NachrichtenKryptoSüdkorea schafft Schwellenwert für Krypto-Travel-Rule ab 20. August ab

Südkorea schafft Schwellenwert für Krypto-Travel-Rule ab 20. August ab

Autor: CryptoNewsNet·

Wichtige Erkenntnisse

  • Südkorea wird ab dem 20. August verlangen, dass VASPs alle Kryptowährungsüberweisungen unabhängig vom Wert melden, wodurch der aktuelle Schwellenwert von 1 Million Won entfällt.
  • Die Änderung bringt Südkorea in Übereinstimmung mit den FATF-Empfehlungen und geht über die in den Vereinigten Staaten geltenden Standards hinaus, wo FinCEN einen Meldeschwellenwert von 3.000 US-Dollar beibehält.
  • Die erweiterte Regel gilt sowohl für VASP-zu-VASP-Überweisungen als auch für Transaktionen mit selbstverwalteten Wallets und verpflichtet Börsen, die Informationen der Gegenpartei vor der Ausführung zu überprüfen.
  • Kleinere Kryptowährungs-Plattformen könnten mit den technischen Anforderungen der universellen Transaktionsmeldung Schwierigkeiten haben, obwohl die Regierung beabsichtigt, am genannten Datum mit der vollständigen Durchsetzung fortzufahren.
  • Nicht konformen VASPs drohen Sanktionen einschließlich Geldstrafen und Betriebseinstellungen, durchgesetzt von der Financial Services Commission.
Südkorea schafft Schwellenwert für Krypto-Travel-Rule ab 20. August ab

Südkorea wird den Geldschwellenwert für seine Kryptowährungs-Travel-Rule ab dem 20. August abschaffen und Anbieter virtueller Vermögenswerte (VASPs) verpflichten, Transaktionsdetails für jede Überweisung digitaler Vermögenswerte unabhängig vom Wert zu melden. Die überarbeitete Durchführungsverordnung soll gemäß Digital Asset am 11. August bei einem Kabinettstreffen geprüft werden.

Geltender Rahmen und Gesetzesänderung

Nach den geltenden Vorschriften müssen VASPs in Südkorea Informationen über Absender und Empfänger nur für Überweisungen von mehr als 1 Million Won (ca. 730 US-Dollar) übermitteln. Die Änderung des Gesetzes über die Meldung und Verwendung bestimmter Finanztransaktionsinformationen hebt dieses Minimum auf und erstreckt die gleichen Compliance-Pflichten auf Überweisungen beliebiger Höhe.

Diese politische Kurskorrektur bringt Südkorea in völlige Übereinstimmung mit den Empfehlungen der Financial Action Task Force (FATF), die empfiehlt, dass die Travel-Rule alle Überweisungen virtueller Vermögenswerte ohne Bagatellausnahme abdecken sollte. Die FATF hat die Mitgliedsgerichtsbarkeiten wiederholt dazu gedrängt, die Regel umfassend umzusetzen, und darauf hingewiesen, dass Kriminelle Wertgrenzen ausnutzen können, um illegale Gelder über kleinere Transaktionen zu verschieben. Durch die vollständige Abschaffung des Schwellenwerts geht Südkorea weiter als mehrere große Gerichtsbarkeiten, darunter die Vereinigten Staaten, wo FinCEN einen Schwellenwert von 3.000 US-Dollar für vergleichbare Meldepflichten anwendet.

Auswirkungen auf Börsen und Nutzer

Für Kryptowährungs-Börsen, die in Südkorea tätig sind, macht die Änderung verstärkte Sorgfaltsverfahren bei allen Transaktionen erforderlich. Branchenteilnehmer erwarten höhere Betriebskosten und längere Bearbeitungszeiten, da die Plattformen die erweiterten Meldeanforderungen umsetzen. Die Belastung ist angesichts der Tatsache besonders ins Gewicht fallend, dass Südkorea zu den größten Kryptowährungs-Handelsmärkten der Welt nach Volumen gehört, was bedeutet, dass sich die Regeländerung auf einen beträchtlichen Anteil der weltweiten Einzelhandelsaktivitäten mit digitalen Vermögenswerten auswirken wird.

Die aktualisierte Regel gilt für Überweisungen zwischen VASPs sowie für Transaktionen mit selbstverwalteten Wallets. Im letzteren Fall müssen Börsen die Informationen der Gegenpartei erfassen und überprüfen, bevor sie die Überweisung ausführen. Nutzer könnten auf zusätzliche Verifizierungsschritte stoßen, insbesondere wenn sie Vermögenswerte an nicht-verwahrte Wallets oder Plattformen mit Sitz in ausländischen Gerichtsbarkeiten senden.

Reaktion der Branche und Compliance-Bedenken

Große inländische Börsen haben sich auf den Übergang vorbereitet, aber kleinere Plattformen könnten vor Herausforderungen stehen, wenn es darum geht, den technischen und administrativen Anforderungen der universellen Transaktionsmeldung nachzukommen. Die Korea Blockchain Association hat sich für eine stufenweise Einführung ausgesprochen, um kleineren Unternehmen zusätzliche Zeit zur Anpassung zu geben, obwohl die Regierung ihre Absicht signalisiert hat, am genannten Datum mit der vollständigen Durchsetzung fortzufahren.

Südkorea führte die Travel-Rule im Jahr 2022 ein und gehörte damit zu den ersten Gerichtsbarkeiten in Asien, die solche Anforderungen gesetzlich verankerte. Die neueste Änderung stärkt die Position des Landes bei der Förderung von FATF-Compliance-Standards in seinem Sektor für digitale Vermögenswerte. Auch Singapur und Hongkong haben die Durchsetzung der Travel-Rule verschärft, wodurch sich die Asien-Pazifik-Region an die Spitze der weltweiten Festlegung von Krypto-AML-Standards setzt.

Durchsetzung und Sanktionen

VASPs, die den neuen Verpflichtungen nicht nachkommen, können mit Sanktionen einschließlich Geldstrafen und der Aussetzung ihres Betriebs rechnen. Es wird erwartet, dass die Financial Services Commission die Regel im Rahmen des umfassenderen Anti-Geldwäsche-Rahmens des Landes strikt durchsetzt.

Da sich die Umsetzungsfrist vom 20. August nähert, müssen sich sowohl Börsen als auch einzelne Nutzer auf die erweiterten Compliance-Anforderungen vorbereiten, um mögliche Sanktionen nach der überarbeiteten Durchführungsverordnung zu vermeiden.