Solana Foundation und KSNET schließen Partnerschaft zur Einführung von Blockchain-Zahlungen für über 330.000 südkoreanische Händler
Wichtige Erkenntnisse
- •Die Solana Foundation und KSNET haben ein MOU unterzeichnet, um die Integration von Solana Pay in ein Händlernetzwerk mit über 330.000 Unternehmen in Südkorea zu prüfen.
- •KSNET verarbeitet monatlich knapp 4 Milliarden US-Dollar an Transaktionsvolumen über sein Zahlungs- und Abrechnungsnetzwerk.
- •Zwei Proof-of-Concept-Projekte werden die Integration von Solana Pay sowie KI-gesteuerten Handel über das x402-Protokoll evaluieren.
- •Der Zahlungsrahmen wird die Einhaltung südkoreanischer Vorschriften sicherstellen und das bestehende Won-Abrechnungssystem weiterhin nutzen.
- •Kommerzialisierungspläne werden nach Abschluss der technischen Tests und Überprüfungen schrittweise entwickelt.

Die Solana Foundation hat ein Memorandum of Understanding mit dem südkoreanischen FinTech-Unternehmen KSNET unterzeichnet, um die Integration der Blockchain-Zahlungsinfrastruktur von Solana in ein Händlernetzwerk zu prüfen, das landesweit mehr als 330.000 Unternehmen bedient.
KSNET betreibt eines der größeren Zahlungs- und Abrechnungsnetzwerke Südkoreas und verarbeitet ein monatliches Transaktionsvolumen von knapp 4 Milliarden US-Dollar. Die Partnerschaft könnte einen Weg für digitale Zahlungstechnologien ebnen, um im großen Maßstab in den Mainstream-Handel zu gelangen – in einem Land, das bereits zu den weltweit größten Handelsmärkten für digitale Vermögenswerte zählt und über eine der am stärksten digitalisierten Einzelhandelszahlungslandschaften Asiens verfügt, angeführt von Plattformen wie KakaoPay, Naver Pay und Toss.
BREAKING: Korean fintech giant KSNET is bringing payments on Solana to its network of 330,000+ merchants
As part of an MOU with Solana Foundation, KSNET will integrate Solana Pay into a payment network processing $4B in monthly volume. pic.twitter.com/XYcccF3H3Q
— Solana (@solana) July 30, 2026
Proof-of-Concept-Projekte zur Evaluierung von Solana Pay
Die Zusammenarbeit wird zunächst auf zwei Proof-of-Concept-Projekten basieren, die die technische und kommerzielle Machbarkeit Blockchain-basierter Zahlungen evaluieren sollen. Die Blockchain von Solana ist für hohe Transaktionsdurchsatzraten und niedrige Kosten pro Transaktion bekannt – Eigenschaften, die laut ihren Befürwortern besonders für hochvolumige Einzelhandelsszenarien geeignet sind.
Das erste Projekt wird die Integration von Solana Pay in die bestehende Online- und Offline-Händlerzahlungsinfrastruktur von KSNET untersuchen. Die Unternehmen möchten demonstrieren, dass native Blockchain-Transaktionen effizient innerhalb konventioneller Zahlungsumgebungen funktionieren können, ohne den Händlerbetrieb zu stören. Das Projekt wird zudem prüfen, ob Solana Pay mit modernen Finanztechnologien kompatibel bleiben und gleichzeitig die bereits von Unternehmen und Verbrauchern genutzten Zahlungsprozesse unterstützen kann.
Das zweite Projekt wird den KI-gesteuerten Handel über das x402-Protokoll erkunden. Die Unternehmen planen zu evaluieren, wie das Protokoll automatisierte oder KI-gestützte Zahlungsfunktionen innerhalb des intern getesteten KI-Zahlungsnetzwerks von KSNET unterstützen könnte. Das x402-Protokoll soll im Rahmen breiterer Bemühungen zur Entwicklung fortschrittlicher Zahlungsfunktionen für neuartige Formen des digitalen Handels bewertet werden. Für die Einführung kommerzieller KI-basierter Zahlungsdienste wurde noch kein Zeitrahmen bekannt gegeben.
Compliance und Won-Abrechnung als Kernbestandteile
Die Einhaltung regulatorischer Vorgaben wird ein zentraler Bestandteil des vorgeschlagenen Zahlungsrahmens sein. Dieser Schwerpunkt passt zur sich entwickelnden Regulierungslandschaft für digitale Vermögenswerte in Südkorea. Nach dem Gesetz über die Meldung und Verwendung bestimmter Finanztransaktionsinformationen des Landes sind Anbieter virtueller Vermögenswerte verpflichtet, sich bei den Finanzbehörden zu registrieren und Anti-Geldwäsche-Kontrollen zu implementieren. KSNET plant, strenge Anti-Geldwäsche-Maßnahmen zu integrieren, um zu verhindern, dass illegale Gelder in das Zahlungsnetzwerk gelangen.
Das Zahlungsmodell soll im Einklang mit den südkoreanischen Finanzvorschriften bleiben und das bestehende Won-Abrechnungssystem des Landes weiterhin nutzen. Die Aufrechterhaltung der Kompatibilität mit der lokalen Abrechnungsinfrastruktur könnte dazu beitragen, Liquiditätsbedenken zu verringern, die häufig mit Überweisungen digitaler Vermögenswerte verbunden sind, und die Exposition gegenüber Wechselkursschwankungen begrenzen.
KSNET-Chefexecutive Park Han-han erklärte, dass das Unternehmen seine Erfahrung in der Zahlungsabwicklung und bei Abrechnungsdienstleistungen nutzen wolle, um eine sichere Zahlungsumgebung für Verbraucher zu schaffen. Er erklärte, dass sich das Unternehmen darauf konzentrieren werde, seine bestehende Finanzinfrastruktur mit aufstrebenden Blockchain-Technologien zu verbinden und dabei strenge Sicherheits- und Regulierungsstandards aufrechtzuerhalten.
Nächste Schritte
Nach Abschluss der technischen Tests und Überprüfungen werden Solana und KSNET voraussichtlich schrittweise Kommerzialisierungspläne entwickeln, die den Finanzvorschriften Südkoreas entsprechen. Die Partnerschaft spiegelt ein wachsendes Interesse daran wider, Blockchain-Technologie in etablierte Zahlungssysteme zu integrieren, anstatt die bestehende Finanzinfrastruktur zu ersetzen. Sollten die Proof-of-Concept-Projekte positive Ergebnisse liefern, könnte die Zusammenarbeit Blockchain-basierten Zahlungen eine größere Rolle im Einzelhandels- und digitalen Handelsmarkt Südkoreas verschaffen.