NachrichtenMakroSupreme Court stellt sich auf Trumps Seite und setzt Blockade gegen Beschränkungen für Briefwahl vor den Midterms 2026 aus

Supreme Court stellt sich auf Trumps Seite und setzt Blockade gegen Beschränkungen für Briefwahl vor den Midterms 2026 aus

Autor: Rawstory·

Wichtige Erkenntnisse

  • Der Supreme Court setzte eine vorläufige einstweilige Verfügung gegen Präsident Trumps Exekutivanordnung zur Beschränkung der Briefwahl aus und erlaubt damit die Durchsetzung der Beschränkungen, während der Rechtsstreit weiterläuft.
  • Der Aufschub wurde im Eilverfahren ohne vollständige Schriftsätze oder mündliche Verhandlung erlassen und lässt die verfassungsrechtlichen Grundfragen offen.
  • Die Exekutivanordnung vom März 2025 verlangt einen dokumentarischen Staatsbürgerschaftsnachweis im bundesweiten Wählerregistrierungsformular und drängt die Bundesstaaten dazu, Briefwahlzettel nach dem Wahltag nicht mehr zu zählen.
  • Gegner, darunter Organisationen der Demokratischen Partei, argumentieren, dass die Elections Clause der Verfassung die Regeln für Bundeswahlen den Bundesstaaten und dem Kongress und nicht dem Präsidenten zuweist.
  • Die Rechtmäßigkeit der vom U.S. Postal Service verlangten Datenbank über Briefwähler bleibt ungeklärt; eine weitere Befassung des Supreme Court vor den Midterms 2026 ist möglich.
Supreme Court stellt sich auf Trumps Seite und setzt Blockade gegen Beschränkungen für Briefwahl vor den Midterms 2026 aus

Der Supreme Court fällte am Montag ein bedeutendes Urteil und stellte sich auf die Seite von Präsident Donald Trumps Exekutivanordnung, die Briefwahlstimmen vor den Midterm-Wahlen 2026 einschränkt, wie The Associated Press berichtete.

Die Entscheidung des höchsten Gerichts setzte eine vorläufige einstweilige Verfügung gegen die Anordnung aus. Das Urteil lässt den unteren Gerichten die Möglichkeit, die Exekutivanordnung weiter anzufechten, die erhebliche Einschränkungen dafür vorsieht, wann Briefwahlstimmen verwendet werden können. Die Anordnung verlangte außerdem vom U.S. Postal Service, eine eigene Datenbank von Wählern zu erstellen, die per Briefwahl abstimmen — ein Punkt, dessen Rechtmäßigkeit nach Ansicht des Supreme Court weiterhin ungeklärt ist.

Der Aufschub erfolgte über das Eilverfahren des Gerichts, was bedeutet, dass der Streit ohne vollständige Schriftsätze oder mündliche Verhandlung entschieden wurde. Damit können die Beschränkungen während des laufenden Rechtsstreits durchgesetzt werden, ohne die zugrunde liegenden verfassungsrechtlichen Fragen zu klären.

Einige Rechtsexperten beschrieben das Urteil als "a big win" für die Trump-Administration.

Der Streit geht auf die Exekutivanordnung zur Wahlintegrität zurück, die Trump im März 2025 unterzeichnete und die den Titel "Preserving and Strengthening the Integrity and Security of American Elections" trägt. Diese Anordnung zielte auf weitreichende Änderungen bei der Durchführung von Wahlen ab, darunter die Forderung nach einem dokumentarischen Staatsbürgerschaftsnachweis im bundesweiten Wählerregistrierungsformular und der Druck auf die Bundesstaaten, Briefwahlzettel nicht mehr zu zählen, die nach dem Wahltag eintreffen. Gegner, darunter Organisationen der Demokratischen Partei, haben argumentiert, dass die Elections Clause der Verfassung die Regeln für Bundeswahlen den Bundesstaaten und dem Kongress zuweist — nicht dem Präsidenten — und damit den Umfang der präsidentiellen Befugnisse über die Wahlverwaltung zu einer zentralen Frage in dem Verfahren macht.

Die Anordnung löste umgehend rechtliche Anfechtungen aus. Im Juni 2025 erlaubte der Supreme Court, dass die Pflicht zum Nachweis der Staatsbürgerschaft in Kraft tritt, während der Rechtsstreit über die Maßnahme vor den unteren Gerichten weiterlief.

Die Briefwahl nahm in den Vereinigten Staaten während der Coronavirus-Pandemie 2020 stark zu — als laut Daten des U.S. Census Bureau rund zwei von fünf Wählern per Brief abstimmten — und blieb ein beständiger politischer Streitpunkt. Trump und seine Verbündeten haben argumentiert, dass Briefwahl anfällig für Betrug sei, während Demokraten und Gruppen für Wahlrechte sie als sichere und zugängliche Möglichkeit zur Stimmabgabe verteidigt haben. Die Praxis der Bundesstaaten unterscheidet sich derzeit: Die meisten verlangen, dass Briefwahlzettel bis zum Wahltag eingehen, während andere, darunter Kalifornien und Nevada, später eingehende Stimmzettel zählen, sofern sie rechtzeitig abgestempelt wurden — eine Praxis, die die Exekutivanordnung beenden will.

Da die Beschränkungen nun während des fortlaufenden Verfahrens durchgesetzt werden können, werden die offenen Fragen — darunter die Postal-Service-Datenbank und die Reichweite der Anordnung gegenüber den Wahlregeln der Bundesstaaten — weiter durch die unteren Gerichte wandern, und eine weitere Überprüfung durch den Supreme Court bleibt vor den Wahlen im November 2026 möglich.