US-Aktienfutures steigen vor Veröffentlichung der Erzeugerpreisindex-Daten und Quartalszahlen
Wichtige Erkenntnisse
- •US-Aktienfutures stiegen moderat beim Dow, S&P 500 und Nasdaq-100 vor wichtigen Inflationsdaten und der Veröffentlichung von Unternehmensergebnissen.
- •Cisco und Cerebras übertrafen beide die Erwartungen an die Quartalsergebnisse, dennoch fielen ihre Aktienkurse im verlängerten Handel.
- •Der Verbraucherpreisindex für Juli deutete auf ein Nachlassen der Inflation hin, was die Händler dazu veranlasste, ihre Erwartungen an eine Zinserhöhung im September zu senken, trotz anhaltender Meinungsverschiedenheiten unter den Entscheidungsträgern der Federal Reserve.
- •Der für Donnerstag geplante Erzeugerpreisindex wird als Frühindikator für zukünftige Verbraucherpreistrends genau beobachtet.
- •Die Ölpreise fielen, als Präsident Trump von einer militärischen zu einer wirtschaftlichen Druckkampagne überging und gleichzeitig die totale Kontrolle der USA über die Straße von Hormus beanspruchte, durch die etwa ein Fünftel des täglichen weltweiten Ölverbrauchs fließt.

Die US-Aktienfutures stiegen am Donnerstagmorgen, während Anleger auf eine weitere wichtige Inflationsmessung und eine neue Runde von Unternehmensergebnissen warteten.
Futures auf den Dow Jones Industrial Average (YM=F) kletterten um 0,3 %, während S&P 500 Futures (ES=F) um 0,2 % zulegten. Kontrakte für den technologie-lastigen Nasdaq-100 (NQ=F) stiegen nach einer ruhigen Sitzung an der Wall Street um 0,1 %.
Highlights der Unternehmensergebnisse
Cisco (CSCO) und Cerebras (CBRS) meldeten beide bessere als erwartete Quartalsergebnisse und Prognosen, obwohl ihre Aktien im verlängerten Handel nachgaben. Applied Materials (AMAT), ein führender Hersteller von Halbleiterfertigungsanlagen, soll seine Ergebnisse nach Börsenschluss am Donnerstag veröffentlichen. Die Aktie ist im vergangenen Jahr um rund 190 % gestiegen, was den breiteren Aufschwung im Halbleitersektor widerspiegelt, der durch beschleunigte Investitionen in KI-Infrastruktur und fortschrittliche Chipherstellungskapazitäten angetrieben wurde.
Weitere Ergebnisse von Tapestry (TPR), Dillard's (DDS) und Birkenstock Holding (BIRK) sollen Anlegern weitere Einblicke geben, wie Einzelhandelsunternehmen Zollrückerstattungen und sich verändernde Konsumausgabenmuster bewältigen.
Inflationsdaten im Fokus
Der Bericht zum Verbraucherpreisindex am Mittwoch zeigte eine Abschwächung der Inflation im Juli, eine Entwicklung, die Händler dazu veranlasste, ihre Erwartungen an eine Zinserhöhung im September zu senken. Die Daten reichten jedoch wahrscheinlich nicht aus, um die anhaltende Spaltung unter den Entscheidungsträgern der Federal Reserve zu überwinden, deren öffentliche Uneinigkeit über den geeigneten Weg für die Zinssätze in den letzten Monaten zu Schwankungen bei den Anleiherenditen und Aktienbewertungen beigetragen hat. Beobachter der Fed erwarten weiterhin mindestens eine weitere Zinserhöhung bis zum Jahresende.
Der Erzeugerpreisindex, der die Großhandelspreise aus Sicht der Verkäufer misst, soll am Donnerstagmorgen veröffentlicht werden und könnte weitere Beweise für nachlassende Inflationsdrücke liefern. Da Änderungen bei den Großhandelskosten in den Folgemonaten häufig an die Verbraucherpreise weitergegeben werden, wird der PPI als Frühindikator für die Entwicklung des CPI genau beobachtet.
Ölpreise und Geopolitik
Die Ölpreise, ein wesentlicher Faktor für die Inflation, fielen am Donnerstag, als Präsident Trump seine Strategie von einer aktiven Militärkampagne zu einer Kampagne des wirtschaftlichen Drucks änderte. Die Trump-Regierung hat behauptet, dass die USA die „totale Kontrolle“ über die Straße von Hormus behalten, einem kritischen Nadelöhr für den Schiffsverkehr, durch das täglich etwa ein Fünftel des weltweiten Ölverbrauchs transportiert wird. Diese Behauptung bestreitet private Daten, die auf einen verringerten Schiffsverkehr durch die Meerenge hindeuten.
Daten zum Arbeitsmarkt
Auch die Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe sollen am Donnerstag veröffentlicht werden und zusätzlichen Kontext nach dem überraschend schwachen Beschäftigungsbericht für Juli der vergangenen Woche liefern, bei dem die US-Wirtschaft 23.000 Stellen verlor und damit weit hinter den Erwartungen zurückblieb. Wöchentliche Antragsstellungen bieten einen hochfrequenteren Einblick in die Beschäftigungslage als der monatliche Beschäftigungsbericht und dienen somit als aktueller Indikator dafür, ob die Schwäche auf dem Arbeitsmarkt anhält oder sich umkehrt.
Quelle: Yahoo Finance