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Binance erobert die Führung beim Open Interest der Bitcoin-Futures zurück, während sich institutionelle Basisgeschäfte abbauen

Autor: CryptoMeter io·

Wichtige Erkenntnisse

  • Binance hat den ersten Platz beim Open Interest der Bitcoin-Futures zurückerobert und damit CME überholt, die diese Kennzahl seit Ende 2023 angeführt hatte.
  • Das durchschnittliche Open Interest der Bitcoin-Futures an der CME fiel im März unter 8 Milliarden US-Dollar und Anfang April auf rund 7,2 Milliarden US-Dollar, da eine verengte Futures-Prämie Basisgeschäfte weniger rentabel machte.
  • Die Stärke von Binance im Derivatebereich beruht auf nativen Krypto-Tradern, die Hebel, Volatilität und kurzfristige direktionale Engagements verfolgen, statt auf Arbitrage, die von einer breiten Futures-Prämie abhängt.
  • Binance belegte in der ersten Jahreshälfte 2026 den ersten Platz beim durchschnittlichen täglichen Open Interest im Derivatebereich, gefolgt von CME auf Rang zwei, wobei CME gemessen am Handelsvolumen weiterhin einen größeren Anteil an ausstehenden Positionen hielt.
  • Sollte sich das Open Interest der CME gemeinsam mit einer breiteren Futures-Basis wieder aufbauen, könnte dies darauf hindeuten, dass größere institutionelle Anleger auf den Markt zurückkehren.
Binance erobert die Führung beim Open Interest der Bitcoin-Futures zurück, während sich institutionelle Basisgeschäfte abbauen

Binance hat den ersten Platz beim Open Interest der Bitcoin-Futures zurückerobert – dem Wert der ausstehenden und noch nicht geschlossenen Kontrakte, abgegrenzt vom Handelsvolumen, das die den Besitzer wechselnden Kontrakte zählt. Diese Verschiebung unterstreicht ein verändertes Gleichgewicht zwischen institutionellem Handel und Handel durch native Krypto-Teilnehmer. Die Entwicklung spiegelt einen breiteren Rückzug von institutionellen Basisstrategien wider und keinen Einbruch der Nachfrage nach Krypto-Derivaten.

Die Abkehr von CME

CME, die von der CFTC regulierte US-Terminbörse, deren bar abgerechnete Bitcoin-Kontrakte zu einem Standardinstrument für institutionelle Engagements wurden, führte das Open Interest der Bitcoin-Futures seit Ende 2023 an. Ihr Aufstieg beschleunigte sich nach dem Start US-amerikanischer Spot-Bitcoin-ETFs im Januar 2024, da Institutionen CME-Kontrakte nutzten, um ETF-Engagements abzusichern und die Differenz zwischen Spot- und Futures-Preisen einzustreichen.

Dieses Geschäft hat deutlich an Kraft verloren. Da sich die Futures-Prämie von Bitcoin verengte, bewegte sich die potenzielle Rendite des Cash-and-Carry-Ansatzes – Kauf am Spotmarkt und Verkauf über Futures – immer näher an die Kapitalkosten und das damit verbundene operationale Risiko heran. Branchendaten zufolge fiel das durchschnittliche Open Interest der Bitcoin-Futures an der CME im März unter 8 Milliarden US-Dollar und lag Anfang April bei rund 7,2 Milliarden US-Dollar.

Binance profitierte derweil von einer anderen Art von Nachfrage. Ihr Derivatemarkt zieht Trader an, die Hebel, Volatilität und kurzfristige direktionale Engagements suchen. Da diese Strategien nicht von einer hohen Futures-Prämie abhängen, konnte Binance ein stärkeres Open Interest aufrechterhalten, während sich institutionelle Basisgeschäfte abbauten.

Was diese Rotation bedeutet

Diese Veränderung bedeutet nicht zwangsläufig, dass Institutionen sich von Kryptowährungen abwenden. Vielmehr deutet sie darauf hin, dass eine bedeutende Quelle institutioneller Hebeleffekte an Attraktivität verloren hat.

Jüngste Derivatedaten stützen diese Lesart. Binance belegte in der ersten Jahreshälfte 2026 den ersten Platz beim durchschnittlichen täglichen Open Interest im Derivatebereich, CME blieb Zweiter. Gemessen am Handelsvolumen entfiel auf CME weiterhin ein größerer Anteil an ausstehenden Positionen, was zu längerfristigen institutionellen Absicherungs- und Basisaktivitäten passt.

Das wichtigere Signal liegt daher in der Zusammensetzung der Futures-Nachfrage. Binances Führung verweist auf einen größeren Einfluss aktiver, nativer Krypto-Trader, während der Rückgang der CME zeigt, dass arbitragegebundene institutionelle Positionierungen weniger überzeugend geworden sind.

Für die Bitcoin-Märkte könnte dies eine erhöhte Sensitivität gegenüber kurzfristigem Momentum und Hebeln bedeuten. Die CME bleibt jedoch ein wichtiger Gradmesser für die Risikobereitschaft institutioneller Anleger. Sollte sich ihr Open Interest gemeinsam mit einer breiteren Futures-Basis wieder aufbauen, könnte dies darauf hindeuten, dass größere Anleger zurückkehren, anstatt lediglich die Volatilität für sich zu handeln.