Trumps riesiges Ego könnte ihm zum Verhängnis werden — und die Geschichte beweist es, argumentiert ein MS NOW-Kolumnist
Wichtige Erkenntnisse
- •Hayes Browns MS NOW-Kolumne sagt, Trumps Selbstvertrauen in seiner zweiten Amtszeit sei ungewöhnlich größenwahnsinnig und historisch aufgeladen.
- •Trump soll Vergleiche mit Figuren wie Alexander the Great, Julius Caesar, William the Conqueror, Adolf Hitler, Mao Zedong und Joseph Stalin begrüßt haben.
- •Brown argumentiert, Trumps Umfeld bestehe aus Loyalisten, und die von Trump zitierte Rangliste sei nicht von einem Historiker, sondern vom früheren Golf-Caddie eines seiner Vertrauten erstellt worden.
- •Die Kolumne sagt, der Iran-Konflikt vom Juni 2025 und sinkende Zustimmungswerte zeigten die Grenzen von Trumps Macht.
- •Brown sagt, die Zwischenwahlen 2026 würden der erste landesweite Wahltest von Trumps Stellung in seiner zweiten Amtszeit sein.

Das Ego von Präsident Donald Trump hat in seiner zweiten Amtszeit what ein neuer MS NOW-Beitrag als gigantisch und beispiellos beschreibt — und, so der Autor, könnte genau dieses Maß an Hybris direkt zu seinem Untergang führen, so wie es bei Führern im Laufe der Geschichte geschehen ist.
Laut der Kolumne von Hayes Brown, einem Meinungsautor bei MS NOW — dem kürzlich umbenannten MSNBC-Sender — und am Sonntagmorgen veröffentlicht, ist Trumps Selbstbild, obwohl nie bescheiden, seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus im vergangenen Jahr stark gewachsen; der Präsident soll nun glauben, er gehöre zu den folgenreichsten Menschen der Geschichte.
Die Autoren der neuen Trump-Enthüllung "Regime Change" schildern einen Besuch im Oval Office, bei dem Trump eine Theorie eines Vertrauten wiedergab, die ihn neben "Alexander the Great, Julius Caesar, William the Conqueror, Adolph Hitler, Mao Zedong, [and] Joseph Stalin" stellte. Obwohl viele dieser Männer brutale Diktatoren waren, soll Trump erfreut gewesen sein, in ihre Reihe gestellt zu werden; die Autoren erklären, er habe "drew no distinction between those who built and those who destroyed", als er sich mit Personen verglich, die die Geschichte umgeformt haben.
Brown argumentierte, Trump habe "doesn't appear to have considered the losses of the historical figures on his list", von denen viele einen Niedergang erlitten, der eine direkte Folge ihrer "hubris" und ihres "overreach" gewesen sei.
"I'd argue then that Trump's list is missing a name that would better contextualize the central flaw in Trump's self-aggrandizement: Ramses II," schrieb Brown. "The pharaoh was the most powerful ruler of the most powerful epoch of ancient Egypt. Today, though, he may be better remembered as the subject of Lord Byron's poem 'Ozymandias'/Ozymandias). The poet described a ruined, broken monument, surrounded by empty desert, atop a pedestal inscribed with the words 'My name is Ozymandias, king of kings: Look on my works, ye Mighty, and despair!'" Ramses II — bekannt als "Ramses the Great" — herrschte im 13. Jahrhundert v. Chr. rund sechs Jahrzehnte lang über Ägypten und zählte zu dessen produktivsten Bauherren; er errichtete Monumente von Abu Simbel bis zum Ramesseum, dessen zerbrochener Koloss weithin als Inspiration für das Gedicht gilt.
Er fuhr fort: "Because if there is a common thread that unites Trump with many of the most powerful leaders throughout history, it's hubris. The unbounded pride and willingness to place themselves above all others, even the gods, has been the downfall of enough mortals that the ancient Greeks framed it as a king's greatest sin. Trump apparently sees himself as mightier than any man who's ever walked the globe. His belief [is] based on flattery and self-deception, a combination that has felled more would-be tyrants and despots than any one list can hold."
Brown merkte außerdem an, dass die "best leaders have people around them to bring them back to Earth" — etwas, womit Trump nach seiner Einschätzung kaum Erfahrung habe, da sein aktuelles Personal nahezu ausschließlich aus "'yes men' and sycophants" bestehe. Auch die historische Rangliste, die Trump so gern anführt, sei offenbar das Ergebnis eben dieses Kreises von Schmeichlern: Während Trump sie einem "historian" zugeschrieben habe, sei sie laut dem Beitrag tatsächlich vom früheren Golf-Caddie eines seiner Vertrauten zusammengestellt worden, der sich selbst als "history buff" bezeichnet.
Die Kolumne verweist auf den Zusammenbruch von Trumps Krieg mit dem Iran als Beleg dafür, wohin eine solche Hybris führt. Gemeint ist der Konflikt im Juni 2025, der mit Israels Luftkampagne gegen den Iran begann und bei dem US-Streitkräfte iranische Nuklearanlagen angriffen, bevor später in demselben Monat eine von Trump selbst verkündete Waffenruhe in Kraft trat. Der Krieg begann, als Trump auf dem Höhepunkt seiner Macht zu stehen schien, zeigte jedoch, dass alle Macht der Welt offenbar nicht ausreichte, um ihm den einfachen Sieg zu verschaffen, den er wollte, während der Konflikt zugleich seine Zustimmungswerte bei den Wählern sinken ließ.
"While he's tried to slough off any blame for a potential shellacking in the midterms for Republicans, his unpopularity and looming lame duck status portend a second half of his term lacking the same unfettered use of his power," suggested Brown. Die Zwischenwahlen 2026 werden den ersten landesweiten Wahltest dieser zweiten Amtszeit bilden.