NachrichtenKryptoBritische Abgeordnete warnen: Bankbeschränkungen gefährden das Wachstum der Krypto-Branche

Britische Abgeordnete warnen: Bankbeschränkungen gefährden das Wachstum der Krypto-Branche

Autor: CryptoMeter io·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die Crypto and Digital Assets All-Party Parliamentary Group hat eine formelle Untersuchung eingeleitet, um zu bewerten, ob die Beschränkungen britischer Banken gegenüber Krypto-Unternehmen verhältnismäßig sind und welche Auswirkungen sie auf Unternehmen, Verbraucher und Innovation haben.
  • Mehrere britische Banken haben Zahlungen im Zusammenhang mit Krypto-Börsen eingeschränkt oder blockiert und verweisen auf Bedenken wegen Betrug, Geldwäsche, Scams und der inhärenten Volatilität digitaler Vermögenswerte.
  • Die Financial Conduct Authority soll ab September 2026 Anträge auf Zulassung im Rahmen eines breiteren Kryptoasset-Regimes annehmen und baut dabei auf ihrem bestehenden Registrierungsregime zur Bekämpfung von Geldwäsche auf.
  • Der Rahmen der Europäischen Union für Märkte für Krypto-Assets bietet Krypto-Unternehmen einen einheitlichen Regulierungs-Pass, der Geschäfte aus dem Vereinigten Königreich anziehen könnte, falls der heimische Bankzugang schwierig bleibt.
  • Abgeordnete argumentieren, dass selbst vollständig konforme Krypto-Unternehmen ohne verlässlichen Zugang zu zentralen Bankdienstleistungen Schwierigkeiten haben könnten, zu wachsen und Kundengelder zu verarbeiten.
Britische Abgeordnete warnen: Bankbeschränkungen gefährden das Wachstum der Krypto-Branche

Britische Abgeordnete haben gewarnt, dass die Weigerung von Banken, Kryptowährungsunternehmen zu bedienen, zu einem der größten Hindernisse für Großbritanniens Ambitionen im Bereich digitaler Vermögenswerte werden könnte, selbst wenn das Land einen breiteren Regulierungsrahmen für Kryptoassets einführt.

Parlamentsmitglieder argumentieren, dass Krypto-Unternehmen weiterhin Schwierigkeiten haben, Bankkonten zu eröffnen oder zu führen, während einige Finanzinstitute Zahlungen im Zusammenhang mit Krypto-Plattformen einschränken — obwohl diese Unternehmen innerhalb der entstehenden regulatorischen Standards operieren oder deren Einhaltung anstreben. Das Problem spiegelt ein breiteres Muster in großen Finanzzentren wider, in denen Banken in Jurisdiktionen einschließlich der Vereinigten Staaten und Teilen Europas ihr Engagement gegenüber Krypto-bezogenen Kunden ebenfalls begrenzt haben, häufig unter Verweis auf Pflichten zur Bekämpfung von Geldwäsche und Reputationsrisiken.

Parlamentarische Untersuchung eingeleitet

Die Crypto and Digital Assets All-Party Parliamentary Group hat eine formelle Untersuchung zu diesem Thema eingeleitet. Die Gruppe prüft, ob die Beschränkungen der Banken verhältnismäßig sind, und bewertet ihre Auswirkungen auf Unternehmen, Verbraucher, Wettbewerb und Innovation.

Nach Angaben der Abgeordneten sind Krypto-Unternehmen auf verlässliche Bankdienstleistungen angewiesen, um Kundengelder zu verarbeiten, Mitarbeiter und Lieferanten zu bezahlen und den laufenden Betrieb zu steuern. Ohne diesen Zugang könnten selbst vollständig konforme Unternehmen Schwierigkeiten haben, zu wachsen.

Die Untersuchung befasst sich zudem mit Bedenken hinsichtlich Beschränkungen bei Transaktionen über Krypto-Börsen. Mehrere britische Banken haben Limits eingeführt oder bestimmte Zahlungen vollständig blockiert und verweisen dabei auf Risiken im Zusammenhang mit Betrug, Scams, Geldwäsche und der inhärenten Volatilität digitaler Vermögenswerte.

Regulierungsrahmen kurz vor Einführung

Der Stillstand verdeutlicht eine wachsende Spannung in Großbritanniens Krypto-Strategie. Die Regulierungsbehörden entwickeln einen formellen Rahmen, der digitalen Vermögensunternehmen mehr Klarheit verschaffen soll, doch die Banken bleiben gegenüber dem Sektor zurückhaltend.

Die Financial Conduct Authority betreibt bereits ein Registrierungsregime für Kryptoassets unter den Geldwäschevorschriften und soll im September 2026 damit beginnen, Anträge auf Zulassung im Rahmen des neuen, breiteren Regimes anzunehmen. Die aktualisierten Regeln dürften die Aufsicht stärken und zugleich einen klareren Weg für regulierte Krypto-Unternehmen schaffen.

Abgeordnete argumentieren jedoch, dass regulatorische Klarheit allein nicht ausreiche, wenn Unternehmen keinen Zugang zur wesentlichen finanziellen Infrastruktur hätten. Das Thema erhält zusätzliches Gewicht, da der Rahmen der Europäischen Union für Märkte für Krypto-Assets, bekannt als MiCA, im gesamten Block in Kraft tritt und Krypto-Unternehmen einen einheitlichen Regulierungs-Pass bietet, der Geschäfte aus dem Vereinigten Königreich abziehen könnte, falls die Reibungen beim Bankzugang anhalten.

Die Parlamentsgruppe sammelt derzeit Belege zu Bankzugang und Transaktionsbeschränkungen; Empfehlungen werden nach Abschluss der Beweisaufnahme erwartet.

Das Ergebnis könnte letztlich darüber entscheiden, ob Großbritanniens Ziel, ein führender Hub für digitale Vermögenswerte zu werden, in tatsächliches Unternehmenswachstum mündet. Ein leichterer Zugang zu Bankdienstleistungen könnte legitime Krypto-Unternehmen stärken, während die Banken weiterhin unter Druck stehen werden, Finanzkriminalität zu begrenzen und Verbraucher vor Risiken zu schützen.