Thermische-Kohle-Futures steigen, da sich die chinesische Nachfrage erholt und die indonesische Versorgung beeinträchtigt wird
Wichtige Erkenntnisse
- •Thermische-Kohle-Futures stiegen Ende Juli auf rund 134 $ pro Tonne und erreichten damit ihren höchsten Preis seit mehr als einem Monat.
- •Eine Hitzekuppel über Mittel- und Ostchina erhöhte die strombezogene Kühlnachfrage deutlich und sorgte für neuen Auftrieb bei den Kohlepreisen.
- •Die Kohlevorräte Chinas an den großen Lagerstandorten bleiben erhöht und bieten einen teilweisen Puffer gegen mögliche Preisspitzen trotz steigender saisonaler Nachfrage.
- •Sicherheitsinspektionen nach einem tödlichen Grubenunglück im Mai in der Provinz Shanxi haben das Wachstum der inländischen Kohleproduktion Chinas begrenzt.
- •Trockenheit entlang des Barito-Flusses in Indonesien störte die Kohlschifffahrt und veranlasste einige Bergbauunternehmen, Höhere Gewalt für Exportlieferungen zu erklären.

Thermische-Kohle-Futures stiegen Ende Juli auf rund 134 $ pro Tonne und erreichten damit ihren höchsten Stand seit über einem Monat. Der Preisanstieg wurde durch eine sich verstärkende Kohlenachfrage in China angetrieben, wo ein relativ milder Sommerbeginn in den wichtigsten Verbrauchsregionen deutlich heißerem Wetter wich, was den Einsatz von Klimaanlagen und den Stromverbrauch stark erhöhte.
Mittel- und Ostchina werden von weit verbreiteten heißen und schwülen Bedingungen erfasst, da sich zwei Hochdrucksysteme zu einer Hitzekuppel über der Region vereinigten. Der daraus resultierende Anstieg der Kühlbedarfs hat den Thermischen-Kohle-Preisen neuen Auftrieb verliehen, die zu Saisonbeginn noch verhalten waren.
Trotz des Nachfrageanstiegs bleiben die Kohlevorräte Chinas an den großen Lagerstandorten erhöht und bilden einen teilweisen Puffer gegen Preisspitzen. Die Bestände in wichtigen Kraftwerken und Häfen waren vor der Spitzenlast-Saison im Sommer aufgebaut worden, was die anhaltende Betonung der Energiesicherheit des Landes widerspiegelt.
Gleichzeitig sieht sich die inländische Kohleproduktion in China weiterhin Einschränkungen ausgesetzt, nachdem Ende Mai ein tödliches Grubenunglück in der Provinz Shanxi stattfand, das die Behörden zu umfangreichen Sicherheitsinspektionen in den Bergbaubetrieben veranlasste. Shanxi ist eine der größten kohleproduzierenden Regionen Chinas, und die verschärfte regulatorische Überwachung hat das Produktionswachstum selbst bei steigender saisonaler Nachfrage begrenzt.
Auf der Angebotsseite haben auch Besorgnisse in Indonesien — einem der weltweit größten Exporteure von Thermischer Kohle — die Preise gestützt. Trockenheit hat den Kohltransport auf dem Barito-Fluss in Kalimantan gestört, einer kritischen Transportader für die Kohleexporte des Landes. Berichten zufolge haben einige Bergbauunternehmen für von den niedrigen Wasserständen betroffene Lieferungen Höhere Gewalt erklärt, was das verfügbare Angebot auf dem Seemarkt weiter verknappte.
China ist der weltweit größte Verbraucher und Produzent von Kohle, und Schwankungen in seinen Nachfragemustern haben einen erheblichen Einfluss auf globale Benchmarks für Thermische Kohle. Indonesien gehört weltweit zu den wichtigsten Exporteuren von Thermischer Kohle und bedient wichtige Märkte in ganz Asien. Die aktuelle Dynamik unterstreicht, wie Wettermuster, Bergbausicherheitsvorschriften und logistische Störungen in diesen beiden Ländern Preisen bewegen können, selbst wenn die Vorräte vergleichsweise hoch sind. Die Marktteilnehmer beobachten weiterhin die Dauer der chinesischen Hitzewelle und das Tempo, in dem die erhöhten Bestände abgebaut werden, sowie ob sich die Flussbedingungen in Indonesien ausreichend verbessern, um die Versandströme zu normalisieren.
Quelle: Trading Economics über Hellenic Shipping News.