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Seoul richtet den ersten interkontinentalen Dialog zwischen politischen Parteien aus

Autor: The Korea Times Business·

Wichtige Erkenntnisse

  • Der erste Inter-Continental Dialogue among Political Parties findet vom 6. bis 9. September in Seoul statt; beteiligt sind bis zu 23 Parteien aus 24 Ländern auf vier Kontinenten.
  • Die Teilnehmer sollen die Seoul Declaration annehmen, die einen Fahrplan für den künftigen multilateralen Dialog unter dem ICAPP festlegt.
  • Auf der Agenda stehen Klimawandel, geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Unsicherheit und rascher technologischer Wandel, einschließlich der Steuerung von künstlicher Intelligenz.
  • Den Vorsitz führt Chung Eui-yong, ehemaliger südkoreanischer Außenminister und Sicherheitsberater; Vertreter aus China und Russland nehmen virtuell teil.
  • Das 2000 auf den Philippinen gegründete ICAPP umfasst inzwischen bis zu 360 politische Parteien aus 52 Ländern in Asien und Ozeanien.
Seoul richtet den ersten interkontinentalen Dialog zwischen politischen Parteien aus

Seoul wird vom 6. bis 9. September den ersten Inter-Continental Dialogue among Political Parties (ICDPP) ausrichten, an dem bis zu 23 politische Parteien aus 24 Ländern in Asien, Afrika, Nord- und Südamerika sowie Europa teilnehmen, um zu prüfen, wie politische Organisationen gemeinsam auf wachsende globale Unsicherheiten reagieren können.

Die Eröffnungskonferenz, organisiert vom Sekretariat der International Conference of Asian Political Parties (ICAPP), steht unter dem Motto „From Vision to Reality“ und konzentriert sich auf Rahmenbedingungen für eine nachhaltige interkontinentale Zusammenarbeit. Die Teilnehmer sollen die Seoul Declaration annehmen, die einen Fahrplan für den künftigen multilateralen Dialog unter der Leitung des ICAPP skizzieren soll.

Der Dialog spiegelt einen breiteren Trend der Parteidiplomatie wider, der parallel zu den offiziellen Regierungskanälen stattfindet. Anders als zwischenstaatliche Organisationen wie die Vereinten Nationen bringen interparteiliche Foren Regierungs- und Oppositionsparteien gleichermaßen zusammen und ermöglichen so den Dialog auch dann, wenn die offiziellen diplomatischen Beziehungen zwischen Regierungen belastet sind. Indem die Organisatoren einen auf Asien fokussierten Mechanismus zu einem interkontinentalen Format erweitern, das auch Parteien aus Afrika, Nord- und Südamerika sowie Europa einbezieht, positionieren sie das ICAPP als Plattform für politischen Austausch über Regionen hinweg – zu einer Zeit, in der multilaterale Zusammenarbeit an mehreren Fronten unter Druck steht.

Den Vorsitz der Konferenz führt Chung Eui-yong, ein ehemaliger südkoreanischer Außenminister und nationaler Sicherheitsberater unter der Regierung Moon Jae-in. Zu den erwarteten Mitgliedern des Ständigen Ausschusses zählen der pakistanische Co-Vorsitzende Mushahid Hussain Sayed, Suos Yara aus Kambodscha, Zafer Sırakaya aus der Türkei, Salman Khurshid aus Indien, Theo Sambuaga aus Indonesien, Maiko Tajima aus Japan und Nguyen Thi Hoang Van aus Vietnam. Sun Haiyan aus China und Andrey Klimov aus Russland werden virtuell teilnehmen.

Die Tagesordnung umfasst wichtige globale Herausforderungen, darunter der Klimawandel, geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Unsicherheit und rascher technologischer Wandel, insbesondere künstliche Intelligenz. Die Aufnahme von KI in die Agenda erfolgt vor dem Hintergrund, dass Regierungen und internationale Organisationen weltweit damit ringen, wie sich die rasche Entwicklung der Technologie steuern lässt, und das Treffen in Seoul wird erörtern, wie politische Parteien aus verschiedenen Regionen bei solchen neuen Themen kooperieren können.

Das ICAPP wurde im Jahr 2000 auf den Philippinen gegründet, um den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen politischen Parteien in Asien und Ozeanien zu fördern. Derzeit gehören ihm bis zu 360 politische Parteien aus 52 Ländern an; es dient als interparteienübergreifendes internationales Konsultationsgremium für Frieden und gemeinsamen Wohlstand. Ob die Seoul Declaration in einen dauerhaften, regelmäßig einberufenen interkontinentalen Dialog mündet – der in dem Motto der Konferenz angelegte Prüfstein – wird von der weiteren Zusammenarbeit der teilnehmenden Parteien abhängen.