen umfassen.
JUST IN: Italy’s 2nd-largest bank UniCredit is considering to offer crypto asset custody — Bloomberg pic.twitter.com/NAZKJBdcES — Bitcoin Magazine (@BitcoinMagazine) September 11, 2026
Die Entwicklung erfolgt vor dem Hintergrund, dass andere europäische Banken ihre Dienstleistungen für digitale Vermögenswerte ausweiten. In Spanien begann BBVA, allen Kunden über seine App den Handel mit Bitcoin und dessen Verwahrung anzubieten. Dabei nutzt die Bank ihre eigene Verwahrungsinfrastruktur statt eines Drittanbieters. Santanders Openbank führte anschließend ihren eigenen Handelsdienst ein.
Cecabank, ein spanischer Verwahrer mit einem verwalteten Vermögen von mehr als €400 Milliarden, der als Rückgrat für mehr als 100 Finanzinstitute fungiert, nahm im Juni über eine Partnerschaft mit Bit2Me die Verwahrung von Kryptowährungen auf.
In Deutschland entwickelt die Deutsche Bank Verwahrungsdienstleistungen mit dem Technologiearm von Bitpanda. Taurus und DZ Bank erhielten im Januar von der BaFin die Genehmigung für ihre meinKrypto-Plattform.
Die Verordnung der Europäischen Union über Märkte in Krypto-Anlagen (MiCA) stellt Banken einen rechtlichen Rahmen, eine zuständige Aufsichtsbehörde und etablierte Pflichten für die Einführung von Krypto-Dienstleistungen bereit.
UniCredit gehört außerdem zu den 37 Kreditgebern aus 15 europäischen Ländern, die gemeinsam ein Unternehmen namens Qivalis gründen. Dieses soll einen auf Euro lautenden Stablecoin herausgeben.
Im vergangenen Jahr erklärte UniCredit, professionellen Kunden ein strukturiertes Produkt anzubieten, das an den börsengehandelten Fonds iShares Bitcoin Trust von BlackRock gekoppelt ist und vollständigen Schutz vor Verlusten bietet.
Der Artikel wurde zuerst von Bitcoin Magazine veröffentlicht und von Mathew Di Salvo verfasst.