Tims China verzeichnet 21,7 Prozent Umsatzrückgang im Zuge der Umgestaltung des Filialnetzes
Wichtige Erkenntnisse
- •Der Umsatz im zweiten Quartal 2026 sank im Jahresvergleich um 21,7 Prozent auf 273,4 Millionen RMB, die Systemverkäufe fielen um 15,1 Prozent auf 347,8 Millionen RMB.
- •Tims China eröffnete im Quartal 15 Made-to-Order-Filialen und schloss 13 Non-MTO-Standorte; das Filialnetz umfasste am Ende 1.028 Standorte.
- •Die systemweiten Umsätze vergleichbarer Filialen sanken um 17,8 Prozent, die Umsätze vergleichbarer selbst betriebener Filialen gingen um 17,3 Prozent zurück.
- •Die Zahl der registrierten Mitglieder im Treueclub erreichte zum 30. Juni 37,1 Millionen, ein Anstieg um 41,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
- •Das Unternehmen verzeichnete einen Nettoverlust von 97,4 Millionen RMB, verglichen mit 75,9 Millionen RMB im gleichen Quartal 2025.

Tims China, der Betreiber von Tim Hortons in Festlandchina, Hongkong und Macau, hat für das zweite Quartal 2026 einen Umsatzrückgang gemeldet, während das Unternehmen sein Filialportfolio weiter umgestaltet und auf die schwächere Konsumnachfrage in China reagiert. Das Unternehmen, offiziell TH International Limited, ist seit 2022 an der Nasdaq notiert und hat die Marke Tim Hortons seit der Eröffnung seiner ersten Filiale in Festlandchina im Jahr 2019 in seinen Gebieten aufgebaut.
Der Gesamtumsatz im Quartal zum 30. Juni 2026 belief sich auf 273,4 Millionen RMB (40,3 Millionen US-Dollar) und lag damit 21,7 Prozent unter dem Vorjahresquartal. Die Systemverkäufe sanken um 15,1 Prozent auf 347,8 Millionen RMB (51,3 Millionen US-Dollar).
Im Quartal eröffnete das Unternehmen 15 neue Made-to-Order-Standorte (MTO) und schloss zugleich 13 Non-MTO-Filialen. Es beendete den Zeitraum mit 1028 Filialen, die sich aus 544 selbst betriebenen Filialen und 484 Franchise-Standorten zusammensetzen. Das Muster aus Eröffnungen und Schließungen setzt die Verschiebung des Filialmix des Unternehmens hin zu seinem Made-to-Order-Format fort.
CEO Kwok Wah (John) Cheung bezeichnete das Quartal als „eine Übergangsphase“ und führte die schwächeren Verkäufe auf die Entscheidung des Unternehmens zurück, schwach performende Filialen zu schließen, sowie auf den Druck auf die Umsätze vergleichbarer Filialen. Die systemweiten Umsätze vergleichbarer Filialen sanken um 17,8 Prozent, die Umsätze vergleichbarer selbst betriebener Filialen gingen um 17,3 Prozent zurück. Das Marktumfeld wurde von der raschen Expansion und dem aggressiven Preiswettbewerb unter heimischen Kaffeeketten wie Luckin Coffee und Cotti Coffee sowie vom ungleichmäßigen Konsumverhalten in China geprägt.
„Es ist klar, dass wir unsere Strategie sinnvoll verändern müssen, um Kunden zurückzugewinnen“, sagt Cheung. „Meine Erfahrung sagt mir, dass Kunden reagieren, wenn wir uns auf unsere Kernidentität konzentrieren und konsequent herausragende Produkte und ein herausragendes Gästeerlebnis liefern. Ich habe volles Vertrauen in die Fähigkeit von Tims China, das Geschäft zu verbessern und Marktanteile zurückzugewinnen.“
Trotz des Umsatzrückgangs weitete Tims China sein Treueprogramm weiter aus. Die Zahl der registrierten Mitglieder im Treueclub erreichte zum 30. Juni 37,1 Millionen und lag damit um 41,7 Prozent über dem Vorjahreswert.
Das Unternehmen meldete einen Nettoverlust von 97,4 Millionen RMB (14,4 Millionen US-Dollar), verglichen mit 75,9 Millionen RMB im gleichen Quartal 2025.
Mit Blick nach vorn sagt CFO Albert Li, dass der Erlös aus einer kürzlich abgeschlossenen Tranche von senior besicherten Wandelanleihen über 15,8 Millionen US-Dollar, die an Tim Hortons Restaurants International begeben wurden — Teil von Restaurant Brands International, dem Eigentümer der Marke Tim Hortons —, die laufende Innovation und Investitionen unterstützen wird.
„Mit dem Erlös aus dieser Reihe der geplanten Finanzierung wollen wir unsere Innovation und unser Produktangebot vorantreiben, stärker in Marketingaktivitäten investieren und künftig eine ausgewogenere Entwicklungsstrategie für das Filialnetz verfolgen, indem wir sowohl selbst betriebene als auch Franchise-Filialen eröffnen“, sagt Li.
Das Tempo der Neueröffnungen unter diesem ausgewogenen Eigentümermodell, der Verlauf der Umsätze vergleichbarer Filialen und die Reaktion der Kunden auf verstärktes Marketing und neue Produkte werden in den kommenden Quartalen die deutlichsten Maßstäbe für den Fortschritt der Strategie sein.
Quelle: Global Coffee Report