Bezirk Jongno startet „Gardener Village 2.0“ und erweitert Gemeinschaftsgärten im Zentrum von Seoul
Wichtige Erkenntnisse
- •Der Bezirk Jongno erweitert seine öffentliche Urban-Gardening-Initiative zu einem bezirksweiten Netzwerk von Mikrogärten, die von Anwohnern gepflegt werden.
- •Das Programm begann im vergangenen Jahr als öffentlich-private Partnerschaft mit lokalen Nichtregierungsorganisationen und Unternehmenssponsoren.
- •Die erste Phase konzentrierte sich auf Bukchon, Seochon, Sajik-dong und den Korridor Cheongjin-Insa-dong.
- •Ein Gärtner-Schulungskurs findet von September bis November 2026 statt; Bewerbungen werden bis Ende August angenommen.
- •Der Cheongjin Park wird mit hochauflösender Akustiktechnik aufgerüstet, um gartenbezogene Musikveranstaltungen und Freizeitaktivitäten im Freien zu unterstützen.

Der Bezirk Jongno, das historische Herz Seouls, gab am Freitag die Einführung von „Jongno Gardener Village 2.0“ bekannt, einer deutlich erweiterten Phase seiner öffentlichen Urban-Gardening-Initiative. Ziel ist es, kommunale Flächen und Nachbarschaftsgassen im gesamten Bezirk in von Anwohnern gepflegte Mikrogärten umzuwandeln.
Das Programm richtet sich an einen Teil des Zentrums von Seoul, in dem historische Viertel, Büroquartiere, Parks und schmale Wohnstraßen dicht beieinanderliegen. Dadurch werden kleinteilige öffentliche Räume zu einem wichtigen Bestandteil des urbanen Alltags. Statt sich ausschließlich auf große Parks zu stützen, will der Bezirk durch verstreute, lokal gepflegte Gärten mehr Grün schaffen, dem Bewohner in der Nähe von Wohnungen, Arbeitsplätzen und Fußwegen begegnen können.
Das Programm wurde ursprünglich im vergangenen Jahr als öffentlich-private Partnerschaft gestartet und verbindet bürgerschaftliches Engagement mit unternehmerischer gesellschaftlicher Verantwortung. Der Bezirk hat mit lokalen Nichtregierungsorganisationen, darunter Forest for Life, sowie mit Unternehmenssponsoren wie Kakao Makers zusammengearbeitet und damit einen Governance-Rahmen geschaffen, der kommunale Ausgaben senkt und zugleich grüne Angebote direkt zu den Anwohnern bringt.
In der ersten Phase konzentrierten sich freiwillige Gartenteams auf vier zentrale Standorte: Bukchon, Seochon, Sajik-dong und den Korridor Cheongjin-Insa-dong. Phase 2.0 erweitert diesen Ansatz und geht über einzelne zentrale Gärten hinaus zu einem bezirksweiten Netzwerk von Grünflächen, das es Anwohnern ermöglicht, öffentliche Gärten entlang ihrer eigenen Wohnstraßen und Nebenstraßen anzulegen und zu pflegen.
„Wenn das vergangene Jahr dem Säen der Samen für Jongnos Gartenkultur gewidmet war, wird diese nächste Phase der Sprung sein, der unseren gesamten Bezirk mit grüner Vitalität erfüllt“, sagte Yu Chan-jong, Bürgermeister des Bezirks Jongno. „Wir werden keine Unterstützung scheuen, um ganz Jongno zu einer einheitlichen, nachhaltigen Gartenstadt zu formen.“
Zur Absicherung der Erweiterung wird der Bezirk seinen Gärtner-Schulungskurs für die zweite Jahreshälfte 2026 von September bis November durchführen; öffentliche Bewerbungen werden bis Ende August angenommen. Die Schulungskomponente ist für das Modell zentral, weil das erweiterte Netzwerk davon abhängt, dass Anwohner Gärten nicht nur anlegen, sondern sie auch langfristig pflegen. Das Programm erweitert eine bestehende Gruppe von 50 zertifizierten Anwohnergärtnern, die im vergangenen Jahr ausgebildet wurden. Diese Gärtner sollen ihre Arbeit auf der bevorstehenden 2026 Seoul International Garden Expo präsentieren und dem Bezirk damit eine frühe öffentliche Bühne für den anwohnergeführten Ansatz bieten.
Der Bezirk entwickelt außerdem die kulturelle Dimension seiner bestehenden Grünflächen weiter. Der Cheongjin Park — ein beliebtes Mittagsziel für Büroangestellte in der Nähe von Gwanghwamun und Jonggak — wird mit hochauflösender Akustiktechnik ausgestattet, um Veranstaltungen unter dem Motto „musikgefüllter Garten“ und weitere Freizeitangebote im Freien zu unterstützen.
Durch die Verbindung von Bürgerbeteiligung, Aspekten der öffentlichen Gesundheit und Unternehmensunterstützung wollen die Verantwortlichen des Bezirks Jongno nach eigenen Angaben zeigen, dass selbst ein dicht bebautes Metropolenzentrum Raum für bedeutsame Grünflächen bieten kann.
Quelle: The Korea Times