Verdächtiger nach tödlichem Schusswaffenangriff auf Rave in der Schweiz festgenommen – ein Toter, fünf Verletzte
Wichtige Erkenntnisse
- •Die Polizei nahm in der Nacht einen 43-jährigen Schweizer fest, nachdem es bei einem Rave in Aarau zu einer Schießerei mit einem Toten und fünf Verletzten gekommen war.
- •Eine 22-jährige Frau starb am Tatort, fünf Opfer im Alter von 24 bis 27 Jahren mussten mit leichten bis schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.
- •Die Ermittler gehen von einem Einzeltäter aus, ein mögliches Motiv ist weiterhin Gegenstand der Untersuchung.
- •Die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni erklärte, dass die getötete Frau und zwei weitere Opfer italienische Staatsbürger waren.
- •Derartige Schussgewalt ist in der Schweiz selten, obwohl das Land eine relativ hohe Rate an privatem Waffenbesitz aufweist.

Polizisten sicherten den Bereich hinter einem Plakat, das für den Rave warb, bei dem es in Aarau in der Nordwestschweiz am 30. August zu einer Schießerei kam. Bei dem Angriff auf einer Rave-Party in der Nordwestschweiz wurde ein Mensch getötet und fünf weitere teils schwer verletzt, wie die lokale Polizei mitteilte. AFP-Yonhap
GENF — Nach einer Schießerei auf einem Rave in der Nordwestschweiz am Wochenende, bei der ein Mensch starb und fünf weitere verletzt wurden, wurde ein Verdächtiger festgenommen, wie die Polizei am Montag mitteilte.
Der 43-jährige Schweizer wurde in der Nacht festgenommen, wie die Polizei des Kantons Aargau in einer Mitteilung erklärte. Die Ermittler gaben an, dass die Untersuchungen zu einem möglichen Motiv andauern und dass sie derzeit davon ausgehen, dass der Angriff von einem Einzeltäter verübt wurde.
Die Schießerei ereignete sich in den frühen Stunden des Sonntags in Aarau, der Hauptstadt der Region. Laut Polizei starb eine 22-jährige Frau noch am Tatort an ihren Verletzungen. Vier Männer und eine Frau im Alter zwischen 24 und 27 Jahren wurden mit leichten bis schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.
Die Schweizer Polizei erklärte, dass alle Opfer in der Schweiz wohnhaft sind. Die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni sagte am Sonntagabend, dass die getötete Frau und zwei der weiteren Opfer italienische Staatsbürger seien.
Schussgewalt dieser Art ist in der Schweiz selten, einem Land mit rund 9 Millionen Einwohnern, das im Vergleich zu anderen europäischen Staaten eine relativ hohe Rate an privatem Waffenbesitz aufweist – dies vor allem zurückzuführen auf die Tradition, dass Bürger ihre militärischen Sturmgewehre nach dem Wehrdienst behalten dürfen. Trotz dieser Verbreitung bleiben tödliche Amokschützenangriffe ungewöhnlich, und Angriffe bei Musikveranstaltungen wie Raves sind im Land selten.
Im Schweizer Rechtssystem leiten die Kantonalpolizeien die strafrechtlichen Ermittlungen in ihrem Gebiet; die Aargauer Staatsanwaltschaft wird im weiteren Verlauf der Untersuchung über eine Anklage und deren Umfang entscheiden. Die Behörden haben nicht mitgeteilt, wann weitere Details zum Verdächtigen oder zu einem möglichen Motiv veröffentlicht werden.