Sui fügt quantenresistente Signaturen zur langfristigen Sicherheits-Roadmap hinzu
Wichtige Erkenntnisse
- •Sui wird ML-DSA-65 für Benutzerkonten und SLH-DSA-SHA2-128s für Smart-Contract-Tresore implementieren, um sich gegen künftige Bedrohungen durch Quantencomputer zu schützen.
- •Beide ausgewählten Algorithmen entsprechen den Post-Quanten-Kryptografiestandards, die vom NIST im August 2024 genehmigt wurden.
- •Die beiden Signaturverfahren beruhen auf unterschiedlichen mathematischen Grundlagen und bieten mehrschichtigen Schutz für den Fall, dass eine Algorithmus-Familie kompromittiert wird.
- •Quantensichere Tresore werden noch in diesem Jahr auf dem Mainnet erwartet, die volle Post-Quanten-Kontoauthentifizierung ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen.
- •Die Kernimplementierung wurde abgeschlossen und getestet, während unabhängige Sicherheits-Audits noch andauern.

Sui fügt quantenresistente Signaturen zur langfristigen Sicherheits-Roadmap hinzu
Sui, eine Layer-1-Blockchain, hat die Einführung von zwei Post-Quanten-Signaturverfahren als Teil ihrer langfristigen Sicherheits-Roadmap angekündigt. Das Update soll Benutzerkonten und Smart Contracts vor künftigen Bedrohungen durch Quantencomputer schützen, von denen erwartet wird, dass sie letztlich die kryptografischen Grundlagen weit verbreiteter klassischer Signaturalgorithmen wie ECDSA untergraben. Die meisten großen Blockchains nutzen heute digitale Signaturen auf elliptischen Kurven zur Transaktionsautorisierung, und Kryptographen haben diese Verfahren seit Langem als potenziell anfällig für einen ausreichend leistungsstarken Quantencomputer mit Shors Algorithmus identifiziert, was die Post-Quanten-Migration zu einem anerkannten langfristigen Anliegen der gesamten Blockchain-Branche macht.
Das Netzwerk wird ML-DSA-65 für reguläre Benutzerkonten und SLH-DSA-SHA2-128s für Smart-Contract-Tresore hinzufügen. Beide Algorithmen folgen Post-Quanten-Kryptografiestandards, die vom NIST, dem U.S. National Institute of Standards and Technology, genehmigt wurden. Das NIST hat im August 2024 nach einem mehrjährigen Auswahlverfahren seine erste Serie von Post-Quanten-Kryptografiestandards finalisiert. Diese Standardisierungsbemühungen sind zu einem Referenzpunkt für Organisationen aus den Bereichen Finanzen, Regierung und dezentrale Infrastruktur geworden, die zunehmend prüfen, wann und wie sie gefährdete kryptografische Systeme migrieren. ML-DSA, ursprünglich unter dem Namen CRYSTALS-Dilithium eingereicht, ist ein gitterbasiertes digitales Signaturverfahren, das vom NIST als primärer Standard für allgemeine Post-Quanten-Signaturen ausgewählt wurde. SLH-DSA, ursprünglich als SPHINCS+ eingereicht, ist ein zustandsloses hashbasiertes Signaturverfahren, das vom NIST als ergänzender Standard ausgewählt wurde.
Gemäß dem Sui-Team verringert die Verwendung zweier unterschiedlicher Signaturverfahren das Risiko, da jedes auf anderen mathematischen Prinzipien beruht. Dieser mehrschichtige Ansatz soll Widerstandsfähigkeit bieten für den Fall, dass ein künftiger kryptografischer Durchbruch eine Algorithmus-Familie schwächt, nicht jedoch die andere.
Die Kernimplementierung wurde bereits abgeschlossen und getestet. Quantensichere Tresore werden noch in diesem Jahr auf dem Mainnet erwartet, während native ML-DSA-65-Konten bis Ende 2026 für das Testnet geplant sind. Die Mainnet-Unterstützung für Post-Quanten-Kontoauthentifizierung ist derzeit für das erste Quartal 2027 vorgesehen. Wallet-, SDK- und CLI-Unterstützung werden parallel zum Rollout veröffentlicht, wobei unabhängige Sicherheits-Audits noch laufen.