NachrichtenMakroTim Miller prangert die Kapitulation der Republikaner vor Trump an und verweist auf Senator Cassidys Stimme für AG-Nominierten Blanche

Tim Miller prangert die Kapitulation der Republikaner vor Trump an und verweist auf Senator Cassidys Stimme für AG-Nominierten Blanche

Autor: Alternet·

Wichtige Erkenntnisse

  • Senator Bill Cassidy stimmte für die Bestätigung von Todd Blanche als Generalbundesanwalt, obwohl er zuvor beim Amtsenthebungsverfahren 2021 für eine Verurteilung Trumps gestimmt hatte.
  • Tim Miller vertritt die Ansicht, dass republikanische Abgeordnete zwischen der Furcht vor Trumps Vergeltung bei einer Distanzierung und elektoralen Schäden bei zu enger Bindung an ihn gefangen sind.
  • Todd Blanche diente zuvor als Trumps persönlicher Verteidigungsanwalt, was Bedenken hinsichtlich der Tradition der Unabhängigkeit des Justizministeriums vom Weißen Haus aufwirft.
  • Miller identifiziert ein breiteres Muster republikanischer Senatoren, die bei umstrittenen Abstimmungen einst mit Trump brachen und sich nun seiner anhaltenden Kontrolle über die Partei unterwerfen.
  • Nicole Wallace stellte fest, dass Cassidy anscheinend einräumte, seine Stimme sei nicht die richtige Entscheidung gewesen, aber dennoch damit fortfuhr.
Tim Miller prangert die Kapitulation der Republikaner vor Trump an und verweist auf Senator Cassidys Stimme für AG-Nominierten Blanche

Der ehemalige Bush-Redenschreiber und Bulwark-Podcaster Tim Miller hat die anhaltende Unterordnung der modernen Republikanischen Partei unter Präsident Donald Trump scharf kritisiert und argumentiert, dass republikanische Abgeordnete zwischen der Furcht vor Trumps Vergeltung und den elektoralen Konsequenzen ihrer Treue gefangen bleiben.

In der Sendung MS NOW mit Moderatorin Nicole Wallace hob Miller die jüngste Entscheidung von Sen. Bill Cassidy (R-La.) hervor, für die Bestätigung von Trumps umstrittenem Generalbundesanwalts-Kandidaten Todd Blanche zu stimmen — der zuvor als Trumps persönlicher Verteidigungsanwalt tätig war. Cassidy war einer von sieben republikanischen Senatoren, die beim Amtsenthebungsverfahren im Februar 2021 für eine Verurteilung Trumps stimmten, was seine anhaltende Unterstützung für Trumps Kandidaten besonders bemerkenswert macht. Miller charakterisierte Blanche als jemanden, der während des gesamten Bestätigungsverfahrens offene Loyalität gegenüber Trump an den Tag gelegt habe — eine Dynamik, die angesichts der langjährigen Tradition des Justizministeriums, operativ unabhängig vom Weißen Haus zu agieren, auf Kritik stieß.

Miller argumentierte, dass republikanische Kandidaten sich in einer unhaltbaren Position befänden, die durch ihr eigenes Nachgeben gegenüber dem extremsten Flügel der Partei entstanden sei. Sie fürchteten, dass eine Distanzierung von Trump Vergeltungsmaßnahmen nach sich ziehen würde, während eine zu enge Bindung an ihn das Risiko elektoraler Schäden berge.

„Man hat diese Kandidaten, von denen ich glaube, dass sie Angst haben, dass er sie fertigmacht, wenn sie sich zu sehr von [Trump] entfernen. Aber wenn sie zu sehr an ihm festhalten, verdammen sie sich selbst", sagte Miller. „Die Wirtschaft ist überall schrecklich. Wir haben im letzten Monat Arbeitsplätze verloren. In Kansas ist es wirklich schlimm. In den Plains und im Farmland ist es wirklich schlimm. Und [amtierender Sen.] Roger Marshall (R-Kan.) steht dort und redet davon, ›Trump zu vertrauen. Er war der Beste.' Und ich denke mir: Warum? … Er steht dort und verteidigt den Iran-Krieg. Warum?"

Miller stellte fest, dass die Furcht vor einem Rückschlag der MAGA-Basis Cassidys Unterstützung für Blanche nicht ausreichend erkläre, zumal Trump persönlich in die republikanischen Vorwahlen eingegriffen hatte, um Cassidy aus dem Senat zu drängen.

„Selbstachtung ist ziemlich wichtig", bemerkte Miller. „Cassidy kam heute für mich vor wie ein Mann, der alle Selbstachtung verloren hatte, eine völlig gebrochene Hülle eines Mannes. Das Zitat aus seiner Rede, das mich wirklich getroffen hat, war: ›Die Leute werden mich dafür kritisieren. Das tun sie immer.' Und er macht dieses ›Weh mir'-Ding auf dem Senatsfloor. Als ob: Oh, diese Typen, egal was ich tue, ich werde immer kritisiert. Ich werde immer angeschrien. Also warum das Richtige tun? Warum nicht einfach das Einfache tun? Weißt du, auf diese Weise wird niemand wütend auf mich sein, wenn ich zurück in den Baton Rouge Country Club gehe. Und wenn ich im nächsten Jahr für die Pharmaunternehmen lobbyieren will, wird niemand wütend auf mich sein."

Miller fügte hinzu, dass er in den Reihen der Republikaner ein breiteres Gefühl der Resignation in Regionen verspüre, in denen Trump unbeliebt sei. Das Muster spiegelt eine breitere Dynamik innerhalb der GOP wider, bei der Senatoren, die bei abstimmungen mit hoher Sichtbarkeit einst mit Trump brachen — wie etwa die Verurteilung im Amtsenthebungsverfahren 2021 oder die Opposition gegen umstrittene Kandidaten — sich weitgehend mit seinem anhaltenden Griff auf die Partei abgefunden haben, selbst als einige vor Wiederherausforderungen in umkämpften oder sich wandelnden Wahlkreisen stehen.

Wallace stellte fest, dass Cassidy anscheinend eingeräumt habe, seine Stimme sei nicht der richtige Weg gewesen, er aber dennoch so gehandelt habe.

„Wenn er dachte, dass es das Richtige wäre, hätte er es vor heute auf dem Senatsfloor getan. Er hätte keine große Pressebekanntmachung davor gemacht. Also hat er selbst zu dem Bild von sich als jemandem ohne jede Selbstachtung beigetragen", sagte Wallace.

Quellvideo: youtu.be