US-Senat verschiebt Abstimmung über Krypto-Marktstrukturgesetz und verengt den Weg zur Verabschiedung
Wichtige Erkenntnisse
- •Der Senat wird nicht vor seiner Sommerpause über den CLARITY Act abstimmen, trotz früherer Hinweise von Senator Tim Scott, dass baldiges Handeln erwartet wurde.
- •Die Verzögerung verringert die verfügbaren Legislationstage, und Gesetzentwürfe, die vor Ende einer Sitzungsperiode nicht beide Kammern passieren, müssen neu eingebracht und von vorne beginnen.
- •Der CLARITY Act zielt darauf ab, die regulatorische Zuständigkeit zwischen der SEC für digitale Wertpapiere und der CFTC für digitale Rohstoffmärkte zu klären.
- •Der Generalstaatsanwalt von New York hat gewarnt, dass das Gesetz die Durchsetzungsbefugnisse der Bundesstaaten im Kryptobereich schwächen könnte, was auf ungelöste regulatorische Streitigkeiten zwischen Bund und Ländern hinweist.
- •Sowohl das Repräsentantenhaus als auch der Senat müssen letztendlich identische Versionen der Gesetzgebung verabschieden, bevor diese den Schreibtisch des Präsidenten zur Unterzeichnung erreichen kann.

Der US-Senat hat die Behandlung eines bedeutenden Krypto-Marktstrukturgesetzes aufgeschoben, wodurch der Gesetzgebung nur noch ein schrumpfendes Zeitfenster bleibt, um verabschiedet zu werden, bevor sich die terminlichen Zwänge der Sitzungsperiode verschärfen.
Die Entscheidung des Senats, eine Abstimmung aufzuschieben, ist die zentrale Entwicklung in einer Geschichte, die im Kern von legislativem Timing handelt – nicht von Marktpreisen. Es ist kein neues Gesetz in Kraft getreten; das Gesetz muss noch weitere verfahrenstechnische Schritte durchlaufen, bevor es den Schreibtisch des Präsidenten erreichen kann.
Berichten zufolge hat diese terminliche Entscheidung die Beratung über die Sommerpause des Senats hinaus verschoben. Laut CoinDesk wird der Senat nicht vor seiner Sommerpause über den CLARITY Act abstimmen.
Frühere Signale deuteten auf schnellere Fortschritte hin
Die Führung des Senatsbankenausschusses hatte zuvor signalisiert, dass eine Abstimmung früher erfolgen könnte. Senator Tim Scott hatte die Erwartung geäußert, dass der Senat über das CLARITY-Kryptogesetz abstimmt. Die anschließende Verschiebung der Beratung des CLARITY Act setzte diese Erwartungen zurück.
Warum der sich verengende Kalender von Bedeutung ist
Jede Woche, in der der Senat nicht handelt, verknappt die verfügbare Zeit für den Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens. Der Kongress arbeitet in einem Zweijahreszyklus, und Gesetzentwürfe, die vor Ende einer Sitzungsperiode nicht beide Kammern passieren, müssen neu eingebracht und von vorne beginnen – was bedeutet, dass eine Verzögerung das Risiko eines kompletten Neustarts birgt. Die praktische Folge ist, dass ein Gesetz selbst dann ins Stocken geraten kann, wenn es parteiübergreifende Unterstützung hat. Wenn das Gesetz seinen verbleibenden Weg verpasst, wird die Verabschiedung entweder verschoben oder unsicherer, gemäß dem Legislativkalender des Senats, der bestimmt, wie viele Tage für Plenaraktionen verbleiben.
Für die Kryptobranche liegt die Auswirkung vor allem in der regulatorischen Vorhersehbarkeit. Marktstrukturgesetzgebung soll klären, welcher Bundesregulator für welche digitalen Vermögenswerte zuständig ist – insbesondere durch die Abgrenzung der Befugnisse der Securities and Exchange Commission über digitale Wertpapiere von der Zuständigkeit der Commodity Futures Trading Commission für digitale Rohstoffmärkte – eine Frage, die bei anhaltender Verzögerung ungelöst bleibt. Die Befürwortergruppe Coin Center hat schnelle Verabschiedung des Digital-Asset-Marktstrukturgesetzes gefordert und damit die Bedeutung für Unternehmen unterstrichen, die auf klarere regulatorische Regeln warten.
Nicht alle Beteiligten sind sich über den Inhalt des Gesetzes einig. Der Generalstaatsanwalt von New York hat gewarnt, dass der CLARITY Act die Durchsetzungsbefugnisse der Bundesstaaten im Kryptobereich schwächen könnte – eine Erinnerung daran, dass der verzögerte Zeitplan mit ungelösten politischen Streitigkeiten zwischen Bundes- und Landesregulierern darüber einhergeht, wer die digitalen Vermögenswertmärkte überwachen soll.
Verbleibender legislativer Weg
Damit das Gesetz in Kraft treten kann, muss der Senat es zunächst in die Plenarberatung bringen und verabschieden. Da die Version des Repräsentantenhauses den Finanzausschuss des Repräsentantenhauses passiert hat, müssten beide Kammern letztendlich einen identischen Text verabschieden – entweder durch Übernahme der Version der jeweils anderen Kammer oder durch einen Vermittlungsausschuss zur Beilegung von Unterschieden. Zu den wichtigsten verfahrenstechnischen Beobachtungspunkten gehören: wann der Senat die Plenarberatung ansetzt, ob die Kammer über ausreichend verbleibende Legislationstage verfügt und welche Form etwaige Senatsänderungen annehmen würden.
Das nächste konkrete Signal wird der Plenarkalender des Senats sein. Bis eine Abstimmung angesetzt ist, hängt das Schicksal des Gesetzes davon ab, ob die Senatsführung in einem schrumpfenden legislativen Zeitfenster Platz finden kann – und diese terminliche Entscheidung ist der Meilenstein, der die Geschichte als Nächstes verändern würde.
Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine finanzielle oder Anlageberatung dar. Kryptowährungs- und digitale Vermögenswertmärkte bergen erhebliche Risiken. Führen Sie immer Ihre eigene Recherche durch, bevor Sie Entscheidungen treffen.