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Singapur vergibt acht neue LNG-Bunkerlizenzen zur Stärkung des Multi-Fuel-Bunkerhubs

Autor: Hellenic Shipping News·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die MPA vergibt fünfjährige LNG-Bunkerlizenzen an acht Unternehmen, darunter ExxonMobil Asia Pacific, Shell Eastern Trading und das TotalEnergies–Sembcorp Fuels Joint Venture, mit Wirkung vom 1. September 2026.
  • Die Bewerber wurden anhand ihrer Versorgungskapazitäten, Sicherheitsstandards und ihrer Fähigkeit bewertet, Methanschlupf zu überwachen und zu mindern sowie Alternativen mit geringeren Treibhausgasemissionen über den Lebenszyklus wie Biomethan und E-Methan zu unterstützen.
  • Jeder Lizenznehmer ist verpflichtet, umfassende LNG-Bunkerdienstleistungen zu erbringen, einschließlich Kraftstoffversorgung, Lagerung, Ladungsumschlag und Lieferung an Schiffe.
  • Die MPA und Enterprise Singapore werden im August 2026 die bestehende Technische Referenz für LNG-Bunkering (TR56) zu einer vollwertigen Singapore Standard aufwerten, um Sicherheits-, Bunker- und Besatzungs kompetenzanforderungen zu verbessern.
  • Singapur entwickelt im Rahmen seiner breiteren Multi-Fuel-Hub-Strategie zudem Bunker-Operationsrahmenwerke für alternative Schiffskraftstoffe wie Methanol und Ammoniak.
Singapur vergibt acht neue LNG-Bunkerlizenzen zur Stärkung des Multi-Fuel-Bunkerhubs

Singapur vergibt acht neue LNG-Bunkerlizenzen zur Stärkung des Multi-Fuel-Bunkerhubs

31. Juli 2026

Die Maritime and Port Authority of Singapore (MPA) hat angekündigt, dass sie ab dem 1. September 2026 acht neue Lizenzen für die Versorgung mit Flüssigerdgas (LNG) als Schiffskraftstoff in Singapur vergeben wird. Die Maßnahme soll die LNG-Bunkerkapazitäten des Landes erweitern, das unterstützende Ökosystem zur Deckung der steigenden Nachfrage stärken und Singapurs Position als Multi-Fuel-Bunkerhub festigen. Singapur ist seit langem der weltweit größte Bunkerhafen nach Volumen, und die Lizenzvergabeerweiterung erfolgt zu einem Zeitpunkt, da Schiffseigentümer zunehmend LNG-betriebene Schiffe einführen, um die Treibhausgas-Reduktionsziele der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) zu erfüllen, die eine Erreichung von Netto-Null-Emissionen im internationalen Schiffsverkehr bis oder um 2050 vorsehen.

Die Lizenzen werden an folgende Unternehmen vergeben:

  • Aramco Trading Singapore
  • Equatorial Marine Fuel Management Services
  • ExxonMobil Asia Pacific
  • PetroChina International (Singapore)
  • Shell Eastern Trading
  • Sinopec Fuel Oil (Singapore)
  • TotalEnergies Gas & Power Asia (TEGPA)–Sembcorp Fuels (Singapore) Joint Venture
  • Vitol Bunkers (S)

Die acht erfolgreichen Bewerber wurden durch ein Bewertungsverfahren ausgewählt, das Versorgungskapazitäten, kommerzielle Pläne, operationelle Erfahrung und Sicherheitsstandards prüfte. Die Bewertung berücksichtigte zudem die Fähigkeit jedes Bewerbers, Methanschlupf zu überwachen und zu mindern, sowie die Kapazität, die Versorgung mit methanebasierten Alternativen mit niedrigeren Treibhausgasemissionen über den gesamten Lebenszyklus zu unterstützen, einschließlich flüssiger Biomethan und E-Methan. Methanschlupf — die Freisetzung von unverbranntem Methan während der Verbrennung im Motor — ist ein zentrales Problem bei der LNG-Schifffahrt, da Methan über kürzere Zeiträume ein deutlich stärkeres Treibhausgas als Kohlendioxid ist. Aus diesem Grund behandeln die Bewertungskriterien der MPA ausdrücklich die Überwachungs- und Minderungskapazitäten.

Jede Lizenz ist fünf Jahre lang gültig, vom 1. September 2026 bis zum 31. August 2031, unter der Voraussetzung, dass die Lizenznehmer die entsprechenden Lizenzbedingungen weiterhin erfüllen. Die Lizenznehmer sind verpflichtet, umfassende LNG-Bunkerdienstleistungen von Anfang bis Ende zu erbringen, einschließlich Kraftstoffversorgung, Lagerung, Ladungsumschlag und Lieferung an Schiffe. Die Vergabe dieser Lizenzen beschließt die am 14. Januar 2026 gestartete Aufforderung zur Bewerbung (Call for Applications).

In einer parallelen Maßnahme zur Stärkung sicherer und zuverlässiger LNG-Bunkeroperationen werden die MPA und Enterprise Singapore über den Singapore Standards Council die bestehende Technische Referenz für LNG-Bunkering (TR56) im August 2026 zu einer vollwertigen Singapore Standard (SS) aufwerten. Der neue Standard wird Sicherheitsanforderungen, Bunkerverfahren, Custody-Transfer-Protokolle und Kompetenzen der Besatzungen stärken und als branchenweite Referenz für LNG-Bunkeroperationen in Singapur dienen. Die MPA erklärte, dass die neue SS das LNG-Bunkerökosystem Singapurs weiter verbessern und die Stellung der Hafenstadt als vertrauenswürdiger Bunkerhub festigen werde. Singapur entwickelt im Rahmen seiner breiteren Multi-Fuel-Hub-Strategie zudem Bunker-Operationsrahmenwerke für andere alternative Schiffskraftstoffe, darunter Methanol und Ammoniak.

Quelle: Maritime and Port Authority of Singapore