NachrichtenMakroKommentar: Trump eskalierte Iran-Krieg, um ein Eingeständnis des Scheiterns zu vermeiden

Kommentar: Trump eskalierte Iran-Krieg, um ein Eingeständnis des Scheiterns zu vermeiden

Autor: Rawstory·

Wichtige Erkenntnisse

  • Trump hat öffentlich gesagt, Gen. Dan Caine habe geglaubt, der Krieg gegen Iran sei leicht zu gewinnen.
  • The New York Times berichtete, Caine habe privat eine gegenteilige Einschätzung des Konflikts vermittelt.
  • Alissa Valdes-Rodriguez argumentierte, Trumps anhaltende Eskalation spiegele eine mangelnde Bereitschaft wider, ein Scheitern einzugestehen.
  • Valdes-Rodriguez bezeichnete die Strategie als unwirksam bei der Verringerung wirtschaftlicher Schäden oder der Verhinderung von US-Opfern.
Kommentar: Trump eskalierte Iran-Krieg, um ein Eingeständnis des Scheiterns zu vermeiden

Präsident Donald Trump hat seinen äußerst unpopulären Krieg gegen Iran weiter eskaliert, trotz wiederholter Warnungen seines ranghöchsten Militärberaters, heißt es in einer Analyse, die argumentiert, der „gescheiterte“ Ansatz des Präsidenten werde von seiner Angst angetrieben, „eine Sache“ einzugestehen.

Trump sagte, Gen. Dan Caine, der Vorsitzende der Joint Chiefs of Staff, habe geglaubt, der US-Krieg gegen Iran werde „something easily won“ sein. Allerdings berichtete The New York Times, dass Caine privat die gegenteilige Ansicht geäußert habe. Dennoch hat Trump den Konflikt weiter verschärft.

Der Gegensatz zwischen Trumps öffentlicher Darstellung und den berichteten privaten Warnungen des ranghöchsten Militäroffiziers des Landes steht im Zentrum der Kritik der Journalistin Alissa Valdes-Rodriguez. Ihr Kommentar beschreibt die Auseinandersetzung nicht nur als taktische Meinungsverschiedenheit, sondern als Frage, ob der Präsident bereit ist anzuerkennen, dass die Strategie nicht die von ihm versprochenen Ergebnisse liefert.

„He got told the plan failed and his response was to order more of the plan and lie,“ schrieb Valdes-Rodriguez in einem am Samstag auf ihrem Substack veröffentlichten Kommentar. „That’s not strategy. That’s a man who heard 'you’re going the wrong way' and pressed harder on the gas so he wouldn’t have to feel the unbearable sensation of pulling over because he f----- up.“

Valdes-Rodriguez argumentierte, Trump halte an dem fest, was sie als „gescheiterte“ Eskalationsstrategie bezeichnete, obwohl diese wenig dazu beigetragen habe, die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges zu verringern oder US-Opfer zu verhindern. Ihrer Ansicht nach läuft die Entschlossenheit des Präsidenten, den Konflikt fortzusetzen, auf seinen Versuch hinaus, „eine Sache“ zu vermeiden.

„The war is not continuing because it can be won,“ schrieb Valdes-Rodriguez. „Everybody who would know says it can’t.“

Anschließend ging sie darauf ein, warum Trump aus ihrer Sicht eine Kurskorrektur verweigert.

„The war is continuing because stopping it would require Donald Trump to admit to Donald Trump that it didn’t work, and admitting it didn’t work would require him to admit that he didn’t work, and that – that little sentence, ‘I was wrong’ — is the one thing this man has spent seventy-some years of his life building an entire personality to avoid ever having to say.“

Valdes-Rodriguez fuhr fort: „He would genuinely rather do this. Destroy the global economy. Ruin your life. Kill your daughters and sons. He would rather do all of this than feel that for four seconds.“