S&P-500-Futures steigen leicht, während Ölpreise nachgeben; Oracle- und Adobe-Zahlen erwartet
Wichtige Erkenntnisse
- •Die S&P-500-Futures stiegen um 0,2 % und die Dow-Futures um 0,4 %, während sich die Nasdaq-100-Futures kaum veränderten.
- •Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen erreichte 4,84 %, den höchsten Stand seit Oktober 2023, bevor sie vor einem geplanten Anleiherückkauf im Wert von 6 Milliarden US-Dollar nachgab.
- •Höher als erwartete Erzeuger- und Verbraucherpreisdaten könnten die derzeit auf 60 % geschätzte Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Federal Reserve in der kommenden Woche erhöhen.
- •Oracle und Adobe werden ihre Quartalszahlen veröffentlichen. Oracle setzt dabei auf Infrastruktur für künstliche Intelligenz, während Adobe den jüngsten Abgang seiner Führungskräfte verarbeitet.
- •Die Europäische Zentralbank dürfte die Zinsen um 25 Basispunkte anheben, da höhere Energiekosten die Inflationssorgen verstärken.

Die US-Aktienfutures legten am Donnerstagmorgen leicht zu, während die Ölpreise von über 100 US-Dollar je Barrel zurückgingen und die Renditen von US-Staatsanleihen nachgaben. Damit erhielten die Märkte nach drei Verlustsitzungen in Folge etwas Entlastung.
Die S&P-500-Futures stiegen um 0,2 %, während die Dow-Futures um 0,4 % zulegten. Die Nasdaq-100-Futures bewegten sich kaum. Die moderaten Gewinne folgten auf eine schwierige Marktphase, die von höheren Energiepreisen und steigenden Anleiherenditen geprägt war.
Brent-Rohöl hatte in dieser Woche erstmals seit Juli die Marke von 100 US-Dollar je Barrel überschritten. Dies schürte die Sorge, dass teurere Energie den Inflationsdruck weiter verstärken könnte. Am Donnerstag gab Brent auf etwa 100,50 US-Dollar je Barrel nach.
Der Anstieg der Ölpreise wurde größtenteils mit dem andauernden militärischen Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Iran in Verbindung gebracht. Die Kämpfe begannen Ende Februar nach einem gemeinsamen Angriff der USA und Israels. Dadurch wuchs die Sorge, dass die Straße von Hormus, eine wichtige globale Schifffahrtsroute, über einen längeren Zeitraum geschlossen bleiben könnte.
Trump: Konflikt endet nach den Zwischenwahlen
Präsident Donald Trump sagte Unterstützern bei einer Kundgebung am Mittwoch, der Konflikt mit Iran werde nach den Zwischenwahlen im November enden. Wie dies geschehen solle, erklärte er jedoch nicht.
🚨🇺🇸🇮🇷 BOMBSHELL: Trump's own advisers have told him privately the Iran war could run past Inauguration Day 2029 Vance, Rubio and others have raised it in the Oval Office and the Situation Room, warning Tehran can keep absorbing the blockade, U.S. officials say. Trump told… pic.twitter.com/jlIcTw8778 — Mario Nawfal (@MarioNawfal) September 9, 2026
https://x.com/MarioNawfal/status/2097828539168940510?ref_src=twsrc%5Etfw
Trump hatte bereits zuvor Fristen für ein Ende des Krieges gesetzt. Ein im Juni unterzeichnetes Waffenstillstandsabkommen hielt nicht. Das Wall Street Journal berichtete, Trumps Berater hätten gewarnt, dass der Konflikt bis zum Ende seiner Amtszeit im Januar 2029 andauern könnte.
Umfragen zeigen, dass der Krieg Trumps Zustimmungswerte belastet hat. Die Wähler zeigten sich angesichts der seit Beginn der Kämpfe stark gestiegenen Benzinpreise frustriert.
Auch die Renditen von US-Staatsanleihen stiegen in dieser Woche. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen erreichte 4,84 %, den höchsten Stand seit Oktober 2023, bevor sie leicht nachgab. Das US-Finanzministerium plante am Donnerstag den Rückkauf von Anleihen im Wert von 6 Milliarden US-Dollar, um die langfristigen Renditen zu senken. Vor der geplanten Transaktion gingen die Renditen moderat zurück.
In dieser Woche werden zwei wichtige Inflationsberichte veröffentlicht. Die Erzeugerpreisdaten werden am Donnerstagmorgen erwartet, gefolgt von den Verbraucherpreisdaten am Freitag. Sollten beide Berichte höher als erwartet ausfallen, könnte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Federal Reserve in der kommenden Woche von derzeit 60 % steigen.
Oracle- und Adobe-Zahlen im Fokus
Oracle wird am Donnerstag nach Börsenschluss seine Quartalszahlen veröffentlichen. Das Unternehmen investiert umfangreich in Infrastruktur für künstliche Intelligenz und hat Vereinbarungen mit Meta Platforms und OpenAI geschlossen. Oracle erklärte Anfang dieses Jahres, bis zu 40 Milliarden US-Dollar durch Fremdkapital und Eigenkapital aufnehmen zu wollen. Für das Geschäftsjahr 2027 werden Investitionsausgaben von 95 Milliarden US-Dollar erwartet.
Auch Adobe wird am Donnerstagabend seine Zahlen vorlegen. Das Unternehmen verlor kürzlich sowohl seinen Chief Executive Officer als auch seinen Chief Financial Officer, wodurch die Führungsstruktur im Umbruch ist. Dennoch hob Adobe seine Prognose für den Jahresumsatz und den Gewinn an. Die jährlich wiederkehrenden, auf künstliche Intelligenz ausgerichteten Umsätze überstiegen am Ende des zweiten Quartals 500 Millionen US-Dollar.
Die Europäische Zentralbank dürfte die Zinssätze am Donnerstag um 25 Basispunkte anheben. Analysten von ING bezeichneten den Schritt als „Versicherungszinserhöhung“, die angesichts steigender Energiekosten in Europa die Inflation unter Kontrolle halten solle. Die Gaspreise in der Region haben den höchsten Stand seit 2023 erreicht.
Die Apple-Aktie fiel am Mittwoch, nachdem das Unternehmen ein faltbares iPhone zum Preis von 1.999 US-Dollar vorgestellt hatte. Analysten der Deutschen Bank erklärten, der September werde seinem Ruf als einer der schwierigeren Monate für die Märkte gerecht.
Quelle: CoinCentral