NachrichtenKryptoSolana-Vorschläge zielen darauf ab, das SOL-Angebotswachstum zu senken

Solana-Vorschläge zielen darauf ab, das SOL-Angebotswachstum zu senken

Autor: The Market Periodical·

Wichtige Erkenntnisse

  • SIMD-550 zielt darauf ab, Solanas Disinflationsrate von -15% auf -30% zu erhöhen und das Netzwerk früher zur Inflationsuntergrenze von 1.5% zu führen.
  • SIMD-553 würde eine Verbrennungsgebühr auf angeforderte Compute Units einführen und die täglichen SOL-Verbrennungen möglicherweise von etwa 600–800 auf 7,500–9,000 SOL steigen lassen.
  • Wird SIMD-550 angenommen, würde die durchschnittliche Staking-Rate bis zum Ende des dritten Jahres von 5.25% auf 2.25% sinken.
  • Die Abstimmung über die drei Vorschläge begann am Sonntag und soll am Donnerstag um 15:30 UTC enden, doch keiner hat bisher das Quorum erreicht.
  • SOL ist in den vergangenen sieben Tagen um fast 20% gestiegen und hat sich nach einem kurzzeitigen Anstieg über $100 zuletzt bei etwa $96 stabilisiert.
Solana-Vorschläge zielen darauf ab, das SOL-Angebotswachstum zu senken

Solana prüft zwei Governance-Vorschläge, die die Token-Ökonomie des Netzwerks wesentlich verändern könnten. SIMD-550 zielt darauf ab, den Rückgang der Ausgabe neuer SOL zu beschleunigen, während SIMD-553 darauf ausgelegt ist, die Token-Verbrennungen durch eine ressourcenbasierte Gebühr zu erhöhen. Beide Maßnahmen sind Solana Improvement and Design (SIMD)-Dokumente, das Format für Solana-Protokolländerungen, und werden durch On-Chain-Abstimmungen entschieden, bei denen Validatoren nach dem ihnen delegierten Stake gewichtet abstimmen.

Nach Angaben des Krypto-Asset-Managers 21Shares würden die beiden Vorschläge das Nettowachstum des Angebots von beiden Seiten verringern. Eine geringere Ausgabe würde weniger neue Token in den Umlauf bringen, während höhere, transaktionsbezogene Verbrennungen mehr SOL dauerhaft aus dem Angebot entfernen würden.

Solana-Inflationsvorschlag zielt auf schnellere Disinflation

Der 21Shares-Bericht erklärte, dass die Vorschläge zusammenwirken, um die SOL-Ausgabe zu senken, indem sie unterschiedliche Teile des Netzwerks adressieren. SIMD-550, eingebracht von Helius, einem Solana-Infrastrukturunternehmen, soll die Disinflationsrate des Netzwerks von -15% auf -30% erhöhen. Nach dem bestehenden Solana-Zeitplan begann die Inflation bei der Netzwerk-Launch mit 8% jährlich und ist so ausgelegt, dass sie jährlich um 15% fällt, bis sie einen Boden von 1.5% erreicht, den beide Vorschläge als langfristigen Referenzpunkt verwenden.

Bei derzeit 3.78% Solana-Inflation würde der Vorschlag den Zeitraum verkürzen, bis das Netzwerk eine Inflationsrate von 1.5% erreicht, von 5.7 Jahren auf 2.8 Jahre. Solana würde damit auf Kurs gebracht, das 1.5%-Niveau in der ersten Hälfte von 2029 statt in der ersten Hälfte von 2032 zu erreichen.

Wird der Vorschlag angenommen, würde er auch die Solana-Staking-Rate beeinflussen und sie bis zum Ende des dritten Jahres von derzeit durchschnittlich 5.25% auf 2.25% senken. Das ist die größte erwartete Wirkung des Vorschlags. Staking-Belohnungen auf Solana werden aus neu ausgegebenem SOL gezahlt, weshalb die Staking-Rendite im Einklang mit der Ausgabe sinken würde.

SIMD-553 würde derweil eine Verbrennungsgebühr auf angeforderte Compute Units aus Finanzaktivitäten einführen. In diesem Rahmen könnten die täglichen SOL-Verbrennungen, die derzeit bei etwa 600 bis 800 SOL liegen, auf 7,500–9,000 SOL steigen.

Zusammen könnten die beiden Vorschläge die SOL-Inflation über sechs Jahre um etwa $1.5 billion senken. Ein dritter Vorschlag würde Solana Governance Proposal 0001 einführen, das den Abstimmungsprozess regeln soll.

SOL stabilisiert sich bei etwa $96, während die Abstimmung fortgesetzt wird

Die Aussicht auf einen starken Rückgang der SOL-Inflation kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich der Token erholt. In den vergangenen sieben Tagen legte SOL um fast 20% zu.

Nachdem er kurzzeitig über $100 gestiegen war, hat er sich in den vergangenen zwei Tagen bei etwa $96 stabilisiert. Der Token liegt nun in den vergangenen 30 Tagen 28% im Plus, obwohl er seit Jahresbeginn weiterhin 22% im Minus ist.

Falls genehmigt, könnte die niedrigere Inflation eine stärkere SOL-Bewertung unterstützen. Befürworter stellen bislang die Mehrheit, doch keiner der drei Vorschläge hat das Quorum erreicht. Bereits früher hat die Beteiligung eine Solana-Emissionsreform blockiert: SIMD-228, ein früherer Vorschlag, das Netzwerk auf einen marktbasierten Emissionsmechanismus umzustellen, verfehlte im März 2025 nach geringer Beteiligung der Validatoren das Quorum.

Die Abstimmung begann am Sonntag und soll am Donnerstag um 15:30 UTC enden. Damit bleibt nur noch etwa ein Tag, damit die Vorschläge das Quorum erreichen und eine Mehrheit sichern.

Es gibt auch Widerstand, vor allem wegen möglicher Auswirkungen auf Staking-Belohnungen. Wenn SIMD-550 angenommen wird, könnte die Staking-Rendite in nur zwei Jahren um die Hälfte sinken, was Bedenken weckt, dass einige Validatoren im Laufe der Zeit unrentabel werden könnten.

Befürworter argumentieren jedoch, dass die Vorschläge auch Kapital innerhalb des Solana-Ökosystems umlenken könnten. Solanas Staking-Quote liegt derzeit bei fast 68%, verglichen mit 34% bei Ethereum. Eine niedrigere Staking-Rendite könnte Anleger dazu bewegen, sich stärker auf DeFi-Aktivitäten zu konzentrieren.

Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Finanzberatung dar. Kryptowährungsmärkte können starke Kursbewegungen erleben.