Senat verschiebt Abstimmung über CLARITY Act auf September amidst anhaltender Debatte über Krypto-Marktstruktur
Wichtige Erkenntnisse
- •Der Senat wird sich vor der Augustpause nicht mit dem CLARITY Act befassen; das Gesetz soll im September zurück auf die Agenda kommen.
- •Mehrheitsführer John Thune erklärte, dass die Vorlage ganz oben auf dem Zeitplan nach der Pause steht, was zeigt, dass die Führung sie weiterhin voranbringen will.
- •Das Gesetz würde einen Bundesrahmen für Märkte für digitale Vermögenswerte schaffen und klarere Grenzen zwischen der Aufsicht durch SEC und CFTC festlegen.
- •Die Vorlage steht vor verfahrenstechnischen und politischen Hürden, einschließlich der Notwendigkeit breiter parteiübergreifender Unterstützung und Bedenken von Abgeordneten beider Parteien.
- •Falls der Senat den Entwurf ändert, sind weitere legislativische Schritte erforderlich, bevor er den Präsidenten erreichen kann.

Der US-Senat wird vor dem Aufbruch der Abgeordneten in die Augustpause nicht über den Digital Asset Market CLARITY Act abstimmen und verschiebt damit eine der aufmerksamst verfolgten legislativen Initiativen des Kryptosektors auf den September. Mehrheitsführer im Senat, John Thune, bestätigte, dass der Gesetzentwurf ganz oben auf der Agenda nach der Parlamentspause platziert wurde, was darauf hindeutet, dass die Führung weiterhin entschlossen ist, die Vorlage trotz der terminlichen Verzögerung im Plenum zur Abstimmung zu bringen.
Die Verschiebung folgt auf wochenlange Spekulationen darüber, ob der Senat ausreichend Plenarzeit und parteiübergreifende Unterstützung aufbringen könnte, um das Gesetz noch vor der Pause voranzubringen. Konkurrierende Prioritäten, darunter Verhandlungen über die Staatsfinanzierung und andere legislativische Angelegenheiten, haben das Gesetz zur Krypto-Marktstruktur letztlich vom Terminkalender verdrängt. Die Verzögerung bedeutet zudem, dass der Senat nun einen Entwurf aufgreifen muss, der bereits das Repräsentantenhaus passiert hat, wo Abgeordnete bereits zuvor in der Sitzungsperiode Marktstruktur-Gesetzgebung als Teil einer breiteren Initiative verabschiedet hatten, um Bundesvorschriften für digitale Vermögenswerte nach dem Erlass von Stablecoin-Aufsichtsmaßnahmen zu schaffen.
Politische Hürden bleiben bestehen
Der CLARITY Act zielt darauf ab, einen umfassenden Bundesrahmen für Märkte für digitale Vermögenswerte zu schaffen und die regulatorischen Zuständigkeiten wichtiger Behörden festzulegen, insbesondere indem klarere Grenzen zwischen SEC und CFTC hinsichtlich Token-Klassifizierung und Handelsaufsicht gezogen werden. Befürworter argumentieren, dass das Gesetz die lange erwartete Rechtssicherheit für Krypto-Unternehmen, Investoren und Entwickler bringen würde, die in den Vereinigten Staaten tätig sind, und die jurisdiktionale Unklarheit beseitigt, die zu Durchsetzungskonflikten geführt und Marktteilnehmer gezwungen hat, sich in überlappenden Regulierungsregimen zurechtzufinden.
Der Gesetzentwurf sieht sich jedoch weiterhin erheblichen politischen Hindernissen gegenüber. Die Geschäftsordnung des Senats erfordert breite parteiübergreifende Unterstützung, um verfahrenstechnische Hürden zu nehmen, und mehrere Demokraten haben wiederholt Bedenken hinsichtlich Ethikvorschriften, regulatorischer Aufsicht und anderer politischer Fragen geäußert. Auch einige republikanische Abgeordnete haben Vorbehalte gegenüber bestimmten Teilen des Vorschlags geäußert, was die Unsicherheit über den weiteren Weg des Gesetzes verstärkt.
Branche richtet den Blick auf September
Die Verschiebung hat viele Akteure in der digitalen Vermögenswertbranche enttäuscht, die gehofft hatten, dass der Kongress noch vor der Augustpause Marktstruktur-Gesetzgebung verabschiedet. Dennoch betrachten Branchenbefürworter den September weiterhin als das nächste bedeutende Zeitfenster, um das Gesetz näher an seine Verabschiedung heranzuführen.
Sollten die Führungen des Senats die Vorlage kurz nach der Rückkehr der Abgeordneten aufgreifen, wird sich der Fokus sofort darauf richten, ob genügend parteiübergreifende Stimmen mobilisiert werden können, um die verfahrenstechnischen Anforderungen zu erfüllen. Vom Senat genehmigte Änderungen würden ebenfalls weitere legislativische Schritte erfordern, bevor das Gesetz den Schreibtisch des Präsidenten erreichen könnte.
Da die Abstimmung nun verschoben und nicht aufgegeben wurde, zeichnet sich der September als entscheidender Monat für die Kryptoregulierung in den USA ab. Das Ergebnis könnte darüber entscheiden, ob der Kongress schließlich einen einheitlichen Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswerte schafft oder ob sich die Debatte noch weiter in den legislativen Kalender hineinzieht.