Neu enthüllte E-Mails zeigen Details zur Kampagne des Weißen Hauses, Colorado wegen der Inhaftierung von Tina Peters zu bestrafen
Wichtige Erkenntnisse
- •E-Mails zeigen, dass das Weiße Haus eine Dringlichkeitskonferenz mit fünf Bundesbehörden abhielt, um Möglichkeiten zur Kürzung der Bundesunterstützung für Colorado zu prüfen.
- •Am nächsten Tag gaben Bundesbehörden die Streichung von Bundeszuschüssen in Höhe von Hunderten Millionen Dollar für Projekte in Colorado bekannt.
- •Zu der berichteten Druckkampagne gehörten auch Kürzungen bei Verkehrsmitteln und Maßnahmen gegen ein Wissenschaftslabor in Colorado.
- •Colorados Gouverneur Jared Polis wandelte Peters’ Strafe später im Mai um, nachdem er unter Druck geraten war.
- •Die neu veröffentlichte E-Mail der Sonderassistentin des Weißen Hauses, Emily Underwood, verstärkt die Fragen, ob die Maßnahmen der Regierung koordiniert waren.

Im August 2025 — also etwa sieben Monate nach Beginn seiner zweiten Präsidentschaft — drohte Donald Trump den Behörden in Colorado mit „harten Maßnahmen“, falls sie die ehemalige Mesa County Clerk Tina Peters nicht aus dem Gefängnis entließen. Sie verbüßte dort eine Strafe wegen strafrechtlicher Vorwürfe im Zusammenhang mit ihren Versuchen, das Ergebnis der Präsidentschaftswahl 2020 umzustürzen. Neu bekannt gewordene E-Mails werfen nach Angaben von Steve Benen von MS NOW Licht auf die Schritte, die Trump unternahm, um den Bundesstaat Colorado wegen Peters’ Inhaftierung zu bestrafen.
Der Journalist Kyle Griffin hob Benens Meinungskolumne vom 17. August in einem Beitrag auf X, früher Twitter, hervor:
"Emails revealed in court: As Trump publicly condemned Colorado for incarcerating convicted felon and election denier Tina Peters, the White House organized an urgent 'brainstorm call' with five federal agencies — with the goal of exploring ways to curtail federal support to Colorado. The next day, federal agencies announced they were canceling hundreds of millions of dollars in federal grants for Colorado projects."
In seiner Kolumne schreibt Benen, dass das Ausmaß, in dem Trump es mit der Bestrafung Colorados wegen Peters „ernst“ meinte, „noch immer deutlicher wird“.
Unter Verweis auf einen Bericht der New York Times schreibt Benen:
"The New York Times reported, late last week, for example, that as Trump publicly condemned the Rocky Mountain State for incarcerating a convicted felon, the White House organized an urgent 'brainstorm call' with five federal agencies, with the goal of exploring ways to curtail federal support to Colorado," Benen explains. "The meeting, evidently, was a success — at least as far as the administration was concerned."
Trumps "assault against the Democratic-run state", so Benen, reichte von der Streichung von Mitteln für den Verkehr bis hin zu Maßnahmen, um „ein renommiertes Wissenschaftslabor in Colorado zu zerschlagen“.
"But while the pattern is not new, what is new is the newly disclosed document: We're now aware of an e-mail, sent by White House special assistant Emily Underwood just days after the president published a series of messages related to Peters, which reinforces rather obvious suspicions that the administration's campaign against Colorado was not a mere coincidence: Team Trump set out to punish the state, and then took a variety of steps to execute that plan ... It's worth emphasizing that the gambit — what was effectively an extortion plot, hatched by the White House against an American state — proved effective."
Benen fährt fort: "In mid-May, Polis succumbed to pressure and announced his commutation for Peters, a convicted felon who illegally tried to use her office in pursuit of pro-Trump election conspiracy theories. But the fact that the scheme worked doesn't make it any more defensible."
Die Episode zeigt, wie ein Streit um die Inhaftierung einer einzelnen Staatsbeamtin rasch zu einer bundesstaatlichen Auseinandersetzung wurde, bei der die Streichung von Zuschüssen und andere Finanzierungsmaßnahmen Folgen weit über Peters’ Fall hinaus hatten. Sie erklärt auch, warum die neu bekannt gewordenen E-Mails wichtig sind: Sie liefern zusätzliche Dokumentation für die Frage, ob die Maßnahmen der Regierung als koordinierte Druckkampagne und nicht als isolierte Reaktionen zu verstehen sind.
Quelle: Alternet