UK-Einzelhandel bleibt unter Druck, da CBI-Umfrage einen starken Rückgang der Umsätze zeigt
Wichtige Erkenntnisse
- •Der CBI-Saldo der Einzelhandelsumsätze fiel im August auf -48% nach -26% im Juli und markierte damit den stärksten Rückgang der Verkaufsvolumina seit mehr als einem Jahr.
- •Die Händler teilten mit, dass die Verkäufe unter dem normalen saisonalen Niveau lagen, und erwarten, dass die Nachfrage im September schwach bleibt.
- •Die Stimmung im Einzelhandel verschlechterte sich im August weiter, was die anhaltend schwache Verbrauchernachfrage im Sektor widerspiegelt.
- •Die Investitionspläne bleiben vorsichtig, doch die erwarteten Kürzungen der Kapitalausgaben in den nächsten 12 Monaten sind die geringsten seit Anfang 2024.
- •Die Beschäftigung im Einzelhandel ging im August weiter zurück, während die Unternehmen schnellere Preissteigerungen meldeten und mit weiter anziehender Inflation rechnen.

Der britische Einzelhandel sah sich im August laut der neuesten CBI Distributive Trades Survey mit sich verschlechternden Handelsbedingungen konfrontiert, da die Verkaufsvolumina so schnell wie seit mehr als einem Jahr nicht mehr zurückgingen und sich die Geschäftsstimmung weiter eintrübte.
Der CBI-Saldo der Einzelhandelsumsätze fiel im August auf -48% und damit deutlich von -26% im Juli. Obwohl für September weiterhin ein Rückgang der Verkäufe erwartet wird, gehen die Unternehmen davon aus, dass sich das Tempo der Kontraktion verlangsamen wird; der Saldo soll sich auf -22% verbessern.
Die Händler berichteten außerdem, dass die Verkäufe deutlich unter dem normalen saisonalen Niveau lagen; der Saldo verschlechterte sich von -18% im Juli auf -26%. Die Erwartungen für September bleiben gedämpft, und es wird damit gerechnet, dass die Verkäufe weiterhin unter den saisonalen Normen liegen werden.
Die anhaltend schwache Verbrauchernachfrage belastete das Vertrauen im gesamten Sektor erheblich, und die Stimmung im Einzelhandel verschlechterte sich im August stärker. Trotz des schwierigen Umfelds gab es erste Anzeichen dafür, dass sich die Investitionsabsichten stabilisieren könnten. Die Einzelhändler erwarten weiterhin, die Investitionsausgaben in den nächsten 12 Monaten zu senken, doch die geplanten Kürzungen sind die geringsten seit Anfang 2024. Auch der Arbeitsmarkt stand weiter unter Druck: Die Beschäftigtenzahl im Einzelhandel ging im August zurück, allerdings langsamer als zu Beginn des Jahres. Diese Kombination aus schwächeren Umsätzen, vorsichtigen Investitionsplänen und geringeren Neueinstellungen ist relevant, weil der Einzelhandel ein wichtiger Arbeitgeber und ein zentraler Indikator für Trends bei den Haushaltsausgaben ist, die häufig in die breitere Distributionstätigkeit einfließen.
Die Verkaufspreise im Einzelhandel stiegen schneller als im Vorquartal, und die Unternehmen erwarten, dass sich die Inflation bei den Einzelhandelspreisen in den kommenden Monaten deutlich beschleunigen wird. Mit der Rückkehr des Parlaments in der kommenden Woche wird sich die Aufmerksamkeit auf das Autumn Budget und auf die Schritte richten, die die Regierung unternehmen kann, um das Vertrauen im Einzelhandel und im breiteren Distributionssektor wiederherzustellen, einschließlich des von der CBI angesprochenen Systems der Business Rates und der Arbeitgeberkosten.
Zur Umfrage sagte ein Lead Economist der CBI: “Retail firms grew more downbeat in August as they grappled with sharply falling sales volumes. These weak trading conditions, which were echoed across the broader distribution sector, continued to weigh on retailers’ investment and hiring plans.
“With parliament returning next week, thoughts will start turning to the Autumn Budget and the steps that the Government can take to restore confidence across retail and the broader distribution sector.
“Meaningful business rates reform is long overdue, with firms desperate for a fairer system that rewards, rather than penalises, investment and growth. The Government should also look to cut Employer NICs to support hiring and ensure the sector can continue to provide job opportunities, particularly for young people.”
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