Der Silbermarkt sieht sich einem Defizit von 46,3 Millionen Unzen gegenüber, während das verfügbare Angebot knapper wird
Wichtige Erkenntnisse
- •Silber bleibt über normale Kanäle verfügbar, doch das frei lieferbare Angebot wird knapper.
- •Der Artikel betont, dass lieferbares Silber und gemeldete Silberbestände nicht dasselbe sind.
- •COMEX registered- und eligible-Bestände können eine Lücke zwischen Schlagzeilen zu Lagerbeständen und physisch lieferbarem Metall erzeugen.
- •Nahezu drei Viertel des neu geförderten Silbers entstehen als Nebenprodukt des Kupfer-, Blei-, Zink- und Goldabbaus.
- •Höhere Silberpreise führen nicht zwangsläufig zu einem entsprechenden Anstieg der Silberproduktion, da das Angebot teilweise von anderen Metallmärkten abhängt.

Der Silbermarkt sieht sich einem Defizit von 46,3 Millionen Unzen gegenüber, während das verfügbare Angebot knapper wird
David Russell
Trotz Schlagzeilen, die vor einem drohenden Silbermangel warnen, ist die Lage weitaus differenzierter und für Anleger vermutlich noch wichtiger.
Silber ist weiterhin verfügbar. Es kann online, per Telefon gekauft oder in sicheren Tresoren auf der ganzen Welt gelagert werden.
Doch unter der Oberfläche wird der Markt zunehmend enger.
In der neuesten GoldCore-TV-Folge untersucht der Artikel die strukturellen Kräfte, die den Silbermarkt neu formen. Er erklärt, warum lieferbares Silber sich stark von gemeldetem Silber unterscheidet, wie Papiermärkte physische Knappheit verdecken können und warum Anleger den Unterschied zwischen COMEX registered und eligible Beständen verstehen sollten.
Die Lücke zwischen diesen beiden Bestandskategorien ist wichtig, weil gemeldete Bestände den Eindruck erwecken können, dass mehr Metall sofort verfügbar ist, als tatsächlich geliefert werden kann. Diese Unterscheidung wird umso relevanter, wenn Marktteilnehmer sich auf eine unmittelbare physische Erfüllung statt auf Schlagzeilen zu Lagerbeständen konzentrieren.
Der Beitrag beleuchtet außerdem ein weniger bekanntes Angebotsproblem. Nahezu drei Viertel des neu geförderten Silbers entstehen als Nebenprodukt des Kupfer-, Blei-, Zink- und Goldabbaus, was bedeutet, dass höhere Silberpreise nicht zwangsläufig zu einer höheren Silberproduktion führen.
Das heißt, das Angebotswachstum hängt teilweise von der Bergbauaktivität in anderen Metallmärkten ab und nicht allein von der Silbernachfrage. Das hilft zu erklären, warum verfügbares Bullion knapp bleiben kann, selbst wenn weiterhin Silber gefördert wird.
Das Ergebnis ist kein unmittelbarer Silbermangel. Vielmehr handelt es sich um einen Markt, in dem frei verfügbares Angebot zunehmend begrenzt wird.
Über den Autor
David Russell
David ist CEO von GoldCore.
Bis Sommer 2023 war er Director of Marketing and Communications und verantwortlich für alle Marketing- und Kommunikationsstrategien sowie das Branding.
David kam 2008 als Director of Business Development zu GoldCore und übernahm 2020 später die Rolle des Director of Marketing and Communications.
Zuvor leitete und führte Dave seine eigene Marketingagentur und absolvierte mehrere Coaching-Qualifikationen.
„Die Arbeit für GoldCore gibt Ihnen eine hervorragende Perspektive, um globale finanzielle und geopolitische Entwicklungen zu betrachten. Ich bin sehr stolz darauf, Teil eines Unternehmens zu sein, das dazu beiträgt, das Verständnis der Anleger für diese Entwicklungen zu vertiefen.“
Wenn er nicht arbeitet, begeistert sich David für das Segeln und hat die ‚Round Ireland Yacht Race‘ zweimal absolviert.