Sojabohnen setzen Rückgang nahe dem 5-Wochen-Tief fort
Wichtige Erkenntnisse
- •Sojabohnen-Futures fielen auf rund 11,5 Dollar je Scheffel und näherten sich einem 5-Wochen-Tief.
- •Schwächere Rohölpreise belasteten den Markt für Pflanzenöle nach Berichten über ein mögliches US-Iran-Abkommen.
- •StoneX prognostizierte für 2026 eine US-Sojaernte von 4,47 Milliarden Scheffeln und bestätigte damit die Erwartung eines reichlichen Angebots.
- •Das USDA bestätigte einen privaten Verkauf von 132.000 metrischen Tonnen US-Sojabohnen an China zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2026/27.
- •Händler beobachteten weiterhin Exportrisiken im Schwarzen Meer, doch Erwartungen an eine weitere große Ernte in der Region belasteten die Preise.

Sojabohnen-Futures gaben weiter auf rund 11,5 Dollar je Scheffel nach und bewegten sich damit in Richtung eines 5-Wochen-Tiefs, da schwächere Rohölpreise den Markt für Pflanzenöle belasteten.
Die Ölpreise fielen deutlich, nachdem über ein mögliches US-Iran-Abkommen berichtet worden war, das die Straße von Hormus wieder öffnen könnte.
Die Preise für Agrarrohstoffe folgen häufig den Energiemärkten, weil zunehmend rohstoffbasierte Ausgangsstoffe in der Biokraftstoffproduktion verwendet werden, sodass Veränderungen beim Rohöl auch dann auf die Preisbildung im Sojakomplex durchschlagen können, wenn es nur wenige spezifische Nachrichten zur Ernte gibt.
Zusätzlicher Druck kam von Erwartungen reichlicher globaler Versorgung, wobei das Brokerage StoneX die US-Sojaernte 2026 auf 4,47 Milliarden Scheffel prognostizierte.
Während das US-Landwirtschaftsministerium kürzlich einen privaten Verkauf von 132.000 metrischen Tonnen US-Sojabohnen an China für die Lieferung im Vermarktungsjahr 2026/27 bestätigte, konnte der Kauf den bärischen Angebotsausblick nur wenig abfedern.
Händler beobachteten zudem weiter die Entwicklungen in der Schwarzmeerregion, wo der andauernde Russland-Ukraine-Krieg die Getreideexportwege bedrohte. Dennoch belasteten Erwartungen an eine weitere große Ernte aus der Region die Preise weiterhin.
Quelle: Trading Economics