NachrichtenKryptoSenat legt cloture-Abstimmung über CLARITY Act für den 15. September fest, nachdem Mehrheitsführer Thune einen Antrag gestellt hat

Senat legt cloture-Abstimmung über CLARITY Act für den 15. September fest, nachdem Mehrheitsführer Thune einen Antrag gestellt hat

Autor: CryptoNewsNet·

Wichtige Erkenntnisse

  • Senatsmehrheitsführer John Thune stellte einen cloture-Antrag für den CLARITY Act, wobei eine Verfahrensabstimmung für den 15. September 2026 angesetzt ist.
  • Der CLARITY Act zielt darauf ab, die regulatorische Zuständigkeit für digitale Vermögenswerte zwischen SEC und CFTC abzugrenzen und damit einen langjährigen Zuständigkeitsstreit zu klären.
  • Eine erfolgreiche cloture-Abstimmung erfordert die Unterstützung von mindestens 60 Senatoren, um die Debatte zu begrenzen und das Gesetz auf den Weg zu einer finalen Abstimmung zu bringen.
  • Die Erwartungen, dass das Gesetz vor Ende 2026 in Kraft tritt, bleiben aufgrund konkurrierender gesetzgeberischer Prioritäten und der erforderlichen Verabschiedung durch beide Kammern gering.
  • Das Ergebnis der cloture-Abstimmung wird von Akteuren der Kryptobranche, die Besorgnis über regulatorische Unsicherheit äußern, sowie von Verbraucherschutzverbänden, die stärkere Anlegerschutzmaßnahmen fordern, aufmerksam verfolgt.
Senat legt cloture-Abstimmung über CLARITY Act für den 15. September fest, nachdem Mehrheitsführer Thune einen Antrag gestellt hat

Senat legt cloture-Abstimmung über CLARITY Act für den 15. September fest, nachdem Mehrheitsführer Thune einen Antrag gestellt hat

Der Senat der Vereinigten Staaten wird voraussichtlich am 15. September 2026 eine cloture-Abstimmung über den CLARITY Act durchführen, nachdem Senatsmehrheitsführer John Thune einen entsprechenden Antrag gestellt hat. Die Abstimmung findet statt, wenn der Senat aus seiner Sommerpause zurückkehrt, und stellt den ersten verfahrenstechnischen Schritt dar, um das Gesetz zur Marktstruktur für Kryptowährungen auf dem Weg zur endgültigen Verabschiedung voranzubringen.

Eine cloture-Abstimmung im Senat ist ein verfahrenstechnisches Instrument, mit dem eine weitere Debatte über einen Gesetzentwurf begrenzt und dieser einer finalen Abstimmung zugeführt werden soll. Nach den geltenden Geschäftsordnungen des Senats ist für die cloture die Unterstützung von mindestens 60 Senatoren erforderlich. Wird die cloture beschlossen, kann der Senat zu einer abschließenden Ja-oder-Nein-Abstimmung über den zugrunde liegenden Gesetzentwurf übergehen.

Der CLARITY Act – in der Version des Repräsentantenhauses formell als Clarity for Payment Stablecoins Act of 2025 bezeichnet, während die Senatsversion eine breitere Marktstruktur für digitale Vermögenswerte in den Fokus stellt – ist eines von mehreren Gesetzesvorhaben, die im Kongress eingebracht wurden, um einen klareren Regulierungsrahmen für Kryptowährungen und digitale Vermögenswerte in den Vereinigten Staaten zu schaffen. Das Gesetz soll die jeweiligen regulatorischen Zuständigkeiten der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) für digitale Vermögenswerte definieren und den Marktteilnehmern im Kryptosektor mehr Rechtssicherheit bieten. Die Frage der Zuständigkeit zwischen den beiden Behörden ist seit langem ein Konfliktpunkt: Die SEC hat unter dem Howey-Test die Befugnis über viele digitale Token als Wertpapiere beansprucht, während die CFTC Bitcoin- und Ether-Derivate als Rohstoffe reguliert hat, wodurch die Überwachung des Spotmarktes in einer umstrittenen Grauzone verblieb.

Trotz dem Antrag von Mehrheitsführer Thune bleiben die Erwartungen gering, dass das Kryptogesetz vor Ende 2026 in Kraft tritt. Der Kalender des Senats ist durch konkurrierende gesetzgeberische Prioritäten eingeschränkt, und jedes Gesetz, das den Senat passiert, müsste auch vom Repräsentantenhaus verabschiedet und vom Präsidenten vor Ende der laufenden Sitzungsperiode des Kongresses unterzeichnet werden. Der Weg des CLARITY Act folgt zudem auf frühere Bemühungen des Kongresses um Gesetzgebung zu digitalen Vermögenswerten, darunter die Verabschiedung des Financial Innovation and Technology for the 21st Century Act (FIT21) durch das Repräsentantenhaus im Jahr 2024, der ebenfalls eine Grenzziehung zwischen den Befugnissen von SEC und CFTC anstrebte, jedoch im Senat nicht vorankam.

Die cloture-Abstimmung am 15. September wird Aufschluss darüber geben, ob ausreichende parteiübergreifende Unterstützung im Senat existsiert, um Gesetzgebung zu digitalen Vermögenswerten voranzubringen. Frühere Versuche, umfassende regulatorische Rahmenbedingungen für Krypto zu verabschieden, wurden angesichts anhaltender Debatten über den angemessenen Umfang der Bundesaufsicht verzögert. Das Ergebnis wird von Akteuren der Kryptobranche, die regulatorische Unsicherheit als Faktor für geschäftliche Entscheidungen angeführt haben – einschließlich der Frage, ob sie innerhalb oder außerhalb der US-Gerichtsbarkeit tätig werden –, sowie von Verbraucherschutzverbänden, die stärkere Anlegerschutzmaßnahmen gefordert haben, aufmerksam verfolgt.

Quelle: CryptoNews