Strategy beschafft 334 Mio. USD über Aktienverkäufe, ohne seine Bitcoin-Bestände zu erhöhen
Wichtige Erkenntnisse
- •Strategy verkaufte 3.458.866 Aktien über sein At-the-Market-Programm und nahm rund 333,7 Millionen USD ein.
- •Das Unternehmen kaufte oder verkaufte im Zeitraum keine Bitcoins; die Bestände blieben bei 840.447 BTC.
- •Von den Erlösen flossen 52,4 Millionen USD in STRC-Dividenden, 132,2 Millionen USD in STRC-Rückkäufe und 149,1 Millionen USD in die Reserven.
- •Die US-Dollar-Reserve von Strategy stieg unter dem Digital Credit Capital Framework auf rund 4,8 Milliarden USD.
- •Die Finanzierung des Unternehmens dient inzwischen der Bedienung von Vorzugsaktienverpflichtungen und dem Liquiditätsaufbau statt zusätzlicher Bitcoin-Käufe.

Strategy verkaufte zwischen dem 10. und 16. August 3.458.866 Stammaktien für rund 333,7 Millionen USD, wie aus einer 8-K-Einreichung hervorgeht, die das Unternehmen am Montag bei der US-Börsenaufsicht SEC (U.S. Securities and Exchange Commission) eingereicht hat. Im selben Zeitraum kaufte oder verkaufte das Unternehmen keine Bitcoins; die Bestände blieben unverändert bei 840.447 BTC.
Der Aktienverkauf zeigt, wie Strategy – das in Tysons Corner im US-Bundesstaat Virginia ansässige Softwareunternehmen, das früher unter dem Namen MicroStrategy firmierte, seit 2020 Bitcoins kauft und sich um eine Bitcoin-Treasury-Strategie herum neu aufgestellt hat – seinen Zugang zu den Aktienmärkten nutzt, um Verpflichtungen aus seinen Vorzugswertpapieren zu bedienen und seine Barguthaben zu stärken, statt weitere Bitcoins zu kaufen. In der intensiven Akkumulationsphase der Jahre 2024 und 2025 flossen die Erlöse ähnlicher At-the-Market-Aktienverkäufe üblicherweise in zusätzliche Bitcoin-Käufe, weshalb die aktuelle Mittelverwendung einen bemerkenswerten Wandel beim Einsatz von Eigenkapital markiert.
Aktienverkauf finanziert Dividenden und Reserven
Strategy verkaufte die 3.458.866 Aktien über sein At-the-Market-Emissionsprogramm – einen Mechanismus, der es einem Unternehmen erlaubt, Aktien über einen längeren Zeitraum hinweg am offenen Markt zu platzieren, anstatt eine einzige bepreiste Emission durchzuführen. Von den 333,7 Millionen USD Erlös flossen 52,4 Millionen USD in die Dividenden auf die STRC-Vorzugsaktien, während 132,2 Millionen USD für STRC-Rückkäufe im Rahmen des Digital Credit Securities Repurchase Program verwendet wurden. Die verbleibenden 149,1 Millionen USD wurden der USD-Reserve des Unternehmens hinzugefügt, die sich damit auf rund 4,8 Milliarden USD beläuft.
Die Verpflichtungen aus Vorzugsaktien spiegeln eine breitere Verschiebung im Finanzierungsmix von Strategy wider: Neben Stammkapital hat das Unternehmen mehrere Serien ewiger Vorzugsaktien begeben, die wiederkehrende Dividendenzahlungen erfordern.
Die Bitcoin-Bestände von Strategy, unverändert bei 840.447 BTC, haben Anschaffungskosten von rund 63,4 Milliarden USD bei einem durchschnittlichen Kaufpreis von 75.385 USD pro Bitcoin. Bei einem Bitcoin-Preis von rund 63.540 USD wären die Bestände etwa 53,4 Milliarden USD wert – rund 10 Milliarden USD weniger, als das Unternehmen für sie bezahlt hat.
Die MSTR-Aktie schloss am Freitag bei 93,04 USD, ein Rückgang von 4,1 Prozent im Wochenverlauf und rund 80 Prozent unter dem Jahreshoch 2025.
Liquiditätsaufbau unter neuem Rahmenwerk setzt sich fort
Die jüngsten Verkäufe erfolgen unter dem Digital Credit Capital Framework von Strategy, das regelt, wie das Unternehmen seine Barguthaben und Digital-Credit-Wertpapiere verwaltet.
Das Rahmenwerk umfasst ein Rückkaufprogramm über 1 Milliarde USD für Digital-Credit-Wertpapiere, wobei STRC zu den priorisierten Wertpapieren zählt. Zudem hat Strategy ein Rückkaufprogramm für Stammaktien über 1 Milliarde USD genehmigt.
Gleichzeitig hat Strategy sein Bitcoin-Monetarisierungsprogramm (Bitcoin Monetization Program) ausgeweitet, um im Bedarfsfall Bitcoin-Verkäufe von bis zu 5 Milliarden USD zur Auffüllung der Reserven oder zur Erfüllung von Verpflichtungen zu ermöglichen. Die Genehmigung bedeutet nicht, dass das Unternehmen Bitcoins verkauft hat: Die Bestände blieben im jüngsten Berichtszeitraum unverändert.
Da Strategy seine At-the-Market-Verkäufe und Bitcoin-Aktivitäten in regelmäßigen 8-K-Einreichungen offenlegt, wird aus künftigen Einreichungen hervorgehen, ob das Unternehmen Aktienerlöse weiterhin für Vorzugsverpflichtungen und Reserven einsetzt oder erstmals auf eines der neu genehmigten Rückkauf- beziehungsweise Bitcoin-Verkaufsprogramme zurückgreift.
Position wird über Finanzierung aufrechterhalten
Die jüngste Transaktion zeigt, dass Strategy Aktienerlöse zur Bedienung seiner Vorzugsaktienverpflichtungen, für den Rückkauf von Vorzugswertpapieren und für den Aufbau von Liquidität einsetzt, statt seine Bitcoin-Bestände zu erhöhen.
Strategy zählt nach wie vor zu den weltweit größten Unternehmenshaltern von Bitcoin, doch die jüngsten Finanzierungsschritte zeigen, dass die Aufrechterhaltung dieser Position mit erheblichem Finanzierungsbedarf einhergeht. Das Unternehmen begibt Stammaktien, um Bargeld zu beschaffen, und hält seine Bitcoin-Bestände dabei unverändert. Das verschafft Strategy mehr Liquidität, um Vorzugsaktienverpflichtungen zu erfüllen und die Kapitalstruktur zu steuern, bedeutet aber zugleich, dass bestehende Stammaktionäre eine Verwässerung hinnehmen müssen, ohne dass die Bitcoin-Bestände des Unternehmens entsprechend steigen.
Die Transaktionen machen deutlich: Für Anleger zählt nicht nur, wie viele Bitcoins Strategy besitzt, sondern auch, wie das Unternehmen diese Position finanziert und aufrechterhält.