NachrichtenAktienSpaceX-Aktie fällt nach ersten Quartalsergebnissen wegen Ausgaben- und Lockup-Sorgen um 11%

SpaceX-Aktie fällt nach ersten Quartalsergebnissen wegen Ausgaben- und Lockup-Sorgen um 11%

Autor: Coindesk·

Wichtige Erkenntnisse

  • SpaceX meldete Quartalsumsätze von $7.8 billion, was einem Anstieg von 92% gegenüber dem Vorjahr entspricht und die Schätzungen der Wall Street übertraf.
  • Das Unternehmen gab im Quartal $18.4 billion aus, um Starlink, Starship und die KI-Infrastruktur gleichzeitig auszubauen.
  • JPMorgan erwartet, dass SpaceX seine Investitionsausgaben in den Jahren 2027 und 2028 auf jeweils nahezu $200 billion steigern wird, was mit den größten Technologie-Infrastrukturprojekten der Unternehmensgeschichte vergleichbar ist.
  • Das Auslaufen der Sperrfrist am Donnerstag könnte 911.5 million insider shares zum Verkauf freigeben und den öffentlichen Streubesitz potenziell um 143% erhöhen.
  • Die Kursziele der Analysten klaffen weit auseinander: JPMorgan liegt bei $240, Raymond James bei $800, was die Unsicherheit bei der Bewertung eines schnell wachsenden, aber kapitalintensiven Unternehmens widerspiegelt.
SpaceX-Aktie fällt nach ersten Quartalsergebnissen wegen Ausgaben- und Lockup-Sorgen um 11%

SpaceX-Aktien fielen am Mittwoch im vorbörslichen Handel um 11%, da Anleger sich auf hohe Kapitalausgaben und eine große Insider-Aktien-Sperrfrist konzentrierten, die am Donnerstag ausläuft, obwohl das Unternehmen als börsennotiertes Unternehmen stärkere als erwartete erste Quartalsergebnisse gemeldet hatte.

Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 92% auf $7.8 billion und übertraf damit die Wall-Street-Schätzungen, während sich das bereinigte EBITDA mit $3.5 billion nahezu verdreifachte. SpaceX verringerte seinen Nettoverlust auf $541 million, gab im Quartal jedoch auch $18.4 billion aus, um Starlink, Starship und seine KI-Infrastruktur auszubauen. Das Ausgabetempo unterstreicht, dass SpaceX gleichzeitig ein globales Satelliten-Internet-Geschäft skaliert, ein Trägerraketensystem der nächsten Generation entwickelt und KI-Rechenkapazitäten aufbaut — drei kapitalintensive Programme, die parallel laufen.

Das Unternehmen hielt im Quartal alle 18,712 bitcoin in seiner Bilanz. Die Position war Ende Juni rund $1.1 billion wert und verdeutlichte damit das Bilanzierungsrisiko, auf das CoinDesk vor dem Börsengang hingewiesen hatte: Bitcoin-Preisschwankungen fließen nun nach Fair-Value-Regeln in die Quartalsergebnisse des börsennotierten Unternehmens ein. Die Beteiligung verlor im Quartal rund $195 million an Wert und erhöhte damit die Ergebnisvolatilität.

JPMorgan, das sein Kursziel von $225 auf $240 anhob, erwartet nun, dass die Investitionsausgaben des Raumfahrtunternehmens in den Jahren 2027 und 2028 jeweils fast $200 billion erreichen werden, was den Druck auf den freien Cashflow weiter erhöht. "We now project capex of nearly $200 billion in both 2027 & 2028, which further pressures free cash flow in 2027, a trend we see across the hyperscalers," schrieben die Analysten. Der Vergleich ordnet die künftigen Ausgaben von SpaceX in dieselbe Kategorie wie die größten Infrastrukturinvestitionen der Technologiebranche in der Unternehmensgeschichte ein.

Die Bank verwies zudem auf das Auslaufen der Sperrfrist am Donnerstag, wenn 911.5 million shares zum Verkauf berechtigt werden könnten, was den öffentlichen Streubesitz potenziell um 143% erhöhen würde. JPMorgan sagte jedoch, dass ein Großteil dieses Ereignisses bereits im Aktienkurs enthalten sein könnte, da sich Anleger monatelang darauf vorbereiten konnten.

Raymond James bekräftigte sein Street-hohes Kursziel von $800 und argumentierte, dass die operative Entwicklung des Unternehmens weiterhin stark sei. Die mehr als dreifache Differenz zwischen den Kurszielen der beiden Häuser spiegelt unterschiedliche Ansichten darüber wider, wie ein Unternehmen zu bewerten ist, dessen Umsatz rasch wächst, dessen Kapitalbedarf für ein neu börsennotiertes Unternehmen jedoch beispiellos bleibt.

Die Aktie wurde zuletzt bei $111.80 gehandelt.

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