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Britische FCA entwickelt Rahmenwerk für tokenisiertes Gold mit Großbanken zur Modernisierung des Bullion-Marktes

Autor: CryptoMeter io·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die FCA führt Gespräche über tokenisiertes Gold mit Großbanken und anderen Branchenteilnehmern.
  • Eine zentrale Frage ist, ob digitales Gold als Sicherheit in Finanztransaktionen verwendet werden kann.
  • Tokenisiertes Gold repräsentiert physisches Gold, das von einem Emittenten verwahrt wird, und könnte Eigentum und Übertragung vereinfachen.
  • Die FCA und die Bank of England haben bereits einen gemeinsamen Ansatz für tokenisierte Vermögenswerte, Sicherheiten, Abwicklung und Markinfrastruktur skizziert.
  • Die Aufsichtsbehörde hat noch keine endgültigen Standards erlassen und erwartet, in den kommenden Monaten weitere Details bereitzustellen.
Britische FCA entwickelt Rahmenwerk für tokenisiertes Gold mit Großbanken zur Modernisierung des Bullion-Marktes

Die britische Finanzaufsichtsbehörde (FCA) entwickelt ein regulatorisches Rahmenwerk für tokenisiertes Gold, das Teil einer breiteren Regierungsinitiative zur Beschleunigung der digitalen Finanzen und zur Stärkung der Position Londons als globales Zentrum für den Bullion-Handel ist.

Die FCA hat Gespräche mit Großbanken und anderen Branchenteilnehmern darüber geführt, wie tokenisiertes Gold in regulierten Großhandelsmärkten funktionieren könnte. Ein zentraler Schwerpunkt der Initiative ist die Frage, ob digitale Repräsentationen von physischem Gold als Sicherheit in Finanztransaktionen verwendet werden könnten – ein Bereich, der zunehmendes Interesse weckt, da Institutionen nach größerer Effizienz bei der Mobilisierung hochwertiger liquider Vermögenswerte suchen.

Tokenisiertes Gold ermöglicht es Anlegern und Institutionen, digitale Token zu halten, die durch physisches Gold gedeckt sind, das von einem Emittenten verwahrt wird. Diese Struktur könnte Eigentums- und Übertragungsprozesse rationalisieren und gleichzeitig den traditionellen Bullion-Markt mit einer auf Blockchain basierenden Finanzinfrastruktur verbinden. Privat emittierte tokenisierte Goldprodukte wie Tether Gold und Paxos Gold sind bereits auf Kryptowährungsmärkten verfügbar, jedoch weitgehend außerhalb des institutionellen regulatorischen Rahmens, den die FCA nun zu definieren versucht.

Das regulatorische Rahmenwerk nimmt Form an

Die Initiative der FCA ist Teil einer breiteren Anstrengung der britischen Behörden, die Tokenisierung im gesamten Großhandelsfinanzsektor auszuweiten. Im Mai skizzierten die FCA und die Bank of England einen gemeinsamen Ansatz, der tokenisierte Vermögenswerte, Sicherheiten, Abwicklung und damit verbundene Markinfrastruktur abdeckt. Die frühere Zusammenarbeit der Bank of England mit dem BIS Innovation Hub im Rahmen von Project Meridian, das die Synchronisierung von Zahlungen und Vermögensabwicklungen über verschiedene Hauptbücher hinweg untersuchte, legte frühe technische Grundlagen für diese Diskussionen.

Beide Aufsichtsbehörden haben aktiv Industry-Feedback dazu eingeholt, wie sich die Tokenisierung sicher entwickeln kann. Sie planen, noch in diesem Jahr einen umfassenderen Fahrplan für die Digitalisierung der Großhandelsmärkte zu veröffentlichen.

Gold hat sich als besonders wichtiger Anwendungsfall herausgestellt, da das Vereinigte Königreich eines der weltweit führenden Zentren für den Bullion-Handel bleibt, verankert durch die London Bullion Market Association (LBMA) und ihr Netzwerk aus Tresoren, Clearing-Banken und Händlern. Die Aufsichtsbehörden sehen sich zudem zunehmendem Wettbewerb von asiatischen Finanzzentren ausgesetzt, insbesondere Shanghai und Hongkong, sowie von Rechtsräumen wie Singapur, wo die Project Guardian der Monetary Authority aktiv die institutionelle Vermögens-Tokenisierung erprobt.

Banken erkunden Anwendungen für digitales Gold

Die laufenden Gespräche könnten den Finanzinstituten einen klareren Weg zur Nutzung von tokenisiertem Gold in institutionellen Märkten eröffnen. Mögliche Anwendungen umfassen das Sicherheitenmanagement, den Handel und Abwicklungsprozesse.

Die FCA ist in anderen Tokenisierungsbereichen bereits über die experimentelle Phase hinausgegangen. Im April finalisierte die Aufsichtsbehörde eine Leitlinie, die autorisierten Fondsmanagern die Nutzung von Distributed-Ledger-Technologie innerhalb des bestehenden regulatorischen Rahmens erlaubt. Dies baut auf den Bemühungen der britischen Regierung nach dem Brexit auf, die Finanzregulierung zu modernisieren, einschließlich der Befugnisse nach dem Financial Services and Markets Act 2023, um Aktivitäten mit digitalen Vermögenswerten in den regulatorischen Geltungsbereich einzubeziehen.

Tokenisiertes Gold könnte daher ein weiterer Testfall dafür werden, wie traditionelle Finanzvermögenswerte auf Blockchain-Netzwerke migriert werden können, ohne etablierte regulatorische Schutzmaßnahmen aufzugeben.

Das vorgeschlagene Rahmenwerk befindet sich jedoch noch in der Entwicklung. Die FCA hat noch keine endgültigen regulatorischen Standards für den Markt angekündigt. Es wird erwartet, dass die Aufsichtsbehörde in den kommenden Monaten weitere Details veröffentlichen wird, während sie weiterhin mit Banken und anderen Marktteilnehmern zusammenarbeitet. Bei einer Annahme könnte das Rahmenwerk helfen, den etablierten Goldmarkt Londons mit der sich schnell entwickelnden tokenisierten Vermögenswirtschaft zu verbinden.