NachrichtenMakroTrump fordert die Fed zur Zinssenkung auf – sonst will er den Handel mit Defizitländern stoppen

Trump fordert die Fed zur Zinssenkung auf – sonst will er den Handel mit Defizitländern stoppen

Autor: ForexLive·

Wichtige Erkenntnisse

  • US-Arbeitgeber schufen im August 162.000 Stellen – eine Zahl, die laut Trump die Prognosen übertraf.
  • Trump drohte, den Handel mit Ländern einzustellen, die Überschüsse gegenüber den USA erzielen, falls die Fed die Zinsen nicht senkt.
  • Trump behauptete, die Zollentscheidung des Supreme Court habe die präsidentielle Befugnis anerkannt, den Handel mit Defizitländern zu stoppen.
  • Der Dollar gab den Großteil seiner Gewinne ab, da Anleger den Arbeitsmarktbericht als weniger restriktiv als erwartet einschätzten.
  • Trumps Erklärung setzt ein Muster öffentlichen Drucks auf die Fed fort, die der Kongress als unabhängig von der Exekutive konzipiert hat.
Trump fordert die Fed zur Zinssenkung auf – sonst will er den Handel mit Defizitländern stoppen

US-Präsident Donald J. Trump hat nach dem heutigen Arbeitsmarktbericht erneut eine scharfe Forderung an die Federal Reserve gerichtet, mit der Aufforderung an die Notenbank, die Zinsen zu senken, und der Androhung, den Handel mit Ländern einzustellen, die Überschüsse gegenüber den Vereinigten Staaten erzielen. Die Erklärung ist die jüngste in einer Reihe öffentlicher Appelle des Präsidenten für eine lockerere Geldpolitik und setzt ein Muster des Drucks auf die Fed fort, das Aufmerksamkeit erregt hat, da die Notenbank vom Kongress so konzipiert wurde, dass sie ihre Politik unabhängig von der Exekutive gestaltet.

In seiner Erklärung feierte der Präsident die August-Zahlen zum Arbeitsmarkt mit den Worten:

Great jobs number just announced, breaking all estimates (except mine!) by double and triple - And you haven't seen anything yet! EMPLOYERS ADDED 162,000 JOB IN AUGUST. Lower the interest rates because the U.S.A. is a much stronger credit than it was just a short time ago! A STRONG COUNTRY MEANS A LOWER INTEREST RATE - IT'S A BETTER CREDIT…Very simple! We should have the LOWEST RATE of any country in the World, like "the old days." Without the United States agreeing to allow them their big surpluses, and we could stop that immediately, they would no longer be considered financially ELITE! LOWER THE RATE OR I'LL STOP TRADING WITH COUNTRIES WITH WHICH WE HAVE A DEFICIT, which the U.S. Supreme Court, in its ridiculous and very costly Tariff decision, strongly acknowledged "the President" has an absolute right to do. ITS BETTER THAN TARIFFS! The Fed Board, with its great new leader, must get smart - BE PATRIOTS for a change. High interest rates put the U.S.A. at a very unfair disadvantage, and I won't allow that to happen!

— Präsident DONALD J. TRUMP

Trump argumentierte, die stärkere Wirtschaft rechtfertige niedrigere Kreditkosten, und behauptete, die Vereinigten Staaten sollten den niedrigsten Zinssatz aller Länder der Welt haben. Er führte zudem an, dass Handelspartner ihren Status als „finanziell ELITE“ der amerikanischen Duldung ihrer Überschüsse verdankten – eine Duldung, die sofort beendet werden könnte –, und dass ein Handelsstopp mit Defizitländern Zöllen vorzuziehen wäre.

Der Präsident führte weiter aus, die Zollentscheidung des Supreme Court habe die Befugnis des Regierungschefs zu einem solchen Vorgehen anerkannt, und er mahnte das Fed-Board und dessen neue Führung, „Patrioten“ zu sein und zu handeln. Hohe Zinssätze versetzten die USA in einen sehr unfairen Nachteil, den er nicht weiter zulassen werde.

Die Marktreaktion war deutlich: Der US-Dollar hat den Großteil seiner Gewinne abgegeben, da Anleger die Arbeitsmarktdaten als weniger restriktiv interpretieren als zunächst erwartet. Arbeitsmarktberichte gehören zu den Datenpunkten, die das Federal Open Market Committee bei der Festlegung des Leitzinses berücksichtigt, und Anleger verfolgen solche Veröffentlichungen aufmerksam, um Hinweise auf die wahrscheinliche Richtung der Politik bei kommenden Sitzungen zu erhalten.

Quelle: ForexLive