Trumps „becocked“-Bemerkung im Federal-Reserve-Interview löst sprachliche Debatte aus
Wichtige Erkenntnisse
- •Präsident Trump verwendete im Interview mit Jake Sherman von Punchbowl den obskuren Begriff „becocked“, um die Federal Reserve zu beschreiben.
- •Im Interview ging es darum, ob der neu ernannte Fed-Chef Kevin Warsh vor der Wahl auf Zinserhöhungen verzichten sollte.
- •Mehrere Journalisten und Analysten vermuteten, Trump habe das jiddische Wort „fakakta“ gemeint, das umgangssprachlich etwas als kaputt oder unsinnig beschreibt.
- •Trump äußerte Frustration darüber, dass starke Konjunkturdaten heute Markterwartungen höherer Zinsen statt niedrigerer Kreditkosten auslösen.
- •Trump kommentiert und kritisiert die geldpolitischen Entscheidungen der Federal Reserve seit Langem öffentlich.

Präsident Donald Trump zog am Freitagmorgen große Aufmerksamkeit auf sich, als er das obskure Wort „becocked“ verwendete, um seine Frustration mit der Federal Reserve auszudrücken, und damit Journalisten und Analysten dazu brachte, zu klären, was er meinte.
Der Moment ereignete sich während eines Gesprächs mit Jake Sherman von Punchbowl, der Trump fragte, ob der neu ernannte Fed-Chef Kevin Warsh vor der Wahl von Zinserhöhungen absehen sollte. Die Frage unterstrich die politisch sensible Natur von Zinsentscheidungen der Fed in Wahlzyklen, wenn selbst der Anschein einer geldpolitischen Ausrichtung an den Vorlieben eines Präsidenten genau beobachtet werden kann, da die Zentralbank gesetzlich verpflichtet ist, unabhängig von politischem Druck zu handeln.
Nach einer kurzen Pause beschrieb der Präsident den Zustand der Federal Reserve als „becocked“.
„You know in the old days... if you announced good numbers, interest rates went down because you were better credit“, sagte Trump. „Makes sense, right? Now you are becocked — now it's all a different thing. If you announce great numbers, everybody is depressed.“
Trump schien sich auf die übliche Logik zu beziehen, wonach stärkere wirtschaftliche Fundamentaldaten das Kreditprofil eines Landes verbessern und möglicherweise die Kreditkosten senken können. Seine Beschwerde spiegelt eine breitere Frustration wider, die er geäußert hat, wenn Märkte auf robuste Daten mit höheren statt niedrigeren Zinsen reagieren.
Der ungewohnte Begriff verwirrte die Zuschauer rasch und löste Reaktionen in sozialen Medien und in der Presse aus.
„The Fed is now 'becocked?'“, fragte Bloomberg-Reporterin Annmarie Hordern in einem Post auf X.
The Fed is now "becocked?" pic.twitter.com/hATY7xF4od — Annmarie Hordern (@annmarie) August 7, 2026
Der Analyst Tommy Christopher, der für The Jim Acosta Show schreibt, vermutete, der Präsident habe möglicherweise nach dem jiddischen Wort „fakakta“ gesucht, das umgangssprachlich etwas als kaputt, durcheinander oder unsinnig beschreibt.
„At first, it seemed like maybe he was just eggcorning the word 'fakakta' (and maybe he was)", schrieb Christopher.
Bulwark-Reporter Sam Stein stimmte dieser Deutung zu. „When Trump said 'becocked' ... it was pretty obvious he was searching for 'fakakta' which is yiddish for ridiculous“, schrieb Stein. „Seriously.“
Christopher bot auch eine alternative Erklärung an und wies darauf hin, dass „becocked“ ein altertümliches und selten verwendetes englisches Wort mit einer vulgären Bedeutung ist. Anschließend bemerkte er: „That's a sadly useful word these days.“
Die geldpolitischen Entscheidungen der Federal Reserve sind seit Langem Gegenstand öffentlicher Kommentare von Trump, der die Zentralbank zuvor wegen der Zinshöhe kritisiert hat. Die Wahl von Kevin Warsh zum Fed-Chef erfolgte inmitten einer anhaltenden Debatte über die Ausrichtung der US-Geldpolitik und ihre möglichen wirtschaftlichen und politischen Folgen.