Borderless.xyz-Bericht: Stablecoin-Remittances sind 84 % günstiger als traditionelle Überweisungen
Wichtige Erkenntnisse
- •Der Quartalsbenchmark von Borderless.xyz für Q3 2026 verzeichnet eine mediane Stablecoin-Remittance-Gebühr von 1 %, gegenüber dem globalen Durchschnitt der Weltbank von 6,36 % aus dem Jahr 2025, wobei die Werte auf unterschiedlichen Zeiträumen und Preismodellen beruhen.
- •Bei einer Überweisung von 200 US-Dollar kostet das Stablecoin-Verfahren 2 gegenüber 12,72 US-Dollar nach dem Weltbank-Benchmark, was 10,72 US-Dollar bzw. 84,3 % der herkömmlichen Gebühr einspart.
- •Banken waren mit durchschnittlich 14,99 % der teuerste Kanal in der Datenbank der Weltbank, während internationale Money-Transfer-Anbieter im Schnitt 5,52 % erreichten.
- •Die medianen Auszahlungszeiten betrugen zwei Minuten bei Brasiliens PIX und KolumbiensSE und drei Minuten bei Mexikos SPEI, doch die Abschlussquoten reichten von 98,6 % für SPEI bis hinunter zu 73 % für Costa Ricas SINPE.
- •Hyundai Card testete im Juli eine USDT-Zahlung über 20.000 US-Dollar zwischen den US- und Mexiko-Standorten von Hyundai Motor im Avalanche-Netzwerk in rund sieben Minuten, während Lloyds Banking Group und Visa ein USDC-Settlement über 750.000 US-Dollar an einem Wochenende in unter einer Stunde abschlossen.

Stablecoin-basierte Remittances kosten nur einen Bruchteil dessen, was herkömmliche Geldtransfers berechnen, wie ein neuer Vergleich von Borderless.xyz zeigt, wobei die Höhe der Ersparnis je nach Korridor und Anbieter variiert. Der Quartalsbericht des Unternehmens für das dritte Quartal 2026 beziffert die mediane Gebühr auf 1 %, gegenüber einem globalen Durchschnitt der Weltbank von 6,36 % aus dem Jahr 2025. Die beiden Werte messen jedoch unterschiedliche Zeiträume und beruhen auf unterschiedlichen Preismodellen.
Bei einer Überweisung von 200 US-Dollar würde das Stablecoin-Verfahren 2 US-Dollar kosten, gegenüber 12,72 US-Dollar nach dem Weltbank-Benchmark – eine Ersparnis von 10,72 US-Dollar bzw. 84,3 % der herkömmlichen Gebühr. Die Spannweite ist relevant, weil Gebühren direkt bestimmen, wie viel einer Überweisung beim Empfänger letztlich ankommt.
Dispatch: STABLECOIN REMITTANCES 84% CHEAPER THAN TRADITIONAL TRANSFERS — NEW REPORT — VoltDispatch (@VoltDispatch) October 16, 2026
Wo sind die Transferkosten am niedrigsten?
Die Abstände zwischen dem Stablecoin-Verfahren und den traditionellen Benchmarks fielen von Region zu Region deutlich unterschiedlich aus. In Subsahara-Afrika kosteten Stablecoin-Remittances 2,9 %, gegenüber einem Benchmark der Weltbank von 8,46 %. Bei einer Überweisung von 200 US-Dollar entsprechen diese Prozentsätze 5,80 bzw. 16,92 US-Dollar – eine Differenz von 11,12 US-Dollar, was sich auf Basis der in der Studie bereitgestellten Daten als 65,7 % errechnet.
In Lateinamerika lagen die Stablecoin-Transaktionskosten bei 1,25 %, während traditionelle Überweisungen durchschnittlich 5,64 % kosteten. Eine Transaktion über 200 US-Dollar würde daher 2,50 gegenüber 11,28 US-Dollar kosten, was einer Differenz von 8,78 US-Dollar entspricht.
Die eigenen digitalen Remittance-Kategorien der Weltbank ermöglichen einen engeren Vergleich, da ihr Q3-2025-Index von 4,59 % dem Durchschnitt digitaler Money-Transfer-Anbieter von 3,54 % gegenübergestellt werden kann. Gemessen am Median von Borderless von 1 % würden sich daraus implizierte Einsparungen von 78,2 % bzw. 71,8 % ergeben. Diese Berechnungen beziehen sich jedoch auf unterschiedliche Zeiträume, und die konkrete Gebühr wird nicht angegeben.
