Der Aufschub von Clarity als Segen im Unglück?: State of Crypto
Wichtige Erkenntnisse
- •Senatsmehrheitsführer John kündigte an, dass vor der Augustpause keine Verfahrensabstimmung über den Digital Asset Market Clarity Act stattfinden wird, wodurch die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung in diesem Jahr sinkt.
- •Der Clarity Act soll den ersten umfassenden bundesweiten Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswerte schaffen, indem Zuständigkeitsfragen zwischen SEC und CFTC geklärt werden.
- •Trumps gemeldeter Gewinn von 1,4 Milliarden Dollar aus Krypto-Geschäften wurde von einer Verhandlungsquelle als der „kill shot“ beschrieben, der die Gespräche am Freitag faktisch beendete.
- •Bedenken wegen Trumps Krypto-Geschäftsverbindungen beschäftigen Demokraten seit Mai 2025 und traten erstmals während der GENIUS-Act-Verhandlungen zu Stablecoins auf.
- •Eine gescheiterte Cloture-Abstimmung hätte das Gesetzgebungsverfahren bis zum nächsten Kongress möglicherweise vollständig beendet, weshalb die Verzögerung für die Kryptobranche günstiger war als eine Niederlage.

Verzögert sich die Abstimmung über den Digital Asset Market Clarity Act vor der Augustpause
Senatsmehrheitsführer John erklärte am späten Donnerstag vergangener Woche, dass der Senat vor der Augustpause nicht einmal eine Verfahrensabstimmung über den Digital Asset Market Clarity Act abhalten werde. Damit sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass der Gesetzentwurf in diesem Jahr Gesetz wird. Die Aussichten auf eine erfolgreiche Abstimmung waren allerdings bereits gering, und die Verzögerung verschafft den Abgeordneten zumindest mehr Zeit, ihre offenen Punkte zu klären.
Abstimmung vertagt
Der Digital Asset Market Clarity Act wird im August keine der üblichen Verfahrensabstimmungen im Senat durchlaufen. Ob der Entwurf den Senat passiert, wenn die Abgeordneten Mitte September zurückkehren, bleibt offen. Klar scheint jedoch, dass der Entwurf bei einer Abstimmung kaum nennenswerte Fortschritte gemacht hätte.
Die Kryptobranche drängte zwar auf eine Abstimmung über den Clarity Act, doch ein Erfolg wäre für die Branche deutlich vorteilhafter gewesen als ein Scheitern. Wäre der Entwurf vergangene Woche an einer Cloture-Abstimmung gescheitert, hätte dies das Verfahren bis zum Zusammentritt des nächsten Kongresses faktisch beenden können. Zudem ist unklar, ob der Senat den Clarity Act vor der Augustpause überhaupt vorangebracht hätte, angesichts fortbestehender Bedenken hinsichtlich der Krypto-Geschäftsverbindungen von Präsident Donald Trump, neu entfachter Debatten über Erträge und Belohnungen bei Stablecoins sowie weiterer noch verhandelter Streitpunkte.
Der Clarity Act ist Teil einer breiteren parlamentarischen Initiative, den ersten umfassenden bundesweiten Rahmen für die Regulierung digitaler Vermögenswerte zu schaffen. Dabei geht es um die seit Langem offene Zuständigkeitsfrage: Welche Vermögenswerte fallen als Anlageverträge unter die Securities and Exchange Commission und welche als Rohstoffe unter die Commodity Futures Trading Commission. Marktteilnehmer argumentieren, dass die derzeitige fehlende gesetzliche Klarheit Innovation ins Ausland dränge und Marktteilnehmer statt klarer Regeln mit Durchsetzungsmaßnahmen konfrontiere.
Unerledigte Fragen als Hürde
Nach Angaben zahlreicher Parlamentsmitarbeiter und Branchenquellen stellte die schiere Zahl der offenen Fragen selbst für eine erfolgreiche Verfahrensabstimmung ein nahezu unüberwindbares Hindernis dar. Im Verlauf der Woche wurde immer deutlicher, dass schon die Durchführung einer solchen Abstimmung schwierig werden würde.
Das größte Problem ist, wie CoinDesk und andere Medien seit Monaten berichten, die Ethik. Präsident Donald Trumps Krypto-Geschäftsverbindungen beunruhigen Demokraten seit über einem Jahr. Bereits im Mai 2025 äußerten Abgeordnete diese Bedenken während der Verhandlungen über den Guiding and Establishing National Innovation for U.S. Stablecoins Act (GENIUS Act).
Trumps gemeldeter Gewinn von 1,4 Milliarden Dollar bot eine konkrete Darstellung dieser Bedenken. Eine mit den Verhandlungen vertraute Quelle bezeichnete dies am Freitag als den „kill shot“ für die Gespräche.
Quelle: CryptoNews.net