S&P 500 schließt auf Rekordhoch, während milde Inflationsdaten Tech-Rally beflügeln
Wichtige Erkenntnisse
- •Der S&P 500 schloss am 13. August auf einem neuen Allzeithoch, nachdem er im Tagesverlauf kurz über 7.800 gestiegen war, begünstigt durch milde Inflationsdaten für Juli.
- •Der Verbraucherpreisindex stieg im Juli um 0,1 % gegenüber dem Vormonat und um 3,4 % gegenüber dem Vorjahr und lag damit leicht unter der Jahresrate von 3,5 % im Juni.
- •Die Aktien von Cisco Systems fielen nach enttäuschenden Margenergebnissen um knapp 10 %, was die breiteren Gewinne im preisgewichteten Dow Jones Industrial Average aufhob.
- •Trader fuhren ihre Wetten auf eine Zinserhöhung im September zurück, nachdem sowohl CPI- als auch PPI-Daten verhalten ausfielen, was zu Rückgängen bei den Renditen von Staatsanleihen und den Ölpreisen führte.
- •Trotz des anhaltenden disinflationären Trends liegt der CPI für Juli bei 3,4 % weiterhin über dem 2 %-Ziel der Federal Reserve, wobei Vorsitzender Jerome Powell die Notwendigkeit anhaltenden Fortschritts vor politischen Anpassungen bekräftigte.

Der S&P 500 sicherte sich am 13. August einen weiteren Rekordschluss, nachdem er im Tagesverlauf kurz über 7.800 gestiegen war und schließlich auf seinem höchsten Stand aller Zeiten endete. Der Anstieg wurde von Inflationsdaten für Juli angetrieben, die mild genug ausfielen, um die Erwartungen zu verstärken, die Federal Reserve werde die Zinsen unverändert belassen.
Der Verbraucherpreisindex stieg im Juli um 0,1 % gegenüber dem Vormonat und um 3,4 % gegenüber dem Vorjahr und lag damit leicht unter der Jahresteuerungsrate von 3,5 % im Juni. Beide Werte entsprachen ungefähr den Prognosen der Ökonomen. Die Zahlen setzen einen breiteren disinflationären Trend fort, der von den Höchstwerten über 9 % beim jährlichen CPI aus der Mitte des Jahres 2022 ausging.
Marktreaktion über die Indizes hinweg
Der Nasdaq Composite legte um etwa 0,5 % bis 0,8 % zu, angetrieben von einer breiten Technologie-Rally, die große Werte wie Meta Platforms und Netflix beflügelte. Der Dow Jones Industrial Average handelte nahezu unverändert, belastet durch einen deutlichen Rückgang bei einer einzelnen Aktie.
Die Aktien von Cisco Systems stürzten nach enttäuschenden Margen um knapp 10 % ab. Da der Dow preisgewichtet ist, reichte der Rückgang einer hochpreisigen Komponente aus, um die Gewinne im restlichen 30-Aktien-Index aufzuwiegen.
Der CPI-Bericht folgte auf eine ebenso verhaltene Veröffentlichung des Producer Price Index. Zusammen führten die beiden Daten dazu, dass Trader ihre Wetten auf eine Zinserhöhung im September zurückfuhren und stattdessen eine Federal Reserve einpreisten, die eher geneigt ist, eine Pause einzulegen als weiter zu straffen. Die Renditen von Staatsanleihen und die Ölpreise sanken beide als Reaktion auf die Daten. Die nächste planmäßige FOMC-Sitzung im September steht nun als Schlüsselereignis für Märkte, die beurteilen, ob die Fed diese Haltungsänderung offiziell bestätigt.
Technologie und KI bleiben führend
Die Gewinne konzentrierten sich auf die Sektoren, die die Markterzählung des Jahres 2026 geprägt haben: Technologie und Halbleiter. Der S&P 500 hat in diesem Jahr mehrere Allzeithochs erzielt, wobei die Ausgaben für künstliche Intelligenz als konsistenter Treiber wirkten. Meta Platforms und Netflix verzeichneten jeweils nennenswerte Gewinne, was das erneute Vertrauen in Mega-Tech-Aktien widerspiegelt. Wachstumsorientierte Tech-Werte sind besonders sensibel für Zinserwartungen, da ihre Bewertungen stark auf projizierten zukünftigen Gewinnen beruhen, die bei steigenden Kreditkosten stärker abgezinst werden.
Fed-Ausblick
Bei 3,4 % gegenüber dem Vorjahr liegt der CPI für Juli weiterhin über dem 2 %-Ziel der Federal Reserve. Der Rückgang von 3,5 % setzt jedoch einen disinflationären Trend fort, der den Politikern Raum für Geduld lässt. Die PPI-Daten bestätigten diese Sichtweise und zeigten Erzeugerpreise, die mild genug waren, um darauf hindeuten zu lassen, dass die Inflation nicht wieder anzieht.
Die Lücke zwischen 3,4 % und 2 % ist noch immer erheblich. Fed-Vorsitzender Jerome Powell hat wiederholt erklärt, dass der Ausschuss anhaltenden Fortschritt sehen müsse, bevor er die Politik in die eine oder andere Richtung anpasst.