NachrichtenMakroTrump kündigt neue Arzneimittelpreis-Abkommen mit Bayer, Takeda, CSL und mittelgroßen Biotech-Firmen an

Trump kündigt neue Arzneimittelpreis-Abkommen mit Bayer, Takeda, CSL und mittelgroßen Biotech-Firmen an

Autor: Investinglive·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die neuen Abkommen dürften Bayer, Takeda, CSL und mehrere mittelgroße Biotech-Firmen zu einer bestehenden Gruppe von 17 großen Pharmaunternehmen hinzufügen, die bereits frühere freiwillige Vereinbarungen unterzeichnet haben.
  • Die teilnehmenden Unternehmen würden die Most-Favored-Nation-Preisgebung auf ambulante Arzneimittel in den Medicaid-Programmen der Bundesstaaten ausweiten, ausgerichtet an niedrigeren Preisen in Ländern wie Kanada, Deutschland, Frankreich, Japan und dem Vereinigten Königreich.
  • Einige Medikamente könnten über TrumpRx direkt an selbstzahlende Patienten verkauft werden, unter Umgehung von Versicherern und Pharmacy-Benefit-Managern, während die Hersteller im Gegenzug Zollschutz erhalten könnten.
  • Die Regierung schätzt, dass die Initiative den Bundes- und Landes-Medicaid-Programmen über zehn Jahre rund 64,3 Milliarden US-Dollar sparen könnte.
  • Analysten erwarten eine beherrschbare kurzfristige Gewinnwirkung für die Pharmaunternehmen; das größere Risiko ergäbe sich erst, wenn die MFN-Preisgebung auf Medicare und private Versicherungen ausgeweitet würde.
Trump kündigt neue Arzneimittelpreis-Abkommen mit Bayer, Takeda, CSL und mittelgroßen Biotech-Firmen an

Präsident Trump wird heute voraussichtlich eine weitere Runde freiwilliger Arzneimittelpreis-Abkommen ankündigen, diesmal mit Beteiligung von Bayer, Takeda, CSL und mehreren mittelgroßen Biotech-Unternehmen. Die Aufnahme von Bayer (Deutschland), Takeda (Japan) und CSL (Australien) neben mittelgroßen US-Biotechs würde die Initiative der Regierung über die großen amerikanischen und europäischen Pharmaunternehmen hinaus erweitern, die frühere Abkommen unterzeichnet haben.

Im Rahmen der Abkommen wird erwartet, dass die teilnehmenden Pharmaunternehmen die „Most-Favored-Nation“-Preisgebung (MFN) auf ambulante Arzneimittel ausweiten, die über die Medicaid-Programme der Bundesstaaten erworben werden. Die Preise würden stärker an die niedrigeren Beträge gekoppelt, die in anderen entwickelten Ländern gezahlt werden, darunter Kanada, Deutschland, Frankreich, Japan und das Vereinigte Königreich. MFN-Preise sind seit Trumps erster Amtszeit ein zentrales Thema seiner Arzneimittelpreispolitik: Eine Executive Order aus dem Jahr 2020 zielte darauf ab, bestimmte Medicare-Arzneimittelzahlungen an die niedrigsten Preise vergleichbarer entwickelter Länder zu koppeln; die aktuelle Runde freiwilliger Abkommen verlagert diesen Ansatz hin zu ausgehandelten Vereinbarungen mit einzelnen Herstellern statt einseitigen Vorschriften.

Zudem könnten einige Unternehmen ausgewählte Medikamente über TrumpRx direkt an selbstzahlende Patienten abgeben – ein Vertriebsweg, der Versicherungen und Pharmacy-Benefit-Manager umgeht. Im Gegenzug könnten die teilnehmenden Hersteller Schutz vor Pharmazöllen und möglicherweise weitere regulatorische Vorteile erhalten. Die Zolldrohung war ein zentrales Druckmittel der Regierung in den Verhandlungen: Trump hat separat mit Zöllen auf Pharmainporte gedroht, falls die Unternehmen keine weitere Produktion in die Vereinigten Staaten verlagern.

Die Regierung Trump hat bereits ähnliche Abkommen mit 17 großen Pharmaunternehmen abgeschlossen, darunter Pfizer, Eli Lilly, Merck, Amgen, Johnson & Johnson, Novo Nordisk und AstraZeneca. Die Regierung schätzt, dass die breiter angelegte Initiative den Bundes- und Landes-Medicaid-Programmen über 10 Jahre hinweg rund 64,3 Milliarden US-Dollar sparen könnte. Medicaid, das gemeinsame Bundes- und Landesprogramm, das zig Millionen einkommensschwache Amerikaner abdeckt, hat wegen gesetzlicher Rabattanforderungen historisch niedrigere Nettopreise gezahlt als andere Kostenträger – ein Grund, warum Analysten die zusätzlichen Umsatzauswirkungen der MFN-Medicaid-Preise als begrenzt einschätzen.

Die unmittelbaren Vorteile der neuen Regelung konzentrieren sich offenbar auf die Medicaid-Programme und auf Personen, die ausgewählte Medikamente direkt bar bezahlen. Die Ankündigung bedeutet nicht zwangsläufig, dass Medicare-Versicherte oder privat Versicherte sofort niedrigere Preise sehen werden.

Für die Pharmaunternehmen selbst wird die kurzfristige Auswirkung auf die Gewinne als beherrschbar eingeschätzt. Medicaid macht nur einen Teil des US-Marktes aus, und die Unternehmen gewähren Medicaid-Empfängern bereits Rabatte auf ihre Arzneimittel. Eine Zollentlastung würde zudem einen Teil der Preissenkungen ausgleichen (Zölle erhöhen Preise). Das größere Gewinnrisiko entstünde, falls die MFN-Preisgebung schließlich auf Medicare und private Versicherungen ausgeweitet würde. Ob die Regierung eine solche Ausweitung versucht – und ob sie wahrscheinlichen rechtlichen und branchenbezogenen Herausforderungen standhalten könnte – ist eine zentrale Frage für die nächste Phase der Initiative.

In anderen Äußerungen sagte Trump:

  • Warsh wird tun, was er tun muss; die Zinssätze sind zu hoch
  • Die Angriffe auf den Iran werden begrenzt sein
  • Der Hormus befindet sich in äußerst gutem Zustand
  • Viel Öl kommt aus dem Hormus
  • Durchschnittlich 30 Schiffe passieren pro Nacht den Hormus