NachrichtenMakroVerteidigungsministerium bestätigt Hormuz-Evaluierungsmission – keine US-Frist für November

Verteidigungsministerium bestätigt Hormuz-Evaluierungsmission – keine US-Frist für November

Autor: The Korea Times Business·

Wichtige Erkenntnisse

  • Das Verteidigungsministerium erklärte, das Team sei entsandt worden, um die regionale Lage und Sicherheitsbedingungen rund um die Straße von Hormuz zu bewerten – nicht als Vorstufe zu einer automatischen Entsendung.
  • Seoul bestritt, dass Washington die Verlegung südkoreanischer Kräfte in die Straße von Hormuz bis zu einer bestimmten Frist gefordert hat.
  • Ein hochrangiger Militärvertreter sagte, die Wahrscheinlichkeit einer Entsendung südkoreanischer Streitkräfte in die Region im November erscheine äußerst gering.
  • Südkorea prüft militärische Beiträge im Rahmen breiterer Bemühungen zur Sicherung der Schifffahrtsfreiheit in der strategischen Wasserstraße.
  • Zu den geprüften Optionen gehören P-8A Poseidon Patrouillenflugzeuge und Kampfmittelbeseitigungsspezialisten; die Entsendung des Logistikschiffs der Soyang-Klasse gilt als unwahrscheinlich.
Verteidigungsministerium bestätigt Hormuz-Evaluierungsmission – keine US-Frist für November

Das südkoreanische Verteidigungsministerium bestätigte am Dienstag, dass es ein Team in den Nahen Osten entsandt hat, um die Lage rund um die Straße von Hormuz zu beurteilen. Zugleich wies es Berichte zurück, wonach die USA Südkorea aufgefordert haben, bis November militärische Kräfte dorthin zu entsenden.

Das Ministerium betonte, dass die Mission des Teams darin bestand, die regionale Lage und die Sicherheitsbedingungen zu bewerten – und nicht auf der Annahme beruhte, dass südkoreanische Streitkräfte letztlich entsandt würden.

„Die Behauptung, die USA hätten die Verlegung unserer Kräfte in die Straße von Hormuz bis zu einer bestimmten Frist gefordert, ist nicht wahr“, erklärte das Ministerium in einer Mitteilung und fügte hinzu, dass über eine mögliche Entsendung noch keine Entscheidung getroffen worden sei.

Ein hochrangiger Militärvertreter stellte zudem die Möglichkeit in Frage, dass südkoreanische Kräfte bereits im November in die Region geschickt werden könnten. „Die Möglichkeit einer Entsendung im November erscheint äußerst gering“, sagte der Informant gegenüber The Korea Times. „Zu diesem Zeitpunkt lässt sich ein genaues Datum schwer bestätigen."

Die Erklärung des Ministeriums kam inmitten wachsender Spekulationen darüber, wann und wie Südkorea zu den internationalen Bemühungen um die Sicherung der Schifffahrtsfreiheit in der strategischen Wasserstraße beitragen könnte. Die Straße von Hormuz ist einer der wichtigsten Nadelöhre des weltweiten Seehandels mit Öl. Südkorea – das den Großteil seines Rohöls aus dem Nahen Osten importiert – ist für seine Energieversorgung stark auf diese Route angewiesen, wodurch die Sicherheit der Schifffahrtswege dort ein unmittelbares nationales Interesse Seouls darstellt.

Die Regierung hat eingeräumt, dass militärische Optionen zu den erwogenen Formen eines „substantiellen Beitrags" zählen, zugleich aber wiederholt erklärt, dass noch kein konkreter Plan beschlossen wurde.

Zu den innerhalb und außerhalb des Militärs diskutierten Optionen gehören der Einsatz von P-8A Poseidon Seefernaufklärungsflugzeugen für Überwachungs- und Aufklärungsaufgaben sowie die Entsendung von Kampfmittelbeseitigungsspezialisten für Minenräumeinsätze. Die Entsendung des Logistikunterstützungsschiffs der Soyang-Klasse der Marine gilt als unwahrscheinlich, da sie vergleichsweise viele Personal erfordern würde.

Jede Entscheidung über eine Entsendung von Streitkräften müsste zudem die Verteidigungsbereitschaft Südkoreas und die einschlägigen innerstaatlichen Rechtsverfahren berücksichtigen. Je nach Art und Umfang der Mission könnte eine parlamentarische Genehmigung erforderlich sein. Südkorea hat in der Vergangenheit zu internationalen Bemühungen um maritime Sicherheit in der Region beigetragen, darunter seit 2009 die Pirateriebekämpfungseinheit Cheonghae vor dem Horn von Afrika, wobei diese Mission auf einer eigenen Rechtsgrundlage beruht.

Das Präsidialamt erklärte letzte Woche, dass mögliche militärische Beiträge von einer Kampfbeteiligung bis hin zu nichtkriegerischen Einsatz- und Suchoperationen reichen könnten und die Optionen weiterhin geprüft würden.