Banken waren der teuerste Kanal in der Datenbank der Weltbank mit durchschnittlich 14,99 %, während internationale Money-Transfer-Anbieter im Schnitt 5,52 % erreichten.
Wie schneiden Unternehmenszahlungen ab?
Die Analyse untersuchte auch Stablecoin-Remittances für größere Geschäftstransaktionen. Für eine Überweisung von 10.000 US-Dollar in die Eurozone bot der günstigste Anbieter eine Stablecoin-Gebühr von 26 US-Dollar, während ein Median-Anbieter über alle Korridore hinweg bei 52 US-Dollar lag. Banküberweisungen für dieselbe Zahlung sollten zwischen 135 und 150 US-Dollar kosten, eine Spanne, die eine Fremdwährungsmarge von 1 % enthielt.
Legt man diese Spanne zugrunde, ergibt sich aus dem Fall von 26 US-Dollar eine Ersparnis von 109 bis 124 US-Dollar. Der Wert von 52 US-Dollar umfasste mehr Korridore und war kein vergleichbares Eurozone-Angebot.
Die Wahl des richtigen Anbieters bleibt für Stablecoin-Remittances entscheidend. Die Analyse von Borderless für das zweite Quartal stellte fest, dass die Wahl eines Median-Anbieters anstelle des günstigsten 2.330 US-Dollar pro überwiesener Million US-Dollar zusätzlich kostet. Diese Analyse umfasste 260 Korridore in 108 Ländern und 59 Währungen. Im Korridor USDT zu brasilianischem Real wechselte der günstigste Anbieter innerhalb von 88 Beobachtungstagen 34 Mal.
Die Kosten wurden von Borderless anhand des Auszahlungspreises, des Referenzwechselkurses, der Netzwerkgebühren und der lokalen Steuer berechnet. Das Unternehmen konnte zudem anhand von Daten von 22 Zahlungsinfrastrukturen zwischen den in einem Markt verfügbaren Payment-Rails und den tatsächlich in Transaktionen genutzten Rails unterscheiden.
Erreichen schnellere Transfers die Empfänger zuverlässig?
Die Transaktionsgeschwindigkeit variierte je nach lokalem Auszahlungsnetzwerk. Die Studie im dritten Quartal ergab eine mediane Auszahlungszeit von zwei Minuten bei Brasiliens PIX und Kolumbiens PSE sowie drei Minuten bei Mexikos SPEI. Die Analyse stellte fest, dass SWIFT-Überweisungen üblicherweise am nächsten Geschäftstag eintreffen. Auch nach dem Grenzübertritt sind Stablecoin-Transaktionen jedoch weiterhin auf inländische Auszahlungsnetzwerke angewiesen.
Die Abschlussquoten offenbarten ein weiteres Problem. Die Werte lagen bei 98,6 % für SPEI, 97,8 % für PIX, 79 % für PSE und 73 % für Costa Ricas SINPE – eine Spannweite von 25,6 Prozentpunkten zwischen der höchsten und der niedrigsten Abschlussquote. Die Statistiken spiegeln die Zahlungsmenge wider, die Borderless im Laufe des Quartals beobachtete, und diese Spannweite ist eine konkrete Kennzahl, die man in künftigen Ausgaben des quartalsweisen Benchmarks des Unternehmens beobachten sollte.
Welche Unternehmen haben Stablecoin-Settlement getestet?
Hyundai Card skizzierte eine Remittance über 20.000 US-Dollar, die im Juli zwischen den US- und Mexiko-Standorten von Hyundai Motor durchgeführt und in USDT im Avalanche-Netzwerk abgewickelt wurde. Der Vorgang dauerte Berichten zufolge sieben Minuten, einschließlich der Umwandlung von US-Dollar in USDT und zurück. Das Pilotprojekt wurde von Hyundai Card unter Berücksichtigung rechtlicher, steuerlicher, Compliance- und Zahlungsaspekte konzipiert.
Separat kündigten Lloyds Banking Group und Visa im Oktober ein Pilotprojekt mit USDC im Wert von 750.000 US-Dollar an. Lloyds teilte mit, dass die Überweisung an Visa in weniger als einer Stunde abgeschlossen wurde – und zwar an einem Wochenende.
Insgesamt zeigen die Pilotprojekte, dass Stablecoin-Settlement über Konsumremittances hinaus getestet wird – bei einer Unternehmenszahlung zwischen den eigenen Standorten eines Automobilherstellers sowie beim Settlement zwischen einer Großbank und einem Zahlungsnetzwerk – und verknüpfen die korridorspezifischen Kostendaten des Berichts mit namentlich genannten, realen Transaktionen.
Quelle: Tron Weekly