NachrichtenKryptoRoman Storms Tornado-Cash-Neuverhandlung auf April 2027 verschoben

Roman Storms Tornado-Cash-Neuverhandlung auf April 2027 verschoben

Autor: CryptoMeter io·

Wichtige Erkenntnisse

  • US-Bezirksrichterin Katherine Polk Failla verschob Roman Storms Neuverhandlung auf den 26. April 2027.
  • Das Gericht prüft weiterhin Storms Antrag auf Freispruch von seiner bestehenden Verurteilung.
  • Storm wurde im August 2025 wegen Verschwörung im Zusammenhang mit dem Betrieb eines nicht lizenzierten Geldübertragungsgeschäfts verurteilt.
  • Bei den Vorwürfen der Geldwäsche und der Verstöße gegen US-Sanktionen kam keine einstimmige Juryentscheidung zustande; diese werden neu verhandelt.
  • Eine abschließende Vorverhandlung ist für den 20. April 2027 angesetzt, Sachverständigenoffenlegungen beginnen im Februar.
Roman Storms Tornado-Cash-Neuverhandlung auf April 2027 verschoben

Ein US-Bundesrichter hat die Neuverhandlung im Fall von Tornado-Cash-Mitgründer Roman Storm auf den 26. April 2027 verschoben und damit einen Rechtsstreit verlängert, der prägen könnte, wie US-Behörden Entwickler von auf Privatsphäre ausgerichteter Kryptowährungssoftware behandeln.

US-Bezirksrichterin Katherine Polk Failla ordnete die Verschiebung am 25. Aug. an, während das Gericht weiterhin über Storms anhängigen Antrag auf Freispruch berät. Seine Verteidigung hatte mehr Zeit beantragt, während die Staatsanwaltschaft zuvor auf eine Neuverhandlung im Oktober 2026 gedrängt hatte.

Nach dem überarbeiteten Zeitplan ist für den 20. April 2027 eine abschließende Vorverhandlung angesetzt; Offenlegungen zu Sachverständigen beginnen im Februar und verschaffen beiden Seiten zusätzliche Vorbereitungszeit.

Die weiterhin gegen Storm erhobenen Vorwürfe

Storm stand 2025 wegen seiner Rolle bei der Entwicklung von Tornado Cash vor Gericht, einem auf Ethereum basierenden Privacy-Protokoll, das nach Ansicht der Staatsanwaltschaft den Transfer illegaler Gelder erleichtert haben soll.

Eine Jury in Manhattan verurteilte ihn im August 2025 wegen Verschwörung im Zusammenhang mit dem Betrieb eines nicht lizenzierten Geldübertragungsgeschäfts. Bei den Vorwürfen der Geldwäsche und der Verstöße gegen US-Sanktionen konnten sich die Geschworenen jedoch nicht einstimmig einigen.

Diese beiden ungeklärten Anklagepunkte bilden die Grundlage für die geplante Neuverhandlung. Jeder einzelne sieht eine mögliche Höchststrafe von 20 Jahren vor, was dem Verfahren für Storm und die breitere Krypto-Branche erhebliche Bedeutung verleiht.

Ein weiter gefasster Test für den Krypto-Privatsphärenschutz

Storm hat seine bestehende Verurteilung auch mit einem Antrag auf Freispruch angefochten. Das Gericht hörte die Argumente zu diesem Antrag im April 2026, hat jedoch noch keine Entscheidung getroffen.

Der Fall hat große Aufmerksamkeit von Befürwortern des Datenschutzes und Krypto-Entwicklern auf sich gezogen, weil er die Frage aufwirft, wann Softwareentwickler strafrechtlich für die Art und Weise haftbar gemacht werden können, wie Nutzer dezentrale Protokolle einsetzen.

Vorerst bleibt Storms juristischer Kampf bis weit ins Jahr 2027 hinein ungelöst. Der Termin im April könnte sich weiterhin ändern, abhängig von der Entscheidung des Gerichts über seinen Freispruchsantrag.