Südkoreas FSC intensiviert Austausch mit der Nationalversammlung zum Stablecoin-Gesetzentwurf
Wichtige Erkenntnisse
- •Die FSC wird Mitarbeiter der Nationalversammlung über das vorgeschlagene Grundgesetz für digitale Vermögenswerte und dessen Stablecoin-Bestimmungen informieren.
- •Der Gesetzentwurf dürfte strengere Reserve- und Transparenzanforderungen für Stablecoin-Emittenten vorsehen.
- •Der Vorschlag würde Südkoreas Krypto-Regeln über den im Juli 2023 verabschiedeten Virtual Asset User Protection Act hinaus ausweiten.
- •Der Rahmen soll virtuelle Vermögenswerte, Stablecoins, Handelsplattformen und Dienstleister abdecken.
- •Es wurde kein offizieller Zeitplan für die Verabschiedung bekannt gegeben; der Fortschritt hängt von der Ausschussprüfung und parteiübergreifenden Verhandlungen ab.

Südkoreas Financial Services Commission (FSC) verstärkt ihren Austausch mit Gesetzgebern, während sie ein vorgeschlagenes Grundgesetz für digitale Vermögenswerte vorantreibt, das Stablecoin-Regulierung umfasst.
Laut einem Bericht von Edaily bestätigte ein Beamter der Abteilung für virtuelle Vermögenswerte der FSC, dass die Kommission heute das Bürogebäude der Mitglieder der Nationalversammlung besuchen wird, um parlamentarische Mitarbeiter und unterstützendes Personal über die Einzelheiten des Gesetzentwurfs zu informieren.
Koordinierte gesetzgeberische Kontaktaufnahme
Der FSC-Beamte erklärte, dass die Kommission in regelmäßigem Kontakt mit der Nationalversammlung gestanden habe. In den kommenden Wochen plant die FSC, jedes Büro zu besuchen, das im Ausschuss für politische Angelegenheiten der Nationalversammlung vertreten ist, einschließlich Mitgliedern der Regierungs- und Oppositionsparteien.
Ziel dieser koordinierten Kontaktaufnahme ist es, sicherzustellen, dass die parlamentarischen Mitarbeiter den vorgeschlagenen Regulierungsrahmen umfassend verstehen, bevor die formelle Debatte beginnt.
Stablecoin-Bestimmungen im Vordergrund
Das Grundgesetz für digitale Vermögenswerte soll voraussichtlich eine umfassende Regulierungsstruktur für virtuelle Vermögenswerte in Südkorea schaffen, mit besonderem Schwerpunkt auf Stablecoins. Die FSC hat signalisiert, dass Stablecoin-Emittenten strengeren Reserve- und Transparenzanforderungen unterliegen werden.
Dieser Ansatz steht im Einklang mit internationalen Regulierungstrends, darunter die Markets in Crypto-Assets (MiCA)-Verordnung der Europäischen Union sowie laufende politische Diskussionen in Japan und Singapur.
Der Vorstoß für spezielle Stablecoin-Regeln folgt zudem auf den Zusammenbruch von TerraUSD (UST) und Luna im Mai 2022, einem von der in Singapur ansässigen Terraform Labs gegründeten Projekt, dessen Kollaps einen Wert von etwa $40 billion vernichtete und zahlreiche koreanische Privatanleger betraf. Dieses Ereignis verdeutlichte die systemischen Risiken algorithmischer Stablecoins und beschleunigte Forderungen, dass Emittenten transparente, vollständig gedeckte Reserven vorhalten sollen.
Aufbau auf bestehenden Rahmenwerken
Südkorea setzte bereits im Juli 2023 den Virtual Asset User Protection Act um, seine erste umfassende Krypto-Gesetzgebung, die sich auf Schutzmaßnahmen für Anleger und Strafen für unfaire Handelspraktiken konzentrierte. Das vorgeschlagene Grundgesetz für digitale Vermögenswerte soll den Regulierungsrahmen ausweiten, indem Bereiche adressiert werden, die durch dieses frühere Gesetz nicht vollständig abgedeckt sind, darunter Anforderungen an die Ausgabe von Stablecoins, Verwahrstandards und die Lizenzierung von Handelsplattformen.
Marktkontext
Südkorea zählt zu den aktivsten Kryptowährungsmärkten der Welt und ist durch eine hohe Beteiligung von Privatanlegern geprägt. Klare Stablecoin-Regeln könnten Börsen, Emittenten und Anlegern Rechtssicherheit bieten und zugleich Risiken im Zusammenhang mit Marktmanipulation und systemischer Instabilität adressieren.
Der proaktive Briefing-Zeitplan der FSC deutet darauf hin, dass die Regierung eine zügige Verabschiedung des Gesetzes priorisiert.
Umfang des vorgeschlagenen Rahmenwerks
Das Grundgesetz für digitale Vermögenswerte ist als umfassender Regulierungsrahmen konzipiert, der virtuelle Vermögenswerte, Stablecoins, Handelsplattformen und Dienstleister abdeckt. Die Gesetzgebung soll den Anlegerschutz und die Marktintegrität stärken.
Durch ihre detaillierten Briefings will die FSC sicherstellen, dass parlamentarische Mitarbeiter die technischen Dimensionen des Stablecoin-Gesetzentwurfs verstehen. Nach Einschätzung der Kommission soll dies eine fundierte Debatte und einen reibungsloseren Fortgang im Ausschuss für politische Angelegenheiten erleichtern.
Nächste Schritte
Für die Verabschiedung des Gesetzentwurfs wurde kein offizieller Zeitplan festgelegt. Auch wenn die Kontaktaufnahme der FSC darauf hindeutet, dass die Gesetzgebung Priorität hat, wird der legislative Prozess von der Ausschussprüfung und parteiübergreifenden Verhandlungen abhängen.
Der intensivierte Austausch der FSC mit Mitarbeitern der Nationalversammlung spiegelt eine bewusste Strategie wider, Konsens aufzubauen und den Gesetzgebungsprozess zu beschleunigen. Weitere Entwicklungen werden erwartet, während der Gesetzentwurf die Ausschussprüfung durchläuft.