Datenlecks bei Trezor und SafePal legen Daten von 54.000 Nutzern offen; Galaxy sieht nur 10 % Chancen für den CLARITY Act
Wichtige Erkenntnisse
- •Ein neues Datenleck hat persönliche Informationen von rund 54.000 Nutzern der Hardware-Wallet-Anbieter Trezor und SafePal offengelegt.
- •Weder private Schlüssel noch die Sicherheit der Hardware-Wallets wurden kompromittiert, doch die offengelegten Kontaktdaten könnten für Phishing- und Social-Engineering-Angriffe genutzt werden.
- •Trezor hatte Nutzer zuvor vor Phishing-Wellen gewarnt, die auf Sicherheitsverletzungen bei E-Mail-Drittanbietern folgten, darunter ein Vorfall im Jahr 2022 mit dem Newsletter-Verteiler des Unternehmens.
- •Galaxy schätzt, dass der CLARITY Act trotz eines geplanten Treffens im Weißen Haus nur eine Wahrscheinlichkeit von 10 % hat, Gesetz zu werden.
- •Der CLARITY Act passierte im Juli 2025 das US-Repräsentantenhaus, sein Weg durch den Senat bleibt jedoch ungewiss.

Datenlecks betreffen 54.000 Nutzer von Trezor und SafePal
Eine neue Welle von Datenlecks hat Informationen zu rund 54.000 Nutzern von Trezor und SafePal offengelegt und sorgt für Besorgnis über Phishing-Kampagnen gegen Inhaber von Kryptowährungen.
Nach den gemeldeten Vorfällen wurden weder die privaten Schlüssel der Nutzer noch die Sicherheit der Hardware-Wallets kompromittiert. Da Hardware-Wallets private Schlüssel offline auf dem Gerät selbst speichern, können bei solchen Datenpannen offengelegte Kontaktdaten in der Regel nicht unmittelbar für den Zugriff auf Guthaben genutzt werden. Angreifer könnten jedoch die offengelegten persönlichen Daten – etwa Namen, E-Mail-Adressen oder Kontaktdaten – für Social-Engineering-Angriffe nutzen. Sicherheitsexperten empfehlen Nutzern generell, bei unaufgefordert zugesandten Nachrichten wachsam zu bleiben und Wiederherstellungsphrasen der Wallet oder private Schlüssel niemals weiterzugeben.
Das Risiko ist in der Branche gut dokumentiert: Phishing und Social Engineering gehören zu den häufigsten Ursachen, wenn Inhaber von Kryptowährungen Guthaben verlieren, und Angreifer geben sich routinemäßig über gefälschte Benachrichtigungen über Datenpannen, Sicherheitswarnungen und „Entschädigungs“-Angebote als Wallet-Anbieter aus. Trezor hatte Nutzer zuvor vor Phishing-Wellen gewarnt, die auf Sicherheitsverletzungen bei E-Mail-Drittanbietern folgten, darunter ein Vorfall im Jahr 2022, bei dem der Newsletter-Verteiler des Unternehmens betroffen war. Die jüngsten Vorfälle verdeutlichen erneut die anhaltenden Cybersicherheitsrisiken im Zusammenhang mit externen Dienstleistern und den von ihnen verarbeiteten Kundendaten.
Galaxy sieht geringe Chancen für den CLARITY Act
In einer separaten Entwicklung schätzt Galaxy – das auf Kryptowährungen spezialisierte Finanzdienstleistungsunternehmen unter der Leitung von Mike Novogratz – Berichten zufolge die Wahrscheinlichkeit, dass der CLARITY Act Gesetz wird, trotz eines geplanten Treffens im Weißen Haus auf nur 10 %.
Diese Einschätzung deutet darauf hin, dass das Unternehmen den Aussichten der Gesetzgebung weiterhin zurückhaltend gegenübersteht, während politische Entscheidungsträger die Gespräche über die Zukunft der US-Kryptoregulierung fortsetzen. Der CLARITY Act soll einen klareren regulatorischen Rahmen für digitale Vermögenswerte schaffen, einschließlich der Frage, wie die Aufsichtszuständigkeiten zwischen der SEC und der CFTC aufgeteilt sind und wie ein Token von der Einstufung als Wertpapier zu der als Rohstoff übergehen kann. Das Gesetz passierte im Juli 2025 das US-Repräsentantenhaus, sein Weg durch den Senat bleibt jedoch ungewiss – eine Einschätzung, die sich auch in Bewertungen wie der von Galaxy widerspiegelt.
Cointelegraph berichtete auf X im Rahmen seines wöchentlichen Hodler's Digest über beide Themen:
LATEST: Data leaks expose 54,000 Trezor and SafePal users to phishing scams and the CLARITY Act odds are just 10% says Galaxy despite a planned White House meeting. More on Hodler's Digest this week: pic.twitter.com/ziUtUgHmhj
— Cointelegraph (@Cointelegraph), August 17, 2026
Sicherheit und Regulierung bleiben im Fokus
Die jüngsten Entwicklungen unterstreichen zwei zentrale Themen, die die Kryptobranche prägen: den Schutz der Nutzer vor zunehmend ausgefeilten Phishing-Angriffen und das Erreichen größerer regulatorischer Klarheit.
Während Wallet-Anbieter ihre Sicherheitsmaßnahmen weiter verstärken, werden Nutzer dazu angehalten, alle Kommunikationen sorgfältig zu überprüfen und sich ausschließlich auf offizielle Kanäle zu verlassen. Gleichzeitig werden Marktteilnehmer das geplante Treffen im Weißen Haus und den Umgang des Senats mit dem CLARITY Act weiterhin auf Anzeichen für Fortschritte bei der Kryptoregulierung beobachten.
Quelle: CoinoMedia