NachrichtenAktienTokio- und Osaka-Börse rügen Moomoo Securities Japan wegen NISA-Verstößen

Tokio- und Osaka-Börse rügen Moomoo Securities Japan wegen NISA-Verstößen

Autor: LeapRate·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die Tokyo Stock Exchange und die Osaka Exchange rügten Moomoo Securities Japan und verlangten einen Bericht zur Geschäftsverbesserung.
  • Die Aufsichtsbehörden erklärten, dass der Broker mindestens 77 in den USA gelistete ETFs und ETNs fälschlicherweise als NISA-berechtigt gekennzeichnet habe.
  • Infolgedessen kauften 59 Kunden nicht qualifizierte Produkte über NISA-Konten.
  • Der geplante Umgang mit betroffenen Kunden war laut Behörden fehlerhaft, weil das System eine der vorgesehenen Optionen nicht ausführen konnte und nicht alle Betroffenen ordnungsgemäß informiert wurden.
  • Auch bei Übertragungen, der Prüfung verdächtiger Transaktionen sowie bei Cybersicherheit und IT-Risikomanagement wurden Mängel festgestellt.
Tokio- und Osaka-Börse rügen Moomoo Securities Japan wegen NISA-Verstößen

Die Tokyo Stock Exchange (TSE) und die Osaka Exchange (OSE) haben gegen Moomoo Securities Japan Co., Ltd. eine Rüge ausgesprochen, nachdem eine Untersuchung eine Reihe von Compliance- und Betriebsverstößen bei dem Online-Broker aufgedeckt hatte.

Beide Börsen forderten das Unternehmen außerdem auf, einen Bericht zur Geschäftsverbesserung vorzulegen.

Die Disziplinarmaßnahme folgt auf eine Untersuchung der japanischen Securities and Exchange Surveillance Commission, die feststellte, dass Moomoo Securities Japan mindestens 77 in den USA gelistete ETFs und ETNs verkauft und sie fälschlicherweise als für Japans steuerbegünstigtes NISA-Programm geeignet gekennzeichnet hatte. NISA wird von japanischen Privatanlegern häufig genutzt, da es steuerliche Vorteile bietet; eine falsche Kennzeichnung von Produkten kann daher unmittelbare Compliance-Probleme und Verwirrung bei Kunden verursachen.

Infolgedessen kauften 59 Kunden über NISA-Konten Produkte, die nicht qualifiziert waren.

Die Aufsichtsbehörden erklärten, die Reaktion des Unternehmens auf betroffene Kunden sei unzureichend gewesen. Nachdem Moomoo Securities Japan zunächst angeboten hatte, Kunden die Stornierung von Geschäften oder die Überführung von Beständen auf steuerpflichtige Konten zu ermöglichen, stellte das Unternehmen später fest, dass seine Systeme eine dieser Optionen wie geplant nicht verarbeiten konnten, und informierte nicht alle betroffenen Kunden ordnungsgemäß über die Änderung.

Die Börsen stellten zudem eine uneinheitliche Behandlung unter den Kunden fest; das Unternehmen räumte später einen Personalmangel ein, um die daraus entstandenen Probleme zu beheben.

Über die NISA-Probleme hinaus identifizierte die Untersuchung weitere Mängel, darunter die Weigerung des Unternehmens, bestimmte Übertragungsanträge für Aktien und Investmentfonds zu bearbeiten, Lücken bei der Prüfung verdächtiger Transaktionen sowie mehrere Defizite in den Systemen für Cybersicherheit und IT-Risikomanagement.

Die Börsen kamen zu dem Schluss, dass diese Versäumnisse auf Schwächen in den breiteren Geschäfts- und internen Managementsystemen von Moomoo Securities Japan zurückzuführen seien, die nach ihrer Einschätzung Wachstum über Compliance und Kundenschutz stellten.