NachrichtenAktienKonsortien von SKT, KT und Kakao für Südkoreas „AI for all“-Dienstprojekt ausgewählt

Konsortien von SKT, KT und Kakao für Südkoreas „AI for all“-Dienstprojekt ausgewählt

Autor: Korea Herald Business·

Wichtige Erkenntnisse

  • Drei Konsortien unter der Führung von SK Telecom, KT und Kakao wurden ausgewählt, um einen landesweiten KI-Dienst aufzubauen.
  • Die Regierung stellt den Teams insgesamt 512 Nvidia-B200-GPUs bereit und finanziert die Einführung des Dienstes im kommenden Jahr.
  • Die Behörden planen, im kommenden Monat Vereinbarungen mit jedem Konsortium zu unterzeichnen; die Dienste sollen bis zum Jahresende starten.
  • Das Projekt schreibt vor, dass heimische KI-Modelle gemäß den Standards des Ministeriums mindestens 50 % jedes Systems ausmachen.
  • Die Initiative ist Teil der umfassenderen Anstrengungen Südkoreas, die KI-Infrastruktur auszubauen und eine „KI-Basisgesellschaft“ zu schaffen.
Konsortien von SKT, KT und Kakao für Südkoreas „AI for all“-Dienstprojekt ausgewählt

Südkoreas Ministerium für Wissenschaft und IKT teilte am Freitag mit, dass es drei Konsortien — unter der Führung von SK Telecom Co., KT Corp. und Kakao Corp. — ausgewählt hat, um im Rahmen der Regierungsinitiative „AI for all“ einen KI-Dienst aufzubauen, der für jedermann zugänglich ist.

Die drei Teams erhalten laut Ministerium insgesamt 512 B200-Grafikprozessoren (GPUs) von Nvidia, während die Kosten für die Einführung des Dienstes im kommenden Jahr aus staatlichen Haushaltsmitteln gedeckt werden. Die Nvidia B200 ist eine GPU für Rechenzentren aus der Blackwell-Generation des US-Chipherstellers, die für groß angelegte KI-Workloads ausgelegt ist.

Die Auswahl erfolgt vor dem Hintergrund eines umfassenderen staatlichen Ausbaus der KI-Infrastruktur. Präsident Lee Jae Myung, der im Juni sein Amt angetreten ist, hat sich verpflichtet, Südkorea zu einer der drei führenden KI-Nationen der Welt zu machen. Im Juli kündigte die Regierung zudem ein Unterstützungspaket von 100 Billionen Won für den KI-Chipsektor bis 2030 an, zusammen mit Plänen für ein nationales KI-Rechenzentrum — beginnend in Ulsan —, in dem voraussichtlich Zehntausende Hochleistungs-GPUs betrieben werden sollen.

Das Wissenschaftsministerium plant, im kommenden Monat mit jedem Konsortium eine Vereinbarung zu unterzeichnen; der offizielle Start der einzelnen Dienste soll bis zum Jahresende erfolgen.

Die Regierung startete das Projekt „AI for all“ im Juli als Teil ihrer Bemühungen, eine von ihr so genannte „KI-Basisgesellschaft“ zu schaffen, in der Menschen unabhängig von Einkommen, Alter oder digitaler Kompetenz KI-Dienste nutzen können.

Nach den Anforderungen des Projekts müssen Entwickler für mindestens 50 Prozent des Systems heimische KI-Modelle einsetzen, die den eigenständigen Foundation-Modell-Standards des Ministeriums entsprechen. Südkorea verfügt über einen aktiven Sektor heimischer Modelle — darunter Navers HyperCLOVA X, EXAONE von LG AI Research und SK Telecoms eigene A.X-Serie, während Kakao seine Kanana-Modelle vorgestellt hat —, was den Konsortien heimische Optionen zur Erfüllung dieser Vorgabe bietet.

Insgesamt bewarben sich sechs Konsortien für das Projekt; die Bewerbungsfrist lief Mitte August aus. SK Telecom und KT sind die beiden größten Telekommunikationsanbieter Südkoreas, während Kakao mit Kakao Talk die dominante mobile Messaging-Plattform des Landes betreibt. Beide Anbieter haben KI zu einem zentralen Bestandteil ihrer Wachstumsstrategien gemacht — SKT durch seine „AI-Pyramide“-Strategie und seinen persönlichen Assistenten A., KT durch eine 2024 angekündigte Partnerschaft mit Microsoft zur Entwicklung auf Südkorea zugeschnittener KI-Modelle.

(Yonhap)

Quelle: Korea Herald Business