NachrichtenKryptoEinflussreiche demokratische Senatoren erklären, der Crypto Clarity Act bleibe bei Ethik und Verbraucherschutz 'unter den Anforderungen'

Einflussreiche demokratische Senatoren erklären, der Crypto Clarity Act bleibe bei Ethik und Verbraucherschutz 'unter den Anforderungen'

Autor: Coindesk·

Wichtige Erkenntnisse

  • Sieben Senatsdemokraten, deren Stimmen voraussichtlich für die Verabschiedung des Clarity Act benötigt werden, gaben eine gemeinsame Erklärung ab, wonach der jüngste republikanische Entwurf bei Ethik, Verbraucherschutz, illegalem Finanzwesen, Interessenkonflikten und Marktintegrität unzureichend ist.
  • Der Clarity Act würde den ersten umfassenden bundesweiten Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswertmärkte schaffen, indem er die Zuständigkeitsgrenzen zwischen SEC und CFTC klarer abgrenzt.
  • Die Senatsrepublikaner veröffentlichten einen aktualisierten Entwurf mit einer vom Weißen Haus und Präsident Trump gebilligten Ethik-Bestimmung, die der leitende Verhandler Senator Bernie Moreno als die stärkste Ethik-Regelung in der Geschichte der USA bezeichnete.
  • Das Gesetz benötigt 60 Stimmen im Senat, was bedeutet, dass bis zu 10 Demokraten es unterstützen müssten, doch der Zeitpunkt für eine Abstimmung bleibt vor der Sommerpause am 7. August ungewiss.
  • Die Ethik-Debatte rund um die Krypto-Gesetzgebung dauert seit über einem Jahr an und gewann nach Trumps Offenlegung von über 1,4 Milliarden US-Dollar Einnahmen aus seinen Krypto-Unternehmungen im Jahr 2025 neue Dringlichkeit.
Einflussreiche demokratische Senatoren erklären, der Crypto Clarity Act bleibe bei Ethik und Verbraucherschutz 'unter den Anforderungen'

Einflussreiche demokratische Senatoren erklären, der Crypto Clarity Act bleibe bei Ethik und Verbraucherschutz 'unter den Anforderungen'

Eine Kerngruppe von Senatsdemokraten, deren Stimmen voraussichtlich für die Verabschiedung der Gesetzgebung zur Krypto-Marktstruktur benötigt werden, erklärte, dass der jüngste republikanische Entwurf des Gesetzes in Bezug auf Ethik und mehrere weitere wichtige Bestimmungen nicht weit genug geht.

Der Clarity Act würde den ersten umfassenden bundesweiten Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswertmärkte schaffen und eine klarere Grenze zwischen den Zuständigkeiten der Securities and Exchange Commission und der Commodity Futures Trading Commission ziehen. Seine Verabschiedung wird weithin als wegweisender Moment für eine Branche angesehen, die seit Jahren unter regulatorischer Unsicherheit operiert.

In einer gemeinsamen, mit CoinDesk geteilten Erklärung gaben die Senatoren Angela Alsobrooks, Cory Booker, Catherine Cortez Masto, Ruben Gallego, John Hickenlooper, Mark Warner und Raphael Warnock an, dass sie weiterhin mit ihren republikanischen Kollegen über den Digital Asset Market Clarity Act (Clarity Act) verhandeln würden, jedoch betonten, dass das Gesetz noch erheblicher Überarbeitungen bedarf.

„Der von den Republikanern vorgeschlagene Text des CLARITY Act in seiner jetzigen Form bleibt unter den Anforderungen", heißt es in der Erklärung. „Schlüsselbestimmungen, darunter jene zu Ethik für gewählte Amtsträger, Verbraucherschutz, illegale Finanzströme, Interessenkonflikte und Marktintegrität, müssen gestärkt werden."

Alsobrooks und Gallego waren die einzigen Abgeordneten innerhalb der Gruppe, die im Ausschuss für den Clarity Act stimmten. Mehrere andere Unterzeichner der Erklärung hatten in der Vergangenheit bereits Unterstützung für die Gesetzgebung signalisiert.

Neuer republikanischer Entwurf enthält von Weißen Haus unterstützte Ethik-Bestimmung

Die Senatsrepublikaner veröffentlichten am Mittwoch einen aktualisierten Entwurf des Clarity Act. Der überarbeitete Text enthält eine Ethik-Bestimmung, der das Weiße Haus und Präsident Donald Trump zugestimmt haben.

Senator Bernie Moreno, einer der führenden republikanischen Verhandler des Gesetzes, verteidigte die Ethik-Formulierung in einem Beitrag auf X (ehemals Twitter) und bezeichnete sie als „die stärkste Ethik-Regelung in der Geschichte der USA". Sein Beitrag wandte sich auch gegen die demokratische Kritik: „Hört nicht auf die Lügen der DC-Demokraten."

Ethik-Frage seit über einem Jahr ungelöst

Die Frage, wie Ethik in der Krypto-Gesetzgebung behandelt werden soll, bleibt seit mehr als einem Jahr ungelöst und reicht bis zu den Beratungen des Senats über den auf Stablecoins ausgerichteten Guiding and Establishing National Innovation for U.S. Stablecoins (GENIUS) Act zurück.

Das Thema gewann in den letzten Wochen neue Dringlichkeit, nachdem Trump in seiner jüngsten Finanzoffenlegung bekannt gab, dass er 2025 über 1,4 Milliarden US-Dollar mit seinen Krypto-Unternehmungen verdient hatte.

Zeitpunkt für Abstimmung im Senat bleibt ungewiss

Es bleibt unklar, wann der Clarity Act den Senat erreicht, obwohl das Büro des republikanischen Mehrheitsführers John Thune CoinDesk mitteilte, dass er weiterhin plane, in den kommenden Tagen voranzuschreiten.

Der Senat wird nach dem 7. August zur Sommerpause abreisen, und auch andere legislative Prioritäten konkurrieren um Plenarzeit. Das Gesetz wird 60 Stimmen benötigen, um weiterzubringen, was bedeutet, dass bis zu 10 Demokraten es unterstützen müssten.

„Wir haben im vergangenen Jahr in gutem Glauben mit unseren republikanischen Kollegen zusammengearbeitet und werden dies auch weiterhin tun, um dieses Ziel zu erreichen", erklärten die demokratischen Senatoren.

Quelle: CoinDesk