NachrichtenAktienTchibo erzielt im Geschäftsjahr 2025 zweistelliges Umsatzwachstum trotz Kostendruck

Tchibo erzielt im Geschäftsjahr 2025 zweistelliges Umsatzwachstum trotz Kostendruck

Autor: Global Coffee Report·

Wichtige Erkenntnisse

  • Tchibos Umsatz im Geschäftsjahr 2025 erreichte 3,72 Milliarden Euro (4,32 Milliarden US-Dollar), was einem organischen Wachstum von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
  • Tchibos EBIT sank auf 162 Millionen Euro gegenüber 167 Millionen Euro, hauptsächlich aufgrund von Kaffeesteuereffekten in Deutschland.
  • Die Rohkaffeepreise sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen, begünstigt durch ungünstiges Wetter in wichtigen Anbauregionen wie Brasilien und Vietnam, was die Margen in der gesamten Branche belastet.
  • Für das kommende Jahr erwartet Tchibo ein moderates Umsatzwachstum, aber ein EBIT leicht unter dem Niveau von 2025, da steigende Kosten nicht vollständig über den Preis ausgeglichen werden können.
  • Der Gruppenumsatz von Maxingvest stieg auf 13,57 Milliarden Euro bei einem Gruppen-EBIT von 1,46 Milliarden Euro.
Tchibo erzielt im Geschäftsjahr 2025 zweistelliges Umsatzwachstum trotz Kostendruck

Das deutsche Kaffee- und Konsumgüterunternehmen Tchibo erzielte im Geschäftsjahr 2025 ein zweistelliges Umsatzwachstum; die Muttergesellschaft Maxingvest meldete für diesen Zeitraum einen Umsatz von 3,72 Milliarden Euro (4,32 Milliarden US-Dollar).

Das Kaffeegeschäft war der Haupttreiber der Performance von Maxingvest, obwohl der Kostendruck zunahm und die europäischen Verbraucher vorsichtiger wurden.

Das organische Umsatzwachstum von Tchibo erreichte 12 Prozent im Vergleich zu den 3,36 Milliarden Euro (3,91 Milliarden US-Dollar) im Geschäftsjahr 2024. Dieses Ergebnis sticht in einem europäischen Kaffeemarkt heraus, in dem die Rohkaffeepreise in den vergangenen Jahren stark gestiegen sind – unter anderem aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen in wichtigen Anbauregionen wie Brasilien und Vietnam –, was die Margen in der gesamten Röst- und Einzelhandelskette belastet.

Obwohl der Umsatz stieg, geriet die Profitabilität unter Druck: Tchibo meldete ein EBIT von 162 Millionen Euro (188,3 Millionen US-Dollar) gegenüber 167 Millionen Euro (194,11 Millionen US-Dollar) im Vorjahr – ein Rückgang, der größtenteils auf Kaffeesteuereffekte zurückzuführen ist. In Deutschland unterliegt Kaffee einer speziellen Verbrauchsteuer, die auf mehr als zwei Jahrhunderte zurückgeht; Änderungen in ihrer Behandlung können die ausgewiesenen Ergebnisse der Röster erheblich beeinflussen.

Das in Hamburg ansässige Unternehmen bleibt eines der größten Kaffeeunternehmen Europas und betreibt in der Region Hunderte von Geschäften und Kaffeebars. Sein Non-Food-Einzelhandelsmodell, bei dem neben Kaffee regelmäßig wechselnde Haushalts- und Konsumprodukte verkauft werden, hebt es seit langem von reinen Kaffeeröstern ab, wobei seine Performance eng an die Konsumstimmung im Kernmarkt Deutschland gekoppelt bleibt.

Für das kommende Jahr prognostiziert Tchibo ein moderates Umsatzwachstum, erwartet jedoch ein EBIT leicht unter dem Niveau von 2025, da steigende Betriebskosten und höhere Einkaufspreise nicht vollständig durch Preismaßnahmen ausgeglichen werden können. Die Fähigkeit des Unternehmens, Kosten an vorsichtige Verbraucher weiterzugeben, wird ein wichtiger Beobachtungsfaktor sein – ebenso wie die allgemeine Entwicklung der Rohkaffeepreise und etwaige Änderungen bei der deutschen Kaffeesteuer.

Auf Gruppenebene verzeichnete Maxingvest – das auch eine Mehrheitsbeteiligung an der Muttergesellschaft der Hautpflegemarke Nivea hält – einen Gesamtumsatzanstieg auf 13,57 Milliarden Euro (15,77 Milliarden US-Dollar), während das Gruppen-EBIT auf 1,46 Milliarden Euro (1,7 Milliarden US-Dollar) stieg.