Seoul erweitert die 365 Seoul Challenge, um Einsamkeit durch Aufgaben im Freien zu lindern
Wichtige Erkenntnisse
- •Die zweite Phase der „365 Seoul Challenge“ wurde am Montag von der Stadtregierung Seoul angekündigt.
- •Das Programm verwandelt alltägliche Aktivitäten im Freien in ein 16-Felder-Bingo mit 36 möglichen Aufgaben.
- •Teilnehmende können durch den Nachweis abgeschlossener Aktivitäten Punkte sammeln und diese später in lokale digitale Währung umtauschen.
- •Eine Umfrage des Ministeriums für Gesundheit und Wohlfahrt ergab, dass mehr als fünf Prozent der jungen Erwachsenen in Korea von schwerer sozialer Isolation berichten, während Einpersonenhaushalte mehr als 34 Prozent aller Haushalte ausmachen.
- •In Seouls früherem Test gaben fast 80 Prozent der Befragten an, sich weniger isoliert zu fühlen, und mehr als 75 Prozent sagten, dass ihre wöchentlichen Ausflüge um das Zwei- bis Dreifache zunahmen.

Als sich eine Einwohnerin oder ein Einwohner früher in diesem Sommer für eine städtische Outdoor-Initiative anmeldete, war ein Spaziergang im Regen nicht Teil des Plans. Doch nach dem Abhaken einer Aufgabe, einen nahe gelegenen Nachbarschaftsgarten zu besuchen, bot das Erlebnis einen seltenen Moment der Ruhe.
„Wenn es diese Herausforderung nicht gegeben hätte, wäre ich dort nie gewesen“, erinnerte sich die teilnehmende Person später in einer städtischen Umfrage. „Mit einem Regenschirm in den Regen hinauszutreten fühlte sich unerwartet wunderbar an, und andere bei ihrem Spaziergang zu sehen, hat mir gezeigt, dass ich viel öfter das Haus verlassen sollte.“
Genau auf diese stille Erkenntnis zielen die Stadtbehörden ab.
Angesichts einer wachsenden nationalen Krise sozialer Entfremdung und Einsamkeit — ein Phänomen, das durch schnelle Urbanisierung und veränderte Familienstrukturen verstärkt wird — setzt die Stadtregierung von Seoul auf eine spielerische Strategie, um isolierte Bewohner zurück in den öffentlichen Raum zu bewegen. Der Ansatz spiegelt eine breitere Verschiebung hin zu niedrigschwelligen Gesundheits- und Sozialprogrammen wider, die die Teilnahme eher als alltäglich denn als klinisch wahrnehmbar machen sollen, insbesondere für Menschen, die auf herkömmliche Ansprache möglicherweise nicht reagieren.
Die Stadtbehörden kündigten am Montag die zweite Phase der „365 Seoul Challenge“ an, einer Initiative, die chronische Einsamkeit lindern soll, indem alltägliche Aktivitäten im Freien in ein interaktives Bingo-Spiel verwandelt werden. Statt soziale Isolation mit schweren institutionellen Eingriffen zu behandeln, können die Teilnehmenden personalisierte Bingo-Karten mit 16 Feldern aus einem Angebot von 36 einfachen Aufgaben zusammenstellen. Die Optionen reichen vom Fotografieren eines Haustiers oder dem Aufheben von Müll bei einem Spaziergang im Viertel bis hin zum Besuch lokaler Hanok-Dörfer, Buchhandlungen oder Herbstfeste entlang des Han-Flusses.
Die Teilnehmenden laden Nachweise ihrer erledigten Aktivitäten hoch, um Punkte zu sammeln, die anschließend in lokale digitale Währung für alltägliche Ausgaben umgewandelt werden können.
Der Vorstoß erfolgt, während Regierungsdaten eine sich verschärfende soziale Krise in ganz Korea aufzeigen.
Eine jüngste Umfrage des Ministeriums für Gesundheit und Wohlfahrt ergab, dass mehr als fünf Prozent der jungen Erwachsenen in Korea von schwerer sozialer Isolation berichten, während Einpersonenhaushalte inzwischen mehr als 34 Prozent aller Haushalte im ganzen Land ausmachen — ein demografischer Wandel, der steigende Depressionsraten und Todesfälle von Alleinlebenden begünstigt hat. Diese Zahlen helfen zu erklären, warum Seoul das Projekt nicht nur als Freizeitkampagne darstellt, sondern als Mittel, kleine, wiederholbare Ausflüge anzuregen, die sich in den Alltag integrieren lassen.
Vorläufige Daten aus Seouls erstem Test mit 9.000 Teilnehmenden deuten darauf hin, dass niedrigschwellige, selbstgesteuerte Anstöße messbare psychologische Veränderungen bewirken können. In einer Umfrage unter mehr als 3.200 Teilnehmenden aus der ursprünglichen Kohorte berichteten fast 80 Prozent, sich weniger isoliert zu fühlen, während mehr als 75 Prozent angaben, dass sich ihre wöchentlichen Ausflüge um das Zwei- bis Dreifache erhöht hätten.
Um die Reichweite in diesem Herbst auszuweiten, arbeitet die Stadt mit großen Privatmarken zusammen — darunter der Online-Buchhändler Aladin, die Liefer-App Baedal Minjok und die Gesundheitskette Olive Young —, um gezielte Herausforderungen anzubieten, die alltägliche Erledigungen in kleine Momente sozialer Wiederannäherung einbetten. Die Partnerschaften dienen zugleich als eingebauter Test dafür, ob vertraute kommerzielle Berührungspunkte die Teilnahme über die Startphase hinaus aufrechterhalten können.
„Indem wir auf das Feedback der Einwohner gehört haben, haben wir eine ansprechendere zweite Saison gestaltet“, sagte Jung Jin-woo, Leiter des Wohlfahrtsbüros von Seoul. „Wenn das Herbstwetter einsetzt, hoffen wir, dass mehr Bürger nach draußen gehen, etwas Neues ausprobieren und ein warmes Gefühl der Verbundenheit mit der Gemeinschaft wiederentdecken.“
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung generativer KI veröffentlicht und von The Korea Times redigiert.